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WM 2026: Tschechien verspielt gegen Südafrika den Sieg

Tschechien und Südafrika spielten am 18. Juni 2026 in Atlanta im zweiten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 1:1 unentschieden. Ein früher Treffer von Michal Sadilek reichte nicht aus, da Teboho Mokoena in der 83. Minute per Handelfmeter ausglich. Beide Teams müssen nun im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko bzw. Südkorea auf einen Sieg hoffen.

Sadileks Blitzstart und der tschechische Leistungsabfall

Sadileks Blitzstart und der tschechische Leistungsabfall
Tschechien startete die Partie mit einer Intensität, die Südafrika völlig überrumpelte. Bereits in der ersten Minute vergab Patrik Schick eine Kopfballchance, bevor Michal Sadilek in der 6. Minute die Führung erzielte. Laut einem Bericht von Sportschau leitete Alexandr Sojka den Ball mit dem ersten Kontakt in den Strafraum, wo Sadilek eiskalt zum 1:0 vollendete. Die Dominanz der Tschechen hielt jedoch nicht an. Nach der ersten Viertelstunde verlor das Team die Kontrolle über das Spielgeschehen und agierte zunehmend passiv. Adam Hlozek von der TSG Hoffenheim analysierte die Entwicklung nach dem Spiel kritisch. „Am Anfang haben wir guten Fußball gespielt. Aber nach dem Tor sind wir von unserem Weg abgekommen, haben den Gegner ins Spiel kommen lassen. Wir waren zu passiv“ Adam Hlozek, Spieler der tschechischen Nationalmannschaft, via Sportschau Südafrika, die „Bafana Bafana“, fanden zwar langsam ins Spiel, wirkten aber technisch und taktisch limitiert. Ein Scorpion-Kick-Torschussversuch aus der Distanz verdeutlichte die teilweise wilden Aktionen beider Mannschaften, während unerklärliche Fehlpässe das Niveau der Begegnung drückten.

Patrik Schicks Formkrise und die Rolle des Kapitäns

Patrik Schicks Formkrise und die Rolle des Kapitäns
Photo: Ntv
Im Zentrum der tschechischen Offensive steht Patrik Schick, der jedoch erneut hinter den Erwartungen zurückblieb. Ntv berichtet, dass der Bundesliga-Stürmer bereits im Auftaktspiel gegen Südkorea mit nur elf Ballkontakten und ohne Torschuss frustriert ausgewechselt worden war. Trotz der Kritik aus der Heimat stützte die Mannschaft ihren Starspieler. Kapitän Ladislav Krejci betonte die Notwendigkeit, Schick durch die richtige Spielweise zu unterstützen. „Wir müssen ihn einfach in die bestmöglichen Positionen bringen und ihm helfen“ Ladislav Krejci, Kapitän der tschechischen Nationalmannschaft, via Ntv Die Chancen in der zweiten Halbzeit wurden nicht genutzt. Neben Schick vergab auch Lukas Cerv in der 47. Minute eine gute Gelegenheit, während Vladimir Darida nach einer Vorlage von Sadilek zu lange für seinen Abschluss brauchte.

Tori Penso und der umstrittene Handelfmeter

FIFA World Cup 2026: Tschechien vs. Südafrika | Spiel-Highlights (1-1) | Tore von Sadílek und Mok…
Die Entscheidung des Spiels fiel in der 83. Minute durch einen Handelfmeter für Südafrika, nachdem Pavel Sulc einen Schuss mit der Hand abgewehrt hatte. Teboho Mokoena verwandelte den Strafstoß souverän zum 1:1. Interessant ist hier die gegensätzliche Wahrnehmung der Schiedsrichterleistung der US-Amerikanerin Tori Penso. Während BILD die Entscheidung als „fragwürdig“ bezeichnet und den Elfmeter als einen Moment beschreibt, der „quasi aus dem Nichts“ kam, bewertet Ntv die Leistung von Penso als „sehr souverän“. Penso schrieb mit diesem Einsatz Geschichte als erst zweite Frau, die jemals ein Spiel einer WM-Endrunde leitete. Trotz der Kontroverse um den Elfmeter blieb die Partie bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend unauffällig.

Der Weg in die K.o.-Phase: Mexiko und Südkorea als Hürden

Das Unentschieden lässt beide Teams mit jeweils einem Punkt in der Gruppe A zurück. Die Ausgangslage für den letzten Spieltag ist prekär:
  • Tschechien: Benötigt gegen den Co-Gastgeber Mexiko zwingend einen Sieg, um erstmals seit 1990 wieder in die K.o.-Phase einzuziehen. Damals schied das Team im Viertelfinale gegen Deutschland aus.
  • Südafrika: Muss gegen Südkorea gewinnen, um bei ihrer dritten WM-Teilnahme überhaupt zum ersten Mal die K.o.-Runde zu erreichen.
Ein herber Rückschlag für Südafrika ist die Sperre von Teboho Mokoena. Der Torschütze erhielt im Spiel gegen Tschechien die zweite Gelbe Karte und ist somit für das entscheidende Duell gegen Südkorea nicht verfügbar. Für Tschechien bleibt die Hoffnung auf eine Steigerung. Adam Hlozek machte deutlich, dass die Lage zwar schwierig sei, das Team aber nicht aufgebe. „Es ist noch nicht das Ende für uns. Drei Punkte hätten uns aber natürlich sehr geholfen, jetzt wird es gegen Mexiko sehr schwierig. Aber wir werden weiter kämpfen.“ Adam Hlozek, Spieler der tschechischen Nationalmannschaft, via Sportschau Die kommenden Tage werden zeigen, ob die personellen Anpassungen der Trainer Miroslav Koubek und Hugo Broos – beide 74 Jahre alt – ausreichen, um die notwendigen Siege zu einfahren. Beide Trainer hatten nach den Auftaktpleiten massiv rotiert; Koubek tauschte fünf Spieler aus, Broos drei.

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Photo: BILD
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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