Höhere Hypothekenzinsen veranlassen US-Kaufinteressenten dazu, Immobilienverträge in hohem Ausmaß zu stornieren. Laut Redfin-Daten fiel ein beispielloser Anteil von fast 15 Prozent der Hausverkäufe durch, während besonders gefragte Käufermärkte in Florida und Nevada noch deutlich höhere Raten verzeichnen.
Steigende Zinsen für Baudarlehen zwingen potenzielle Eigenheimbesitzer bundesweit zum Umdenken. Im September machten laut Angaben von Redfin insgesamt 14,5 Prozent der Hauskäufe einen Rückzieher von ihren Verträgen, wie die von Yahoo Finance veröffentlichten Daten zeigen.
Diese Quote markiert den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen, wenn man von den ersten Monaten der COVID-19-Pandemie absieht. Experten weisen darauf hin, dass Verträge aus ganz unterschiedlichen Gründen platzen können. Dazu zählen unerwartete Ergebnisse bei Gebäudeuntersuchungen, Probleme bei der Finanzierung oder schlichtweg ein Sinneswandel aufseiten des Käufers.
Käufermärkte in Florida und Las Vegas verzeichnen die höchsten Stornierungsquoten
Wenn Interessenten mehr Handlungsspielraum und Auswahlmöglichkeiten haben – wie es derzeit in weiten Teilen des Landes der Fall ist – scheitern schwebende Verkäufe deutlich öfter. Dies spiegelt sich besonders in ausgewählten Metropolregionen wider, die als klassische Käufermärkte gelten.
In Städten wie Jacksonville und Tampa in Florida sowie in Las Vegas näherten sich die Stornierungsquoten der Marke von 20 Prozent an. Damit liegen diese Regionen weit über dem nationalen Durchschnitt und verzeichnen höhere Abbruchraten als jeder andere Teil des Landes.
Starke Verkäufermärkte wie San Francisco bleiben Stabil
Ganz anders stellt sich die Situation in Regionen dar, in denen Verkäufer das Ruder in der Hand behalten. In ausgeprägten Verkäufermärkten wie San Francisco fallen abgebrochene Verträge kaum ins Gewicht. Dort scheiterten im Berichtszeitraum lediglich 2,8 Prozent aller laufenden Immobiliengeschäfte.
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