Zwei Flughäfen im Süden Saudi-Arabiens sind bei neuen Angriffen jemenitischer Huthi-Rebellen beschädigt worden. Bei den Treffern in den Städten Nadschran und Dschizan wurden am Montag drei Menschen leicht verletzt. Die Eskalation im Roten Meer gefährdet internationale Handelswege und den globalen Ölmarkt.
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben am Montag den Flughafen Nadschran und den Flughafen in Dschizan attackiert. Das bestätigte Saudi-Arabiens Zivilluftfahrtbehörde General Authority of Civil Aviation, wonach es sich um den King Abdullah bin Abdulaziz International Airport in Jizan sowie den Najran International Airport handelt. Behörden im jemenitischen Aden, wo die international anerkannte Regierung sitzt, meldeten zudem einen separaten Angriff auf den dortigen Flughafen; zwei Houthi-Raketen stellten laut Sicherheitskräften eine Gefahr für Fluggäste, Bodenpersonal und Flugbesatzungen dar, wobei hier niemand verletzt wurde. Die Angriffe erfolgen in einer Phase sich ausweitender Kämpfe im Nahen Osten, die mittlerweile den Schiffsverkehr und die regionale Stabilität massiv belasten.
Militärische Reaktionen und Gegenoffensiven am Roten Meer
Die jüngsten Flughafenangriffe folgen auf eine gemeinsame Militäroffensive Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten im Jemen. Ziel der Operation ist es, von den Rebellen kontrollierte Gebiete nahe der Südspitze des Roten Meeres zurückzuerobern. Die saudi-ledene Koalition gab am Dienstag bekannt, dass ihre Luftabwehr eine ballistische Rakete abgefangen und zerstört habe, die auf die südwestlich gelegene Stadt Chamis Muschait gerichtet war – einen Standort, den der Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, als ein Ziel nördlich von Riad präzisierte, während die Houthis forderten, internationale Fluggesellschaften sollten Flüge über Saudi-Arabien mit Ausnahme der Routen über Mekka und Medina aussetzen. Die Huthi-Rebellen erklärten ihrerseits, Saudi-Arabien habe heftige Luftangriffe auf deren Stellungen ausgeführt.
Parallel dazu setzen die Huthi-Rebellen ihre Angriffe fort. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) warnte unterdessen zivile Luftfahrtgesellschaften vor den wachsenden Risiken von Verwechslungen und Beschuss ziviler Flugzeuge infolge von Raketenangriffen, Drohneneinsätzen und dem aktiven Gebrauch von Luftabwehreinrichtungen laut Mitteilungen europäischer Institutionen. Im September 2026 nahmen die Houthis im Zuge einer Offensive zudem die Insel Perim im Roten Meer sowie die Inseln Zuqar und Hanish in der Straße von Bab al-Mandeb ein, woraufhin Saudi-Arabien und seine Verbündeten im Oktober 2026 eine Gegenoffensive zur Rückeroberung dieser Küstengebiete starteten.
Globale Energie- und Schifffahrtsrisiken im Bab al-Mandeb
Die anhaltende Gewalt im Küstengebiet und rund um die Straße von Bab al-Mandeb bedroht internationale Transportrouten. Saudi-Arabien hat seine Rohölexporte verstärkt über das Rote Meer und den Bab al-Mandeb abgewickelt, seit iranische Operationen den traditionellen Weg durch die Straße von Hormus erschwert haben wie Berichte über Handelsströme belegen. Die Europäische Kommission betonte, dass die fortgesetzten Angriffe die Instabilität anheizen und die globale Energiesicherheit direkt gefährden, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, wobei die dauerhafte Präsenz der Rebellen entlang der Küste und der Meeresstraße die regionalen Erdölvorräte weiter verknappt.
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