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Welt

Waldbrände In Frankreich Und Spanien Zwingen 300.000 Menschen Zur Flucht

Südeuropa kämpft derzeit mit einer der zerstörerischsten Waldbrandsaisonen seiner Geschichte. In Frankreich und Spanien wurden insgesamt über 300.000 Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, da extreme Hitzewellen und unvorhersehbare Winde die Brände beschleunigen, berichtete newsx.com. In Frankreich wurden allein an einem Wochenende mehr als 250.000 Menschen evakuiert.

Kritische Lage in Südwestfrankreich und Bedrohung von Bordeaux

Besonders schwer betroffen ist der Südwesten Frankreichs, insbesondere die Regionen Gironde und Landes.

Die Katastrophe hatte auch Auswirkungen auf den Sport: Die letzte Etappe der Tour de France musste gekürzt werden, um Sicherheitspersonal für die Brandbekämpfung umzuverteilen. Die ursprüngliche Route von 133 Kilometern wurde auf einen 89 Kilometer langen Rundkurs innerhalb von Paris reduziert.

Massive Einsätze und Todesopfer in Spanien

In Spanien sind ebenfalls massive Rettungsoperationen im Gange, insbesondere in den Regionen um Madrid und in der Nähe der Küstenstadt Valencia. Zur Unterstützung der Feuerwehr wurden rund 1.200 Soldaten der spanischen Militärnotfalleinheit (UME) mit 400 Spezialfahrzeugen mobilisiert.

Photo: tagesspiegel.de

Die menschlichen Verluste sind hoch. In Manises wurde zudem ein weiterer Todesfall gemeldet. Insgesamt sind in Spanien seit Jahresbeginn bereits mehr als 115.000 Hektar Land verbrannt, was laut dem Waldbrand-Informationssystem der Europäischen Kommission (EFFIS) mehr als dem Doppelten der Fläche des Vorjahreszeitraums entspricht.

Militärische Unterstützung und internationale Hilfe

Um die Brände einzudämmen, wurden außergewöhnliche Ressourcen mobilisiert. In Frankreich kam erstmals ein speziell für die Brandbekämpfung umgebautes A400M-Transportflugzeug der Luftwaffe zum Einsatz, um Flammschutzmittel abzuwerfen.

A wildfire is seen raging through a forest in Biscarrosse, southern France, with an overlay of two firefighters battling a
Photo: nypost.com

Präsident Emmanuel Macron dankte europäischen Partnerstaaten für ihre Solidarität. Unterstützung erhielten die französischen Einsatzkräfte unter anderem aus Rumänien, Kroatien, Deutschland, Portugal, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik und der Slowakei.

Ursachen und der Einfluss des Klimawandels

Ein spezifischer Faktor in Spanien war laut Experten ein ungewöhnlich regenreicher Winter und ein feuchtes Frühjahr, was zu einem starken Wachstum von Gräsern und Unterholz führte und so die Brandlast erhöhte. In Frankreich erklärte Präsident Macron, das Land erlebe die umfangreichsten Waldbrände seit dem Zweiten Weltkrieg.

Wildfires rage across France, Spain and Italy in Europe’s extreme heat
Zusammenfassung der Schäden (ausgewählte Daten)
Region/LandEvakuierte / BetroffeneVerbrannte Fläche / Schäden
Südwestfrankreich (Gesamt)Über 250.000 Menschen98.000 Hektar (nationaler Rekord)
Gironde, FrankreichÜber 220.000 MenschenÜber 42.000 Hektar / 240 Häuser zerstört
Spanien (seit Jahresbeginn)Zehntausende (u.a. 70.000 zentral)Über 115.000 Hektar
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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