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Welt

US-Finanzminister Bessent bezweifelt Rückflug von Irans Präsident Peseschkian

Der iranische Präsident Massud Peseschkian war am Dienstag mit einer Regierungsmaschine vom Typ Airbus in New York gelandet, um an der UN-Vollversammlung teilzunehmen. Ob und wann er mit seinem Flieger nach Teheran zurückkehren kann, ist nun allerdings unklar. US-Finanzminister Scott Bessent äußerte sich dazu in einem Interview mit dem Sender Fox News und sagte: „Ich weiß nicht, wie die iranischen Vertreter bei den Vereinten Nationen nach Hause kommen werden“.

Unklarheit über Rückflug von Irans Präsident Peseschkian aus New York

Bessent kündigte an, weltweit iranische Fluggesellschaften lähmen zu wollen, und drohte mit US-Sanktionen gegen alle Länder, die Flugzeuge der Islamischen Republik landen lassen. Durch diese Äußerungen deutete der US-Finanzminister an, dass die US-Behörden sich weigern könnten, die Präsidentenmaschine zu betanken und für den Rückflug starten zu lassen. Als Standort des UN-Hauptquartiers müssten sich die USA gegenüber Repräsentanten verfeindeter Länder bei Treffen der Weltorganisation eigentlich neutral verhalten. Im Fall des Iran setzt sich die Regierung in Washington jedoch darüber hinweg und verweigerte bereits vor Beginn der Generalversammlung dem Presseteam von Peseschkian die nötigen Visa. Auch Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas durfte demnach nicht einreisen.

Wirtschaftliche Isolation und Drohungen aus Teheran

Einen ausländischen Staatschef nach einem Besuch bei den Vereinten Nationen an der Heimreise zu hindern, wäre ein bisher noch nie dagewesener Affront. Laut dem katarischen Sender Al-Dschasira beabsichtigt Peseschkian, an diesem Samstag nach Teheran zurückzukehren. Nach dem Auftritt von US-Finanzminister Bessent bei Fox News ist jedoch offen, ob dieser Flug stattfinden kann. Bis zu 90 Prozent aller iranischen Auslands-Flugverbindungen seien in den vergangenen Tagen storniert worden, erklärte der US-Minister. Die Flugverbote sind Teil eines Plans, den Iran vollständig wirtschaftlich zu isolieren. Bisher stellt sich lediglich China öffentlich gegen die neuen Sanktionen der USA, während Irans Nachbarn von der Türkei bis zu den arabischen Staaten dem Druck aus Washington nachgegeben und die meisten Flugverbindungen mit der Islamischen Republik gekappt haben.

US-Finanzminister Bessent bezweifelt Rückflug von Irans Präsident Peseschkian
Foto: DiePresse.com

Sollte Peseschkian in New York stranden, dürfte dies nach Einschätzung von Beobachtern die Kritik iranischer Hardliner an ihm verschärfen. Ali Alfoneh vom Institut der Arabischen Golf-Staaten in Washington verwies darauf, dass dem Präsidenten ein Ruf als ehrlich und unbestechlich nachgesagt wird und er zu den wenigen Führungspersönlichkeiten zählt, die öffentlich Fehler des Staates eingeräumt haben.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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