Titelverteidiger LASK hat am Mittwoch das Viertelfinale des ÖFB-Cups erreicht, nachdem das Team im Oberösterreich-Derby gegen die SV Ried einen 1:3-Rückstand drehte. Vor 14.000 Zuschauern in der Raiffeisen Arena setzten sich die Linzer in einer dramatischen Verlängerung mit 5:4 durch und wahrten damit ihre Chance auf die Titelverteidigung. Für den LASK war es ein Kraftakt, nachdem das Team jüngst eine 1:3-Niederlage gegen Salzburg hinnehmen musste und vor eigenem Publikum um Wiedergutmachung bemüht war.
Die Aufholjagd des LASK in der Schlussphase
Lange Zeit sah es nach einer Überraschung für die Gäste aus dem Innviertel aus. Die SV Ried, die bereits im Halbfinale der Vorsaison auf den LASK traf, agierte über weite Strecken effizient. Nachdem Krystof Danek (29.) und Sasa Kalajdzic (30.) hochkarätige Chancen für die Gastgeber vergaben, nutzte der Südafrikaner Yusuf Maart in der 37. Minute einen Konter zur Rieder Führung. Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Isaac Kiese Thelin (47.) nach einem abseitsverdächtigen Zuspiel von Stefan Schwab auf 2:0. Zwar verkürzte Joao Tornich (51.) per Kopf, doch Maart stellte in der 76. Minute den alten Abstand wieder her.
Wir haben nie aufgegeben. Es war ein Sieg der Leidenschaft, ein Sieg der Arbeit. Wir hätten es uns mit mehr Effizienz leichter machen können.
Dietmar Kühbauer, LASK-Trainer
Entscheidung durch die Joker in der Verlängerung
In der Verlängerung zahlte sich die taktische Flexibilität von Trainer Dietmar Kühbauer aus, der vier Joker ins Spiel brachte, um den Druck zu erhöhen. In der 111. Minute sorgte Moses Usor nach einem Steilpass von Andres Andrade für die erste Linzer Führung. Samuel Adeniran baute den Vorsprung in der 120. Minute auf 5:3 aus. Zwar gelang Philipp Pomer kurz darauf noch der Anschlusstreffer zum 5:4, nachdem Miguel Freckleton den Ball abgefälscht hatte, doch der Einzug des LASK in die nächste Runde war besiegelt. Rieds Trainer Mario Despotovic zeigte sich nach dem Ausscheiden enttäuscht: „80 Minuten haben wir eigentlich gut und abgezockt gespielt.“ Er bilanzierte, dass das Spiel für einen Sieg letztlich „30 Sekunden zu lang“ gewesen sei.””
Patrick #Greil ist angeschlagen und wird durch Marlon #Mustapha ersetzt. Beim LASK kam zu Beginn der Verlängerung #Mbuyamba für #Alemao.________95’ | ASK 2:2 ALT | #UNIQAÖFBCup pic.twitter.com/8HJYkMghQ4
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Herausforderungen für den LASK
Für den LASK ist der Erfolg ein wichtiger mentaler Sieg, wie Kapitän Sascha Horváth betonte: „Wenn du heute das Spiel verlierst, nach den letzten Wochen, dann ist es sehr schwer für den Kopf.“ Gleichzeitig mahnte er zur Selbstkritik hinsichtlich der Fehleranfälligkeit im Defensiv- und Offensivspiel. Die Belastung bleibt hoch: Bereits am kommenden Samstag steht in der Bundesliga das Auswärtsspiel gegen die WSG Tirol an, bevor am Dienstag darauf Slovan Bratislava in der Champions League gastiert. Die SV Ried hingegen muss sich nun voll auf den Liga-Alltag konzentrieren, nachdem der Traum vom Cup-Erfolg hauchdünn verpasst wurde.”
Ergebnisse im Achtelfinale und Termine
Neben dem LASK qualifizierten sich weitere Teams für das Viertelfinale, das zwischen dem 9. und 11. Februar 2027 ausgetragen wird. Während die WSG Tirol sich in einem Elfmeter-Krimi gegen Wacker Innsbruck durchsetzte, behielt Red Bull Salzburg in Bregenz knapp die Oberhand. Auch Rapid Wien, Hartberg, Altach und der Zweitligist Hertha Wels stehen in der nächsten Runde.
| Paarung | Ergebnis |
|---|---|
| LASK – SV Ried | 5:4 n. V. |
| Wacker Innsbruck – WSG Tirol | 3:4 i. E. |
| SW Bregenz – Red Bull Salzburg | 2:3 |
| GAK – Altach | 0:4 |
| Vienna – SK Rapid | 0:3 |
| Hertha Wels – WAC | 1:0 |
| Austria – Hartberg | 3:5 i. E. |
Bei den Steirern fehlen für dieses Spiel Trainer Fabio Ingolitsch sowie Verteidiger Arjen Malic aufgrund von Sperren.

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