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US-Militär erwägt potenziellen Einsatz der MOAB gegen Iran

Das US-Militär hat neue Angriffsplanungen für den Iran ausgearbeitet, die den potenziellen Einsatz der massiven GBU-43/B-Bombe gegen Energieinfrastruktur und Nuklearanlagen beinhalten. Dies berichtete CNN am 15. Oktober 2026 unter Berufung auf eingeweihte US-Militärkreise, während Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vor den Zwischenwahlen am 3. November von neuen Schlägen absehen will.

Die Planungen sehen den Einsatz der GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast vor, die im US-Arsenal als größte konventionelle und nicht-nukleare Waffe gilt. Wie mehrere US-Offizielle gegenüber CNN bestätigten, umfasst die Ausarbeitung mögliche Schläge gegen strategische Ziele im Iran, sofern der Präsident den Befehl zur Wiederaufnahme von Kampfhandlungen gibt.

🇮🇷 💥 🇺🇸 US considers using “Mother of All Bombs” against Iran: CNN

Technische Zweifel an der Wirkung gegen unterirdische Nuklearanlagen

Obwohl das wuchtige Luft-Boden-System über eine enorme Sprengkraft verfügt, äusserten Militärexperten und Planer intern erhebliche Zweifel an dessen Nutzen gegen stark geschützte Ziele. Die Munition wiegt rund 21.600 Pfund und explodiert knapp über dem Boden, um eine gewaltige Druckwelle über eine große Fläche zu erzeugen. Eine mit den Planungen vertraute Quelle betonte, dass die Waffe keineswegs als Tiefenpenetrationssprengkopf konzipiert wurde.

Insbesondere bei den mutmasslichen Nuklearanlagen im Gebiet von Pickaxe Mountain, wo Washington und Israel Komponenten des iranischen Atomprogramms vermuten, könnte die Waffe an ihre Grenzen stoßen. Ein US-Offizieller erklärte dem Sender, dass die unter Granitschichten geschützten Anlagen für die MOAB kaum erreichbar sind, da sie für oberflächliche Grossflächige Ziele konstruiert wurde.

US-Militär erwägt potenziellen Einsatz der MOAB gegen Iran
Foto: The Times of India

Politischer Druck und die Suche nach einem Ausweg vor den Midterms

Die Überlegungen zur militärischen Eskalation fallen in eine Phase starken innenpolitischen Drucks. US-Präsident Donald Trump erklärte in der Vorwoche, dass er vor den Kongress-Zwischenwahlen am 3. November keine neuen Angriffe anordnen werde. Gleichzeitig stehen das Weisse Haus und das Verteidigungsministerium unter Zugzwang, da die Energiepreise belasten.

Ein ungenannter Regierungssprecher des Weißen Hauses erklärte, Präsident Trump halte alle Optionen auf dem Tisch, um sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe besitzen könne.

US Considers “Mother of All Bombs” Against Iran!

Im Verteidigungsministerium wird nach Wegen gesucht, dem Präsidenten einen symbolischen Erfolg zu verschaffen, der einen geordneten Rückzug aus der Region ermöglicht. Eine mit den Planungen vertraute Quelle berichtete dem Sender, dass einige militärische Optionen intern diskutiert wurden, um dem Präsidenten einen Ausweg aus dem Krieg zu bieten, selbst wenn die Schläge die strategischen Ziele nicht vollständig erreichen.

Reaktionen aus Teheran und militärische Lage an der Strasse von Hormus

Im Iran reagierte die Führung auf die anhaltenden Spannungen mit einer Kombination aus militärischer Abschreckung und Bedingungen für Verhandlungen. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung, dass Teheran seine militärischen und defensiven Fähigkeiten beibehalten müsse, um die USA zu Konzessionen zu zwingen. Laut Berichten der Nachrichtenagentur IRNA betonte Ghalibaf, dass die USA für ihr Vorkommen zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

IRAN WAR ALERT | US Draws Up ‘Mother Of All Bombs’ Strike Plans | Iran| Tehran |Trump | IRGC

Die potenziellen Angriffsoptionen werden von Beraterkreisen im Weißen Haus und im Pentagon weiterhin geprüft, wobei unklar bleibt, ob die Befehle für eine Freigabe der MOAB-Bombe vor oder nach dem Wahltermin am 3. November erfolgen werden. Das US-Verteidigungsministerium erklärte hierzu, dass man Pläne für zahlreiche operative Szenarien bereithält, um den Anweisungen des Präsidenten und des Verteidigungsministers jederzeit nachzukommen. Berichten zufolge wurden neben den Nuklearanlagen bei Natanz auch weitläufige Industrieanlagen des iranischen Energiesektors in die Zielkataloge aufgenommen.

Kritiker des Vorhabens verweisen auf den Präzedenzfall aus dem April 2017, als die GBU-43/B erstmals in einem Kampfeinsatz gegen ein Tunnelsystem des IS in der Provinz Nangarhar in Afghanistan verwendet wurde. Damals führte die US-Luftwaffe den Schlag aus, während der damalige Kommandeur der US-Streitkräfte in Afghanistan, General John Nicholson, den Einsatz autorisierte. Trump lobte den Angriff damals als sehr erfolgreiche Mission, obwohl US-Militärbeobachter auch damals Fragen hinsichtlich der Notwendigkeit des massiven Sprengkörpers für dieses Ziel aufwarfen.

US-Militär erwägt potenziellen Einsatz der MOAB gegen Iran
Foto: CNBC

Einige Analysten und Militärbeobachter geben zu bedenken, dass die Auswirkungen des Einsatzes im Iran weitaus komplexer sein könnten als in Afghanistan, insbesondere wegen der massiven unterirdischen Befestigungen und der geologischen Gegebenheiten. Das von den Streitkräften entworfene Paket verdeutlicht jedoch den anhaltenden Druck auf Teheran, wesentliche Zugeständnisse bei seinem Atomprogramm zu machen und die Seewege in der Region wieder freizugeben.

Trump erwägt Abwurf der „Mutter aller Bomben“ | krone.tv NEWS
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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