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Großartiger Deal“: US-Präsident erwartet Kriegs-Ende mit dem Iran – das steckt dahinter

US-Präsident Donald Trump kündigte für Sonntag, den 14. Juni 2026, die Unterzeichnung eines Friedensabkommens mit dem Iran an, um den Krieg zu beenden. Während Pakistan eine Einigung innerhalb von 24 Stunden bestätigt, widerspricht die iranische Regierung einem Termin am Sonntag. Kernpunkte sind die Öffnung der Straße von Hormus und der Verzicht auf Atomwaffen.

Widersprüchliche Zeitpläne: Trumps Geburtstags-Deadline gegen Teherans Zögern

Die diplomatische Lage ist von einer massiven Diskrepanz zwischen Washington und Teheran geprägt. Donald Trump insistiert darauf, dass die Vereinbarung am Sonntag unterzeichnet wird – ein Datum, das mit seinem 80. Geburtstag zusammenfällt. Laut Frankfurter Rundschau soll Vizepräsident JD Vance die Unterzeichnung in Europa übernehmen, da Trump selbst in Washington, DC, feiert. Die iranische Seite dämpft diese Erwartungen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, erklärte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, dass eine Unterzeichnung nicht morgen, am Sonntag, sondern eher in den kommenden Tagen erfolgen werde. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gehen sogar einen Schritt weiter und bezeichnen Trumps Beharren auf den Sonntag als kalkulierten PR-Schachzug, um sein persönliches Jubiläum symbolisch zu nutzen. Laut CNN ist das Memorandum aus Sicht der Revolutionsgarden schlicht noch nicht finalisiert. Dieses Muster ist nicht neu. Der US-Fernsehsender CNN stellte fest, dass Trump bereits 39 Mal behauptet hat, ein Deal mit dem Iran sei greifbar, bevor diese Ankündigungen ins Leere liefen.

Öffnung der Straße von Hormus und Ende der Blockade

Öffnung der Straße von Hormus und Ende der Blockade
Im Zentrum des Abkommens steht die Normalisierung des globalen Handels. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, dass unmittelbar nach der Unterzeichnung die Straße von Hormus wieder geöffnet werden solle. Dies würde das Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen bedeuten. Die Bedeutung dieser Passage ist kritisch, da die Meerenge für den weltweiten Transport von Öl, Gas und Dünger essenziell ist. Während die Tagesschau berichtet, dass sich beide Seiten auf einen Text verständigt haben, bleibt die Umsetzung volatil. In den letzten Stunden kam es erneut zu Drohnenangriffen Irans auf Handelsschiffe in der Meerenge. US-Militär, via Tagesschau

Das Atom-Dilemma: Vernichtung von Uran und 60-Tage-Frist

Deal mit Russland? Trump spricht von „Vereinbarung“ für Kriegsende in der Ukraine
Der komplexeste Teil der Verhandlungen betrifft das iranische Atomprogramm. Trump behauptet, die Iraner hätten zugestimmt, niemals Atomwaffen zu besitzen, was laut seinen Angaben 95 Prozent des Deals ausmache. Ein besonders radikaler Punkt ist der Umgang mit den Uran-Vorräten. Wie DIE ZEIT berichtet, plant die US-Regierung, das angereicherte Material zu bergen und zu vernichten. Trump bezeichnete diese Bestände als Atomstaub, den die USA zerstören, egal ob im Iran oder in den USA. Die Details dieser Operation sind jedoch noch nicht geklärt. Ein hochrangiger US-Beamter bestätigte, dass die Vereinbarung vorsieht, dass das Material vor Ort vernichtet und anschließend aus dem Land gebracht wird. Für die Feinabstimmung sowie die Diskussion über die Aufhebung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte ist ein Zeitfenster von 60 Tagen vorgesehen. Trump betonte jedoch ausdrücklich, dass der Iran vorerst keine Gelder erhalten werde.

Pakistans Rolle als Vermittler und die elektronische Unterzeichnung

Pakistans Rolle als Vermittler und die elektronische Unterzeichnung
Photo: DIE ZEIT
Pakistan fungiert als zentraler Brückenbauer zwischen Washington und Teheran. Premierminister Shehbaz Sharif zeigte sich auf X deutlich optimistischer als die iranische Regierung. Er bestätigte die Existenz eines endgültigen, einvernehmlich abgestimmten Textes. Shehbaz Sharif, Premierminister von Pakistan Sharif kündigte an, dass Pakistan sich auf eine elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens vorbereite, die voraussichtlich innerhalb der nächsten 24 Stunden erfolgen solle. Im Anschluss seien technische Gespräche auf Fachebene für die kommende Woche geplant. Der pakistanische Regierungschef warnte zudem vor einer unablässigen Desinformationskampagne jener Kräfte, die das Abkommen sabotieren wollten.

Geopolitische Instabilität trotz Diplomatie

Trotz der diplomatischen Annäherung bleibt die Lage im Iran instabil. Während die Verhandlungen laufen, bereitet das Land den Abschied seines Obersten Führers vor. Der iranische Staatsrundfunk gab bekannt, dass die Beerdigung von Ali Chamenei im Juli stattfinden wird, mit Zeremonien in Teheran am 4. und 5. Juli sowie weiteren Trauerfeierlichkeiten am 6. Juli in Teheran und am 7. Juli in Ghom. Die Kombination aus einem Machtvakuum an der Spitze Irans, den anhaltenden Drohnenangriffen in der Straße von Hormus und dem massiven Zeitdruck aus dem Weißen Haus lässt die aktuelle Waffenruhe fragil erscheinen. Sollte die Unterzeichnung am Sonntag ausbleiben, riskieren die Parteien, dass die diplomatische Dynamik erneut dem militärischen Kalkül weicht. Die kommenden Tage entscheiden nun, ob die elektronische Unterzeichnung Pakistans Realität wird oder ob die Warnungen der Revolutionsgarden über ein bloßes PR-Ereignis zutreffen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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