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Unternehmen

Volotea leitet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, um ihre Finanzen im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung zu sanieren. Massiv gestiegene Kerosinkosten durch die Krisen im Nahen Osten belasten den Flugbetrieb, der trotz des Verfahrens in Barcelona und an deutschen Flughäfen normal weiterlaufen soll.

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung in Barcelona gestartet

Die finanzielle Schieflage der spanischen Fluggesellschaft hat zu drastischen Schritten geführt. Wie aus Medienberichten hervorgeht, hat das Unternehmen ein Verfahren zur Insolvenz in Eigenverwaltung eingeleitet, um einen Restrukturierungsplan mit Gläubigern auszuhandeln. Wie die spanische Zeitung „La Vanguardia“ berichtet, leide das Unternehmen unter erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.

Die Airline kämpft bereits nach drei Jahren hoher Verluste weiter, während der Schuldendruck seit der Pandemie-Finanzierung bestanden habe, berichtet „La Vanguardia“. Zu den Gläubigern, mit denen das Management verhandelt, darunter auch die spanische staatliche Beteiligungsgesellschaft SEPI, hat die Fluggesellschaft demnach schon Verhandlungen aufgenommen und hofft, bis Dezember eine Einigung zu erzielen. Auch andere Fluggesellschaften kämpften zuletzt ums Überleben, darunter AirBaltic, die auch Insolvenz anmeldete. Abflüge zu Destinationen in Spanien, Italien und Griechenland bietet die Gesellschaft von diversen deutschen Airfields an, darunter München, Hamburg und Berlin.

Volotea leitet Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein
Foto: VOL

Explodierende Kerosinkosten als Auslöser der Krise

Auslöser für die Sanierungsmaßnahmen sind laut Angaben von Volotea die Konflikte im Nahen Osten und die daraus resultierenden Schwankungen der Treibstoffpreise. Das Unternehmen gab an, dass die höheren Treibstoffkosten das Unternehmen seit März rund 150 Millionen Euro zusätzlich gekostet haben. Laut Unternehmensangaben belasteten die durch die Krisen in Nahost explodierten Kerosinpreise das Unternehmen schwer. Berichten spanischer Medien zufolge belief sich die Treibstoffbelastung seit März auf eine um etwa 150 Millionen Euro höhere Summe als im Vergleichszeitraum des Jahres 2025. Heißt im Klartext: Die Airline ist pleite. Sie soll restrukturiert werden. Die Umstrukturierung erfolgt trotz operativer Verbesserungen nach drei Jahren hoher Verluste.

Stellenabbau und Verkleinerung der Airbus-Flotte

Der geplante Sanierungsplan sieht spürbare Einschnitte bei Personal und Gerätschaften vor. Dazu beantragte Volotea eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Mindestens 50, möglicherweise aber noch mehr, Jobs sollen gestrichen werden. Im Zuge dessen ist Medienberichten zu entnehmen, dass circa 50 Arbeitsplätze entfallen und der Maschinenpark, welcher überwiegend aus den Typen Airbus A319 und A320 besteht, von 44 auf schätzungsweise 30 bis 35 Einheiten verringert werden soll. Außerdem will man die Flotte von derzeit über 40 Flugzeugen auf rund 30 Maschinen schrumpfen. Zur Bewältigung der Krise umfasst das Konzept gemäß den Berichten eine Kapitalspritze, eine Verkleinerung des Fuhrparks sowie Personalabbau am Hauptsitz in der katalanischen Metropole Barcelona. Das Unternehmen versicherte jedoch, dass der Flugbetrieb normal weiterlaufen werde.

„Wir fliegen weiterhin wie gewohnt, bieten neue Strecken an, verkaufen Tickets und planen unseren zukünftigen Flugplan“

Carlos Muñoz, Geschäftsführer, via T-Online

Zur Bewahrung der Perspektive des Betriebs samt seiner circa 2.300 Beschäftigten sei dieser Umbau unumgänglich, machte er deutlich.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

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