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US-Teamchef Pochettino: „Wenn wir die WM gewinnen möchten…

Die USA sicherten sich am Freitag mit einem 2:0-Sieg gegen Australien in Seattle vorzeitig den Einzug in das Sechzehntelfinale der Fußball-WM 2026. Trotz des Ausfalls von Starspieler Christian Pulisic dominierten die Amerikaner unter Trainer Mauricio Pochettino die Partie, wobei ein Eigentor und ein Treffer von Alex Freeman den Erfolg besiegelten.

Vor 66.925 Zuschauern im Lumen Field, der Heimat der Seattle Seahawks, setzten die USA ihre starke Turniervorbereitung fort. Laut sport.ORF.at agierten die Gastgeber mit einer Intensität, die Australien förmlich an die Wand spielte. Die statistische Überlegenheit war deutlich: Bereits nach 30 Minuten lag der Ballbesitz bei 66:34 Prozent für die USA, bis zur Halbzeit stieg dieser Wert sogar auf 71:29 Prozent. Der Führungstreffer fiel bereits in der 11. Minute. Folarin Balogun, der bereits zwei Tore im Spiel gegen Paraguay erzielt hatte, setzte einen Stanglpass, den Cameron Burgess unglücklich ins eigene Tor beförderte. Damit schrieben die USA Geschichte: Wie laola1.at berichtet, ist die USA das erste Team in der WM-Historie, das in zwei aufeinanderfolgenden Spielen von einem Eigentor profitierte. Kurz vor der Pause erhöhte Alex Freeman in der 43. Minute per Kopf nach einem abgefälschten Schuss von Sergino Dest. Der Treffer wurde nach einer VAR-Intervention vom Schiedsrichter Felix Zwayer bestätigt.

Pochettinos Kaderstrategie ohne Christian Pulisic

Pochettinos Kaderstrategie ohne Christian Pulisic
Photo: Ligaportal
Die größte personelle Herausforderung für Mauricio Pochettino war der Ausfall von Christian Pulisic. Der Milan-Angreifer litt an Wadenproblemen, nachdem er bereits im Auftaktspiel gegen Paraguay (4:1) vorzeitig ausgewechselt werden musste. In der Startelf rückte Ricardo Pepi von PSV Eindhoven an seine Stelle. „Es war wieder ein fantastisches Spiel. Wir haben gegen einen harten Gegner dominiert. Er konnte nicht spielen, wir haben es als Team aufgefangen. Wenn wir das Turnier gewinnen möchten, dann brauchen wir alle Spieler“ Mauricio Pochettino, US-Teamchef Diese Aussage unterstreicht den Ambitionswechsel der USA. Es geht nicht mehr nur um eine Teilnahme an der K.o.-Phase, sondern um einen ernsthaften Angriff auf den Titel. Dass das Team auch ohne seinen wichtigsten Star souverän auftrat, nimmt den Druck von Pulisics Rückkehr und gibt Pochettino mehr taktische Flexibilität für die kommenden Partien.

Australiens taktisches Risiko und die Kritik von Jürgen Klopp

Australiens taktisches Risiko und die Kritik von Jürgen Klopp
Photo: Der Standard
Während die USA stabil wirkten, sorgte die Aufstellung der „Socceroos“ für Irritationen. Trainer Tony Popovic verzichtete überraschend auf seine Torschützen aus dem ersten Spiel, Nestory Irankunda und Connor Metcalfe. Stattdessen setzte er auf Mathew Leckie und Nishan Velupillay. Diese Entscheidung wurde von TV-Experten kritisch hinterfragt. Laut einem Bericht von Sport Bild zeigten sich Thomas Müller und Jürgen Klopp verwirrt über den Austausch der effektivsten Offensivkräfte. Klopp analysierte, dass Popovic möglicherweise auf die Intensität des Spiels reagieren wollte, indem er Irankunda als „Joker“ für den entscheidenden Impuls aufsparte. Das Ergebnis sprach jedoch eine andere Sprache. Australien fand kaum offensive Lösungen, abgesehen von einem Außenristschuss von Mathew Leckie in der 12. Minute. Klopp fasste die australische Leistung scharf zusammen: „Australien findet gar nicht statt.“ Jürgen Klopp, TV-Experte Die Socceroos haben nun drei Punkte auf dem Konto und müssen im letzten Gruppenspiel in San Francisco gegen Paraguay überzeugen, um ihre Chancen auf das Weiterkommen zu wahren.

Lob von Nagelsmann und Klinsmann zur US-Dynamik

Lob von Nagelsmann und Klinsmann zur US-Dynamik
Photo: sport.ORF.at
Die Entwicklung des US-Teams löste auch bei ehemaligen und aktuellen Trainern des DFB Begeisterung aus. Julian Nagelsmann lobte die Amerikaner in Toronto für ihren emotionalen Ansatz. „Die USA haben es bisher sehr gut gemacht, spielen einen sehr emotionalen Fußball mit viel Power“ Julian Nagelsmann, Bundestrainer Auch Jürgen Klinsmann, der die USA zwischen 2011 und 2016 trainierte und 2014 das Achtelfinale erreichte, zeigte sich beeindruckt. Wie Ligaportal berichtet, bezeichnete Klinsmann den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase als „Big Deal“. Klinsmann betonte, dass die Leistung gegen Australien dem Team viel Selbstvertrauen geben sollte. Für Pochettino ergibt sich daraus ein strategischer Vorteil: Im dritten Gruppenspiel gegen die Türkei am Donnerstag, den 26. Juni in Los Angeles, kann er nun experimentieren und neue Spielzüge testen, ohne das Weiterkommen zu gefährden. Die aktuelle Situation der Gruppe D stellt sich wie folgt dar:
Team Punkte Status Nächstes Spiel
USA 6 Qualifiziert vs. Türkei (Los Angeles)
Australien 3 Offen vs. Paraguay (San Francisco)
Die USA stehen nun vor der Herausforderung, den Gruppensieg zu sichern. Mit der Unterstützung des heimischen Publikums und einer taktischen Dominanz, die selbst erfahrene Analysten wie Klopp und Nagelsmann überzeugt, positioniert sich das Team von Mauricio Pochettino als einer der gefährlichsten Herausforderder des Turniers. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Integration von Ricardo Pepi und die mögliche Rückkehr von Pulisic die Offensive noch gefährlicher machen können.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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