Der FC St. Gallen sieht sich unmittelbar vor dem Cupfinal mit massiven personellen Problemen konfrontiert. Nach dem 2:1-Auswärtssieg gegen Lugano kämpft der Verein um die Fitness von Schlüsselspielern wie Jozo Stanic und Torhüter Lukas Watkowiak, um die bestmögliche Besetzung für die anstehende Entscheidung im Wankdorf-Stadion sicherzustellen.
Schwere Verletzungen belasten den Kader
Der Erfolg gegen Lugano war für den FC St. Gallen mit hohen medizinischen Kosten verbunden. Der Verein verzeichnete zwei schwere Verletzungen, die die Planung für die kommenden Aufgaben erheblich erschweren. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Nino Weibel. Der 19-Jährige erlitt einen Kreuzbandriss, der ihn für längere Zeit an der Seitenlinie halten wird.

Er wird maximal unterstützt. Egal, wie lange er braucht, er ist in der richtigen Mannschaft, im richtigen Verein.
Lukas Görtler, FCSG-Captain
Zusätzlich muss der Trainer mit Jozo Stanic planen, der aufgrund einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. Der 26-jährige Abwehrchef ist für das Duell gegen den FCB als fraglich gemeldet. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass er spätestens zum Cupfinal wieder einsatzfähig sein wird.
Unsicherheit in der Torhüterposition
Neben den Verletzungen in der Defensive stellt die Situation im Tor eine Herausforderung dar. Lukas Watkowiak, der den Verein in der zweiten Runde sowie im Achtelfinal durch erfolgreiche Elfmeterschießen gegen Wil und Rapperswil-Jona zum Erfolg führte, kämpft aktuell mit Rückenproblemen. Damit ist die Frage offen, ob der Cup-Held in der Wunschbesetzung für das große Finale antreten kann.
Die statistische Basis von Enrico Maassen
Trotz der personellen Instabilität gibt es taktische Argumente, die für den FC St. Gallen sprechen. Trainer Enrico Maassen weist eine überdurchschnittliche Bilanz gegen den FCB auf. In sieben bisherigen Begegnungen verlor der FCSG-Coach lediglich einmal gegen Basel. Während das allererste Aufeinandertreffen mit 1:2 endete, hat sich der Verein in der Folge zu einem schwierigen Gegner für die Basler entwickelt. Ein wichtiger Meilenstein dieser Entwicklung war der Sieg im Cup-Viertelfinal Anfang Februar.
Hoffnung durch Rückkehrer
Die medizinische Abteilung kann jedoch auch positive Signale setzen. Die Kaderplanung profitiert von der Rückkehr wichtiger Akteure: Christian Witzig befindet sich auf einem guten Weg zurück, und Tom Gaal ist wieder voll einsatzfähig. Diese Rückkehrer könnten entscheidend dazu beitragen, die durch die Verletzungen von Weibel und Stanic entstandenen Lücken im Kader zu schließen.