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Tauernautobahn: Brentenbergtunnel nach Lkw-Brand vorzeitig für Nordverkehr freigegeben

Die Sanierungsarbeiten am Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn A10 wurden am Freitag, den 22. Mai 2026, 24 Stunden früher als geplant abgeschlossen. Die vorzeitige Freigabe der Strecke nach Norden erfolgt nach einem Lkw-Brand im Januar, der massive Schäden verursachte und die Region während des Pfingstverkehrs vor enorme logistische Herausforderungen stellte.

Beschleunigte Sanierung des Brentenbergtunnels

Die Arbeiten am beschädigten Tunnelportal am Werfen konnten dank günstiger Witterungsbedingungen zügig vorangetrieben werden. Wie salzburg.ORF.at berichtet, konnte die ASFINAG die Sperrung des Brentenbergtunnels bereits am Freitagmittag aufheben, was eine Erleichterung für den Reiseverkehr darstellte. Das trockene Wetter ermöglichte es den Arbeitern, die notwendigen mehrlagigen Schutzbeschichtungen ohne Unterbrechung durch Verschmutzungen oder Feuchtigkeit aufzutragen. Die Schäden, die durch den Lkw-Brand am 9. Januar 2026 entstanden sind, erfordern umfangreiche Maßnahmen. Laut Projektleiter Hanspeter Treichl mussten etwa 120 Meter im Tunnel hinsichtlich der Betriebs- und Sicherheitstechnik erneuert werden. Zudem waren bauliche Sanierungen an circa 50 Metern der Tunnelröhre erforderlich. Die Gesamtkosten für diesen spezifischen Unfall werden auf etwa 3,5 Millionen Euro geschätzt. Trotz der vorzeitigen Freigabe der Fahrbahn bleibt die Situation an anderer Stelle angespannt. Die Generalsanierung im Bereich des Passes Lueg, die Brücken und Entwässerungen umfasst, wird weiterhin andauern. Diese Investition in Höhe von 42 Millionen Euro wird auf einer Seite bis Ende des Jahres, auf der anderen Seite sogar noch ein Jahr beanspruchen.

Verkehrsbehinderungen und Sperrungen im Pfingstverkehr

Verkehrsbehinderungen und Sperrungen im Pfingstverkehr
cluster (priority): Salzburger Nachrichten
Das Pfingstwochenende brachte eine massive Verkehrsbelastung mit sich, die weit über die Tauernautobahn hinausging. Während viele Reisende, vor allem aus Bayern und Baden-Württemberg, mit einer überraschend entspannten Grundstimmung in Richtung Kroatien oder Italien aufbrachen, führten Unfälle und Überlastungen zu erheblichen Verzögerungen. Salzburg24 stellte fest, dass die Reisenden trotz langer Wartezeiten an Raststationen wie in Golling eine bemerkenswerte Gelassenheit zeigten. Dennoch war die Realität auf den Straßen oft von Stillstand geprägt. An den Grenzübergängen kam es zu massiven Verzögerungen:
  • Am Übergang Kufstein/Kiefersfelden mussten Reisende Wartezeiten von über einer Stunde in Kauf nehmen.
  • Auf der A12 Inntalautobahn und der A13 Brennerautobahn kam es im Bereich zwischen Völs und der Luegbrücke zu Stop-and-go-Verkehr über eine Distanz von knapp 30 Kilometern, wie VOL.AT mitteilte.
  • Auf der deutschen A8 verursachten defekte Fahrzeuge und Unfälle zusätzliche Zeitverluste.
Um den Verkehrsfluss in Salzburg und den umliegenden Gebieten zu steuern, wurden weitreichende Maßnahmen ergriffen. Die Salzburger Nachrichten berichteten über die Einführung von Abfahrtssperren auf der A10, die unter anderem die Gebiete Hallein, Werfen, Flachau und Zederhaus betrafen. Zudem wurden Durchfahrtssperren in mehreren Gemeinden wie Anif, Elsbethen und Grödig verhängt, um den massiven Zustrom an Urlauberfahrzeugen zu kanalisieren.

Lokale Belastung und die Reaktion der Bürgermeister

Lokale Belastung und die Reaktion der Bürgermeister
cluster (priority): salzburg.ORF.at
Für die Anrainergemeinden im Pongau bedeutete die Vollsperrung der A10 eine enorme Belastungsprobe. Da der gesamte Verkehr auf die Salzachtalstraße (B159) ausweichen musste, kam es dort aufgrund von laufenden Bauarbeiten und Gegenverkehrsbereichen zu erheblichen Problemen. Die lokalen Behörden sahen sich mit einer Situation konfrontiert, auf die sie nur begrenzt Einfluss hatten. Die Bürgermeister der betroffenen Orte äußerten sich besorgt über die Auswirkungen auf ihre Gemeinden. Wie merkur.de wiedergab, warnte der Bürgermeister von Werfen, Hubert Stock, vor der Belastung für das Ortszentrum und betonte die Notwendigkeit, dass Autofahrer konsequent die offiziellen Umleitungen nutzen. Bernhard Weiß, der Bürgermeister von Pfarrwerfen, stufte die Situation noch kritischer ein. Er rechnete mit einer sehr herausfordernden Lage für die gesamte Region und erwartete massive Belastungen für die lokale Bevölkerung, die sowohl im Reiseverkehr als auch im innerörtlichen Verkehr zu spüren sein würden.

Fortlaufende Arbeiten und Ausblick auf den Juni

Fortlaufende Arbeiten und Ausblick auf den Juni
cluster (priority): VOL.AT
Auch wenn der Tunnel für den Durchgangsverkehr wieder freigegeben wurde, ist die Sanierungsphase noch nicht vollständig abgeschlossen. Die ASFINAG wird in den kommenden Wochen weiterhin nächtliche Verkehrsleitungen vornehmen müssen.
  • Es wird mit etwa zehn bis 15 weiteren nächtlichen Ausleitungen gerechnet.
  • Während dieser Arbeiten bleibt der Tunnel jeweils von 20:00 Uhr abends bis 05:00 Uhr morgens gesperrt.
  • Eine vollständige Wiederherstellung des uneingeschränkten Verkehrs wird für die zweite Juni-Hälfte erwartet.
Die Behörden raten weiterhin zur Vorsicht und empfehlen, bei der Reiseplanung alternative Routen wie die Pyhrnautobahn (A9) oder die Brennerautobahn (A13) in Betracht zu ziehen, sofern es die Kapazitäten zulassen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die beschleunigten Arbeiten am Brentenbergtunnel ausreichen, um die Region rechtzeitig vor der eigentlichen Hauptreisesaison voll belastbar zu machen.
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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