Microsoft hat für Xbox Insiders die a-la-carte-Preise für das Cloud-Streaming bereits gekaufter Spiele eingeführt. Spieler zahlen je nach Stundenpaket zwischen 24 und 40 Cent pro Stunde. Das neue Abrechnungsmodell kommt zusätzlich zum ursprünglichen Kaufpreis der jeweiligen Titel hinzu und erinnert an historische Spielhallen.
Wie Arstechnica berichtete, können Xbox Insiders ab sofort sogenannte Cloud Playtime-Pakete im Xbox Store erwerben. Das Angebot richtet sich an Nicht-Abonnenten, die bestimmte, in ihrem Besitz befindliche Spiele über die Cloud streamen möchten, nachdem Microsoft im September das Streaming-Angebot für Game-Pass-Abonnenten drastisch eingeschränkt hatte.
Einführungspreise für Xbox Cloud Playtime
Die von Microsoft als Einführungspreise deklarierten Tarife staffeln sich nach dem erworbenen Stundenvolumen. Laut den Berichten von Arstechnica und SingLink bewegen sich die Kosten je nach Paket zwischen 24 und 40 Cent pro Stunde:.
| Stundenpaket | Gesamtpreis | Preis pro Stunde |
|---|---|---|
| 10 Stunden | $4 | ~$0,40/hour |
| 25 Stunden | $8 | ~$0,32/hour |
| 50 Stunden | $12 | ~$0,24 |
Gekaufte Spielzeit verfällt laut den von Microsoft veröffentlichten Angaben nicht vor der Nutzung; das Guthaben bleibt so lange verfügbar, bis es vollständig aufgebraucht ist.
Zusätzliche Kosten zu bestehenden Spielekäufen
Die zeitbasierten, a-la-carte-Gebühren fallen zusätzlich zum ursprünglichen Kaufpreis der Spiele an. Arstechnica merkt dazu an, dass diese Streaming-Kosten den bereits getätigten Erwerb des Titels voraussetzen. Abonnenten des Xbox Game Pass erhalten zwar weiterhin monatlich einige Stunden Streaming-Zugriff auf hunderte Spiele im Rahmen des Abonnements, doch die neuen Cloud-Playtime-Pakete erfordern den regulären Kauf des cloudfähigen Spiels oder bei bestimmten Titeln einen kostenlosen Zugang.
Das Modell weckt Erinnerungen an historische Spielhallen, bei denen Spieler für wenige Minuten Spielzeit eine bestimmte Menge Geld investierten. Allerdings unterscheidet sich das Xbox-Modell grundlegend von diesen historischen Vorbildern, da Spieler im Fall von Xbox den Spieltitel zunächst vollständig erwerben müssen, bevor sie für den eigentlichen Zugriff über die Cloud bezahlen.
Unterschiede zum Stadia-Modell von Google
In der technischen Einordnung unterscheidet sich Microsofts Ansatz deutlich von dem gescheiterten Streaming-Dienst Google Stadia. Stadia bot nach Angaben von Arstechnica unbegrenzte Spielzeiten auf verschiedenen Geräten für dort gekaufte Spiele an. Allerdings ließen sich Stadia-Spiele nicht lokal auf Konsolen oder PCs herunterladen. Nach der Einstellung von Stadia im Jahr 2022 erstattete Google sämtliche Käufe vollständig zurück.
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