Wien steht vom 22. Oktober bis zum 3. November 2026 ganz im Zeichen des internationalen und heimischen Films. Die diesjährige 64. Viennale bringt 261 Filme aus 71 Ländern nach Wien, die in fünf Kinos mit sechs Sälen gezeigt werden. Einschließlich aller Wiederholungen umfasst das Programm 581 Stunden Kino. Der Kartenvorverkauf für das Festival startete am 17. Oktober 2026 um 10:00 Uhr.
Johann Lurfs 70mm-Eröffnung am Stausee Ottenstein
Erstmals in der Geschichte des Festivals rahmen zwei österreichische Produktionen das Programm ein. Den Auftakt macht am Donnerstagabend der Experimentalfilmer Johann Lurf mit seinem 21-minütigen Kurzfilm „Forever…Forever. Das Werk entstand über einen Zeitraum von 22 Monaten im Waldviertel am Stausee Ottenstein, der zwischen 1954 und 1957 angelegt wurde.
Für die Aufnahmen nutzte Lurf eine speziell angefertigte, fixierte Kamera, die Tag und Nacht in Betrieb war. Projiziert wird das Werk im Gartenbaukino im analogen 70mm-Format.
Darüber hinaus haben sich namhafte Regisseure aus aller Welt mit ihren neuesten Projekten angekündigt: So präsentiert Ira Sachs The Man I Love, der rumänische Filmemacher Radu Jude zeigt Le Journal d’une femme de chambre, während der deutsche Regie-Veteran Volker Schlöndorff mit Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte und seiner Hauptdarstellerin Martina Gedeck vertreten ist.
In mittellangen Einstellungen dokumentiert der österreichische Filmemacher Lukas Marxt die Großbrände bei Los Angeles im Jänner 2025.

Tom Neuwirth aka Conchita Wurst ist ein Highlight in „Die Blutgräfin. Für die Viennale-Partys gibt es eine ganze Zentrale: Das Funkhaus wird das Meet-&-Dance-Quartier, FM4 präsentiert die Viennale Festivalzentrale mit Konzerten, DJs und Partys.
Gegen den Willen ihres Vaters schließen Hanzi und Mila sich 1942 in Südkärnten den Partisanen an.
Im Oktober ab 22.00 Uhr zeigen ORF 2 und ORF ON ein zweiteiliges „Viennale Spezial“ (22.00 und 23.35 Uhr) sowie die ORF-Premieren von drei, ebenfalls ORF-kofinanzierten Kinofilmen – der Doku „Noch lange keine Lipizzaner“ (22.05 Uhr) sowie den Spielfilmen „Gina“ (23.50 Uhr) und „The Witness“ (2.20 Uhr).””””
Zu den großen Österreichpremieren des Festivals zählen Sandra Wollners in Cannes gefeierte Trauergeschichte Everytime, Sebastian Brameshubers bei der Berlinale uraufgeführtes Roadmovie London, Manuel Wetschers in Venedig präsentiertes Spielfilmdebüt Eklipse sowie Katharina Rabls Erinnerungen eines Waldes.
Ebenfalls nicht im Programm fehlen dürfen der in Cannes ausgezeichnete Film Fjord des rumänischen Regisseurs Christian Mungiu sowie der Venedig-Erfolg Wild Horse Nine aus der Feder von Martin McDonagh.
Internationale Arthouse-Highlights und prominente Gäste in Wien
Neben dem lokalen Schaffen präsentiert das Festival zahlreiche internationale Höhepunkte des aktuellen Kinojahres. Die diesjährigen Retrospektiven widmen sich unter anderem dem US-Regisseur Robert Aldrich sowie dem österreichischen Kino der 1990er Jahre.

In Kooperation mit dem Filmarchiv Austria beleuchtet die Reihe „Alles bunt und wunderbar?
Kultfilme wie „Ternitz Tennessee“..”
Als Festivalzentrale dient in diesem Jahr das Funkhaus, wo neben Konzerten und Gesprächen auch fünf Partyabende stattfinden. Den Schlusspunkt der Viennale setzt am 3. November 2026 die Vorführung des Films „The Loneliest Man in Town von Tizza Covi und Rainer Frimmel im Beisein der Wiener Blues-Legende Al Cook.
Verwandte Artikel