Die Top 10 der Free Agents: Wenige Namen bleiben auf dem Markt
Die NHL-Saison 2025/26 hat gezeigt, dass viele der größten Talente bereits Monate vor dem offiziellen Start der Free-Agent-Phase ihre Verträge verlängert haben. Namen wie Mitch Marner, Sam Bennett oder Brock Boeser sind bereits unter Vertrag – oft durch Sign-and-Trade-Deals oder direkte Vertragsverlängerungen mit ihren Stammclubs. Laut Daily Faceoff bleibt der Markt nun überschaubarer, mit Spielern wie Anders Lee, John Carlson oder Claude Giroux als den prominentesten Namen, die tatsächlich zur Verfügung stehen. Doch selbst hier gibt es Unsicherheiten: Einige Teams könnten versuchen, ihre Stars vor dem 1. Juli zu halten – etwa durch letzte Minuten-Deals oder Überraschungsverlängerungen.
Washington Capitals: Andersson als mögliche Lösung für die Defensive

Die Washington Capitals stehen als eines der wenigen Teams mit ausreichend Cap Space da, um einen der Top-Spieler zu verpflichten. Mit über 14 Millionen Dollar Spielraum könnten sie etwa den schwedischen Verteidiger Adam Andersson unter Vertrag nehmen – ein Deal, der nach dem Abgang von John Carlson eine logische Ergänzung wäre. Andersson würde in eine Defensive mit Jakob Chychrun, Cole Hutson und Martin Fehervary passen, die bereits jetzt als eine der tiefsten der Liga gilt. Doch ob Andersson tatsächlich den Sprung nach Washington wagt, hängt auch von seiner eigenen Marktstrategie ab: Seine Spielzeiten in den Playoffs waren zuletzt nicht überzeugend, was seinen Average Annual Value (AAV) moderat halten könnte.
Cap-Space-Rangliste: Sharks und Penguins als Hauptakteure

Die Cap-Situation der Teams ist entscheidend für die Free-Agent-Saison. Laut The New York Times hat das San Jose Sharks-Team mit über 34 Millionen Dollar Cap Space die beste Ausgangslage. Die Sharks könnten sich nicht nur einen der Top-Verteidiger leisten, sondern auch gezielt auf die Zukunft setzen – etwa durch die Verpflichtung von Spielern wie John Klingberg oder Mario Ferraro. Doch selbst hier gibt es Risiken: Die Sharks müssen in den nächsten Jahren weitere Verträge für ihre Kernspieler wie Macklin Celebrini oder Yaroslav Askarov aushandeln, was den Cap Space schnell wieder verringern könnte.
Ein weiteres Team mit beachtlichem Cap Space sind die Pittsburgh Penguins, die laut The New York Times etwa 27,6 Millionen Dollar zur Verfügung haben. Allerdings kämpfen sie mit Problemverträgen wie dem von Ryan Graves (4,5 Millionen Dollar pro Jahr), was die Flexibilität einschränkt. Die Penguins könnten sich für einen der wenigen verfügbaren Top-Spieler entscheiden – etwa für John Carlson, der nach eigenen Aussagen in die Eastern Conference zurückkehren möchte.
Die Philadelphia Flyers stehen ebenfalls als Interessent für Carlson im Raum. Mit ausreichend Cap Space und der Notwendigkeit eines rechten Powerplay-Weapons wäre ein Zwei-Jahres-Deal für Carlson eine sinnvolle Lösung. Doch die Carolina Hurricanes haben bereits die Rechte an Carlson erworben – ein Hinweis darauf, dass die defending Champions versuchen könnten, den Star-Verteidiger zu halten. Sollte dies scheitern, wäre Philadelphia eine der wenigen Optionen, die Carlson anbieten könnte.
San Jose Sharks: Draft-Erfolge als Grundlage für Free-Agent-Strategie

Die San Jose Sharks haben in den letzten Jahren durch gezielte Draft-Picks und kluges Management ihre Zukunft gesichert. Ihr Erfolg bei der NHL-Draft 2026 hat ihnen nicht nur junge Talente wie Collin Graf und Shakir Mukhamadullin beschert, sondern auch den Cap Space erhöht, den sie nun für Free-Agent-Deals nutzen können. Laut The New York Times müssen die Sharks zwar etwa 7 Millionen Dollar mehr in Cap-Verpflichtungen investieren, um die Cap Floor von 76,9 Millionen Dollar zu erreichen – doch selbst dann bleibt ihnen ein beachtlicher Spielraum.
Ein weiterer Vorteil der Sharks ist ihre junge Defensive, die bereits jetzt auf einem guten Niveau spielt. Mit Spielern wie Erik Karlsson und Tomáš Hertl, deren Verträge in den nächsten Jahren verlängert werden müssen, könnte das Team gezielt auf die Zukunft setzen – etwa durch die Verpflichtung eines erfahrenen Free Agents wie Anders Lee oder John Carlson.
Doch nicht alle Teams sind so gut vorbereitet. Die Pittsburgh Penguins stehen vor der Herausforderung, ihren Cap Space effizient einzusetzen, ohne ihre bestehende Riege zu gefährden. Mit Problemverträgen wie dem von Ryan Graves und der Notwendigkeit, Restricted Free Agents wie Anthony Mantha zu binden, bleibt wenig Spielraum für große Free-Agent-Deals. Die Penguins könnten sich auf kleinere, aber gezielte Verstärkungen konzentrieren – etwa durch die Verpflichtung von Spielern wie Mason Marchment, der laut Bleacher Report von den Montreal Canadiens und Toronto Maple Leafs umworben wird.
Offene Fragen nach dem 1. Juli: Cap-Strategien und langfristige Planung
Die Free-Agent-Saison 2026 wird nicht nur von den verfügbaren Spielern, sondern auch von der Cap-Strategie der Teams geprägt sein. Während einige Clubs wie die Sharks oder die Capitals mit ausreichend Spielraum ausgestattet sind, kämpfen andere wie die Penguins oder die Flyers mit begrenzten Optionen. Die Frage ist: Wer wird welche Spieler anwerben – und wer bleibt auf der Strecke?
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Verträgen der Restricted Free Agents (RFAs). Laut The New York Times könnten Spieler wie Collin Graf oder Shakir Mukhamadullin bei den Sharks zu entscheidenden Faktoren werden. Doch auch die Penguins müssen ihre RFAs wie Anthony Mantha oder Ryan Shea unter Vertrag bringen – ein Balanceakt zwischen Cap Space und langfristiger Planung.
Letztlich wird die Free-Agent-Saison 2026 zeigen, ob die NHL-Teams in der Lage sind, ihre Cap-Strategien klug einzusetzen – oder ob sie erneut in die Falle tappen, zu viele Verpflichtungen einzugehen, die sie später bereuen. Die Teams mit dem größten Cap Space haben hier die beste Ausgangslage, doch auch sie müssen sorgfältig abwägen, welche Spieler wirklich zu ihrer Philosophie passen und langfristig den Unterschied machen können.
Die NHL-Free-Agent-Saison 2026 beginnt mit einer Mischung aus Chancen und Herausforderungen. Während einige der größten Namen bereits unter Vertrag sind, bleibt eine überschaubare Anzahl an Top-Spielern auf dem Markt. Die Teams mit ausreichend Cap Space – allen voran die San Jose Sharks und die Washington Capitals – haben nun die Gelegenheit, gezielt zu verstärken. Doch ob sie diese Chance nutzen können, hängt nicht nur vom verfügbaren Budget ab, sondern auch von der Fähigkeit, langfristige Verträge zu gestalten, die sowohl die aktuelle als auch die zukünftige Spielstärke sichern.
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