Die BET Awards 2026 endeten mit einem Eklat, als der Moderator Druski während der Dankesrede von SZA und Doechii für ihren Song „girl, get up“ eine Saxophon-Melodie einblendete. Der Vorfall löste eine Welle der Kritik aus, insbesondere von Seiten des Top Dawg Entertainment (TDE)-Präsidenten Punch, der den Gag als „seltsam“ bezeichnete und auf Twitter eine seitlich gelöschte Nachricht an Druski richtete. Die Kontroverse um den Saxophon-Einsatz überschattete die Feierlichkeiten und führte zu einer öffentlichen Debatte über die Grenzen von Show-Elementen bei Preisverleihungen.
Punchs scharfe Kritik: „Druski ist seltsam“
Punch, Manager der Sängerin SZA, reagierte empört auf den Saxophon-Einsatz während der Rede von SZA und Doechii. Laut HotNewHipHop postete er eine seitlich gelöschte Nachricht auf Twitter, in der er Druski als „seltsam“ für den Gag bezeichnete. Die genauen Worte lauteten: „This n***a Druski weird for that Sax stunt.“ Die Reaktion löste eine Flut an Kommentaren aus, in denen viele Nutzer auf frühere Warnungen vor zu kurzen Redebeiträgen hinwiesen und die Situation mit dem Konflikt zwischen SZA und Drake verglichen.
Punch, Manager von SZA, laut HotNewHipHop
Druski hatte zuvor angekündigt, dass Redner nur 30 Sekunden Zeit hätten, bevor ein Saxophonist einsetzen würde. SZA und Doechii schienen die Warnung überhört zu haben – oder sie nahmen den Saxophonisten fälschlich für einen Teil ihrer Performance. Die beiden reagierten mit Humor und spielerisch auf den Vorfall, während Punchs Kritik die Stimmung nachhaltig trübte.
SZA und Doechii: Gelassenheit trotz Saxophon-Einsatz
Trotz des Saxophon-Gags blieben SZA und Doechii entspannt. Laut Complex reagierten sie mit Gelassenheit und nutzten die Situation sogar für eine kleine Interaktion mit dem Saxophonisten. SZA schien den Einsatz zunächst für eine musikalische Überraschung zu halten, während Doechii die Situation mit einem Lächeln kommentierte. Die beiden zeigten sich jedoch nicht verärgert, sondern nutzten den Moment für eine lockere Atmosphäre.
Die Reaktion der beiden Künstler steht im Kontrast zu Punchs scharfer Kritik. Während SZA und Doechii den Vorfall mit Humor nahmen, unterstrich Punchs öffentliche Kritik die Empörung über das, was er als unangemessene Unterbrechung der Rede ansah. Die Frage bleibt: War der Saxophon-Einsatz ein unglücklicher Gag oder eine bewusste Provokation?
BET Awards 2026: Weitere Highlights und Kontroversen
Die BET Awards 2026 waren nicht nur durch den Saxophon-Eklat geprägt. Kendrick Lamar gewann den Preis für den besten männlichen Hip-Hop-Künstler, obwohl er seit 2024 kein neues Album veröffentlicht hat. Fans kritisierten die Entscheidung, da sie andere Künstler wie ICEMAN oder die Gewinner des AOTY, Clipse, für würdiger hielten. Zudem gewann Lamar den Preis für die beste Zusammenarbeit mit Pusha T und Malice für den Song „Chains & Whips“. Die Entscheidung für Lamar wurde als Zeichen für seine anhaltende kulturelle Bedeutung gewertet, auch wenn sie bei einigen Fans auf Unverständnis stieß.
Neben den musikalischen Highlights sorgte Druski mit weiteren Gags für Gesprächsstoff. So imitierte er während der Show Jay-Z, was jedoch nicht zu einer ähnlichen Kontroverse führte wie der Saxophon-Einsatz. Die Show bot zudem eine Hommage an Lauryn Hill, eine stehende Ovation für Yung Miami sowie Auftritte von Cardi B und Janet Jackson, die Teyana Taylor als „Icon of the Year“ ehrte.
Was bedeutet der Vorfall für die Zukunft der BET Awards?
Der Saxophon-Einsatz während der Rede von SZA und Doechii wirft Fragen über die Grenzen von Show-Elementen bei Preisverleihungen auf. Während einige Zuschauer den Gag als unterhaltsam empfanden, sahen andere darin eine unangemessene Unterbrechung der Reden. Die Reaktion von Punch zeigt, wie empfindlich Künstler auf solche Situationen reagieren können – besonders in einem Kontext, der bereits durch öffentliche Konflikte wie den Drake-SZA-Streit geprägt ist.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die BET Awards in Zukunft noch stärker auf traditionelle Preisverleihungen konzentrieren oder ob sie weiterhin mit ungewöhnlichen Gags für Aufmerksamkeit sorgen werden. Klar ist jedoch: Der Saxophon-Einsatz hat die Debatte über die Balance zwischen Unterhaltung und Respekt bei solchen Events neu entfacht.
Die nächste Frage ist, ob Druski oder die BET Awards selbst auf den Vorfall reagieren werden. Sollte es eine offizielle Stellungnahme geben, könnte dies die Diskussion weiter anheizen – oder vielleicht sogar dazu führen, dass solche Gags in Zukunft vermieden werden.
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