Michael Penix Jr. und die Atlanta Falcons beendeten die Siegesserie der San Francisco 49ers mit einem 29:20-Sieg, während die Seattle Seahawks den Kansas City Chiefs mit einem Sieg die erste Saisonniederlage zufügten und die Pittsburgh Steelers in Paris gewannen.
Der siebte Spieltag der National Football League brachte am Sonntag eine spürbare Erschütterung der bisherigen Kräfteverhältnisse. Gleich mehrere ungeschlagene Teams mussten ihre ersten Niederlagen einstecken, während traditionsreiche Franchises und neue Gesichter auf dem Platz wichtige Ausrufezeichen setzten. Besonders im Fokus standen dabei die Partien in Atlanta und Seattle, in denen die bis dato ungeschlagenen San Francisco 49ers und Kansas City Chiefs empfindliche Dämpfer erhielten.
Atlanta stoppt San Francisco und Seattle düpiert den Meister
Im Mercedes-Benz Stadium erlebten die Zuschauer einen echten Wendepunkt für die Atlanta Falcons. Quarterback Michael Penix Jr. warf drei Touchdown-Pässe, während die Defensive der Falcons gleich vier Turnovers erzwang. Trotz eines frühen 3:14-Rückstandes nach einem Touchdown-Lauf von Kaelon Black antworteten die Gastgeber mit 23 unbeantworteten Punkten. San Francisco geriet zusätzlich durch eine Oberschenkelverletzung von Running Back Christian McCaffrey in Bedrängnis, die diesen weite Teile der ersten Halbzeit kostete. Brock Purdy warf zwei Interceptions, von denen Rookie-Linebacker Kendal Daniels eine abfing und zudem einen Fumble von George Kittle sicherte.

Parallel dazu lieferte Seattle eine Machtdemonstration gegen den amtierenden Super-Bowl-Champion ab. Jaxon Smith-Njigba fing neun Pässe für 150 Yards und einen Touchdown, während die Seahawks den Sieg gegen die Kansas City Chiefs sicherten. Für besondere Brisanz sorgte die Rückkehr von Kenneth Walker III, der im Vorjahr noch für die Seahawks gespielt hatte und im Sommer zu den Chiefs gewechselt war. Die Defense der Seahawks ließ dem Running Back jedoch kaum Raum und hielt ihn bei mageren 36 Yards bei 14 Läufen.
Aaron Rodgers und die Steelers schreiben in Paris Geschichte
Weit entfernt von US-amerikanischem Boden feierte die NFL eine Premiere. Im Stade de France in Saint-Denis unweit von Paris trugen die Pittsburgh Steelers und die New Orleans Saints das erste reguläre Saisonspiel der Ligageschichte in Frankreich aus. Die Steelers behielten dabei mit 16:10 die Oberhand und fuhren ihren dritten Sieg in Serie ein.
Im Mittelpunkt stand Quarterback Aaron Rodgers, der im zweiten Viertel einen Touchdown-Pass auf Darnell Washington anbrachte. Mit diesem 540. Touchdown-Pass zog Aaron Rodgers in der ewigen Bestenliste an Peyton Manning vorbei. Während Jaylen Warren die Offensive der Steelers mit 101 Yards im Laufspiel trug, blieb die Offensive der Saints blass und kam im gesamten Spiel auf gerade einmal 18 Yards Raumgewinn durch den Lauf.

Dramatische Schlussphasen von New York bis Cleveland
In den übrigen Begegnungen des Spieltags entschieden oft erst die finalen Sekunden über Sieg oder Niederlage. Die New York Giants bezwangen die Houston Texans mit 27:21 nach Verlängerung, nachdem Devin Singletary einen entscheidenden 30-Yard-Touchdown-Lauf gegen sein früheres Team hinlegte. Möglich gemacht hatte dies zuvor Cam Skattebo mit einem 42-Yard-Raumgewinn. Quarterback J.J. McCarthy überzeugte bei seinem ersten Start mit 252 geworfenen Yards.
In Nashville sicherte Kicker Andre Szmyt den Cleveland Browns mit einem 32-Yard-Field-Goal mit dem Schlusspfiff einen 27:24-Erfolg über die Tennessee Titans. Deshaun Watson lieferte mit 308 Yards Passing und einem eigenen Touchdown-Lauf eine starke Vorstellung ab. Im MetLife Stadium feierte indessen Jeff Hafley als neuer Cheftrainer der Miami Dolphins seinen Einstand beim 28:25 gegen die New York Jets, womit ein Fehlstart in die Spielzeit abgewendet wurde.