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Welt

VKI warnt vor zehn gefährlichen Baby- und Kinderprodukten

Zehn vermeintliche Alltagshilfen für Babys und Kleinkinder bergen erhebliche Sicherheitsrisiken wie Erstickungs– oder Strangulationsgefahr. Am 22.

Gefährliche Konstruktionen im Alltag von Babys

Wer Baby- und Kinderprodukte kauft, erwartet zu Recht, dass diese sicher sind. Oftmals weicht die Praxis jedoch davon ab: Keineswegs ist jedes im Handel erhältliche Gut per se ungefährlich, und sogar bei Artikeln, die speziell für den Nachwuchs konzipiert wurden, treten immer wieder Defizite auf. Der VKI hat gemeinsam mit Expert:innen der ANEC – einer 1995 gegründeten Organisation, die in den europäischen Normungsgremien die Interessen der Konsument:innen vertritt – zehn Produktgruppen mit besonderen Sicherheitsrisiken identifiziert. Die Gefahren reichen von Stürzen und Verletzungen bis hin zu Erstickung, Strangulation oder Ertrinken.

Bei Artikeln, deren Konstruktion bauartbedingt ein hohes Risiko mit sich bringt, raten die Verbände zu einem generellen Verzicht.

VKI warnt vor zehn gefährlichen Baby- und Kinderprodukten
Foto: Heute

Risiken beim Füttern und im Wasser

Da Milch auch dann weiterfließen kann, wenn das Baby nicht schluckt, besteht Erstickungsgefahr. Wenn Milch statt in den Magen in die Lunge gelangt, kann dies zudem eine schwere Lungenentzündung auslösen. Modelle, die um den Hals gelegt werden, bergen zusätzlich ein Strangulationsrisiko. In Kanada, Australien und Irland sind diese Produkte verboten. Der VKI rät stattdessen: „Halten Sie das Baby während des Fütterns immer in Ihren Armen, halten Sie die Flasche immer selbst, stützen Sie die Flasche niemals mit einem Kissen oder einer Stütze ab und lassen Sie ein Baby niemals allein, während es trinkt.

Auch Badesitze und Nackenschwimmringe stehen in der Kritik. Nackenschwimmringe sollen Babys im Wasser aufrecht halten, bergen jedoch die Gefahr des Ertrinkens oder Erstickens und können den empfindlichen Nacken belasten oder verletzen.

VKI warnt vor Beißketten, Schlafpositionierern und acht weiteren Babyprodukten
Foto: https://nachrichten.jetzt/

ANEC ist die European Association for the Coordination of Consumer Representation in Standardisation.

Schlafhilfen und Zubehör als Gefahrenquellen

Im Schlafbereich warnen die Experten vor Schlafpositionierern, gewichteten Schlafsäcken und Pucksäcken. Verrutschen Schlafpositionierer oder dreht sich das Baby, können sie die Atmung behindern und Erstickungsgefahr verursachen. Gewichtete Schlafsäcke können mit ihrem zusätzlichen Gewicht Atmung und Herzfunktion beeinträchtigen; verrutscht das Material über Mund oder Nase, droht Ersticken. Pucksäcke schränken die Armbewegungen ein, was bei einer Bauchlage die Rückdrehung verhindern kann.

Bei sensorischen Schaukeln, die aus weichen Stoffen bestehen und meist nur an einem einzigen Punkt befestigt sind, besteht die Gefahr, dass sich der Kopf oder Hals des Kindes beim Schaukeln oder Drehen im Material verheddert, was unter Umständen tödlich enden kann. Ebenfalls kritisch bewertet der VKI Beißketten aus Bernstein, Holz, Marmor oder Silikon, da diese bei einem Riss das Verschlucken einzelner Perlen ermöglichen. Haarbänder mit Schleifen können verrutschen und Mund oder Nase bedecken, zudem können sich Mascherln oder Perlen lösen und verschluckt werden.

Produktgruppe Mögliches Sicherheitsrisiko Internationale Maßnahmen
Selbstfütterungskissen Erstickung, Strangulation Verboten in Kanada, Australien, Irland
Lauflernhilfen Stürze, motorische Beeinträchtigung Verboten in Kanada
Sensorische Schaukeln Einfangen von Kopf oder Hals –

Lauflernhilfen und die Bedeutung der Aufsicht

Zudem können sie die natürliche motorische Entwicklung beeinträchtigen. In Kanada sind Lauflernhilfen verboten. Weiterführende Informationen und aktuelle Produktrückrufe stellt der VKI unter www.vki.at/babyprodukte-2026 sowie www.vki.at/produktrueckrufe zur Verfügung.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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