Der VfB Stuttgart hat am Sonntag ein Statement gesetzt, das weit über die drei Punkte hinausgeht. Mit einem souveränen 4:0-Sieg gegen den Hamburger SV haben die Schwaben nicht nur den Abstiegskandidaten aus dem Norden vorgeführt, sondern vor allem ihre eigene Ambition für die Saison 2025/26 untermauert. Wer nach der herben 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund an einem Knick im Selbstvertrauen der Hoeneß-Elf zweifelte, wurde in der MHP Arena eines Besseren belehrt. Es war eine Machtdemonstration, die den HSV schlichtweg überrollte.
Eine Antwort auf das Dortmund-Debakel
Sebastian Hoeneß hatte nach dem Spiel ein Lächeln auf den Lippen, das fast schon an Arroganz grenzte – doch es war die berechtigte Freude eines Trainers, dessen Plan perfekt aufging. Stuttgart agierte von der ersten Minute an druckvoll und ließ dem HSV kaum Raum zum Atmen. Angelo Stiller eröffnete bereits in der 21. Minute den Torregen, und Chris Führich erhöhte in der 32. Minute auf 2:0. Dass das Spiel trotz des deutlichen Ergebnisses für die Stuttgarter fast zu „leicht“ wirkte, zeigt die Analyse von Hoeneß: Er gab zu, dass das Team intern sogar das Gefühl hatte, noch mehr Tore erzielen zu können.
Väterliche Ratschläge und Millimeter-Entscheidungen
Besonders menschlich wurde es in den Interviews nach dem Abpfiff. Maximilian Mittelstädt, der in der 56. Minute den dritten Treffer beisteuerte, verriet ein amüsantes Detail: Sein Vater habe ihm am Morgen noch geraten, öfter einmal „draufzuhalten und abzuziehen“. Dieser simple Rat schien genau das fehlende Puzzleteil zu sein, um die Defensive des HSV endgültig zu knacken. Während Mittelstädt triumphierte, blieb ein bitterer Beigeschmack für Ermedin Demirovic. Sein Tor wurde aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht anerkannt. Demirovic bedauerte dies sichtlich, da die Kombination zum Treffer eine seiner schönsten des Tages gewesen wäre.
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Der HSV im freien Fall
Auf der anderen Seite steht ein Hamburger SV, der sichtlich mit der eigenen Machtlosigkeit kämpft. Trainer Merlin Polzin fand nach dem Spiel kaum beschönigende Worte. Er räumte ein, dass der Gegner schlichtweg besser war. Die Rothosen scheiterten vor allem an der Unfähigkeit, Ballgewinne in gefährliche Situationen zu verwandeln. Für einen Verein, der nach dem letzten Spieltag gegen Augsburg noch auf wichtige Punkte im Abstiegskampf hoffte, ist diese Niederlage ein herber Schlag. Polzin muss nun schnell den Blick nach vorne richten, denn die Zeit für Experimente ist in der aktuellen Tabellensituation vorbei.
Nächster Halt: Allianz Arena
Bilal El Khannouss rundete den Sieg in der 86. Minute ab und setzte den Schlusspunkt unter einen dominanten Auftritt. Der VfB hat nun eine komplette Trainingswoche Zeit, um die Mannschaft auf die größte Herausforderung der letzten Wochen vorzubereiten. Am Sonntag, den 19. April 2026, reist die Mannschaft aus Cannstatt zum FC Bayern München. Nach der heutigen Leistung ist die Vorfreude in Stuttgart groß. Man weiß, dass man in der Form fähig ist, auch in der Allianz Arena für eine Überraschung zu sorgen.
Wie ist die aktuelle Tabellensituation nach diesem Spiel?
Der VfB Stuttgart belegt mit 56 Punkten den dritten Tabellenplatz. Der Hamburger SV liegt mit 31 Punkten auf dem 13. Rang und befindet sich mitten im Kampf gegen den Abstieg.
Wer hat die Tore für Stuttgart erzielt?
Die Treffer erzielten Angelo Stiller (21′), Chris Führich (32′), Maximilian Mittelstädt (56′) und Bilal El Khannouss (86′).
Welche Bedeutung hat dieser Sieg für den weiteren Verlauf der Saison?
Der Sieg dient als psychologische Wiedergutmachung nach der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund und gibt dem VfB Stuttgart massives Selbstvertrauen für das anstehende Top-Spiel gegen den FC Bayern München am 19. April.