Ein privater Investor errichtet am Südpark-Parkplatz beim Klagenfurter Hauptbahnhof für 15 Millionen Euro eine neue Mobilitätsdrehscheibe. Das Projekt mit dem Projektnamen Mobility Center Klagenfurt soll voraussichtlich Ende 2028 oder Anfang 2029 fertiggestellt werden und 386 neue PKW-Stellplätze sowie umfangreiche Mobilitäts- und Dienstleistungsangebote bieten.
Millioneninvestition am Südpark-Parkplatz soll Parknot lindern
Das geplante Mobility Center Klagenfurt soll die angespannte Parksituation rund um den Hauptbahnhof grundlegend verbessern. Die Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Klagenfurt begrüßt die Initiative ausdrücklich als Erfüllung einer langjährigen Forderung. Durch den Betrieb der Koralmbahn hat die Bedeutung des Bahnhofs stark zugenommen, während gleichzeitig Parkmöglichkeiten im umliegenden Stadtteil St. Ruprecht Mangelware waren.
Die Pletzer-Gruppe investiert rund 15 Millionen Euro in das Projekt auf dem Südpark-Parkplatz. Die Fertigstellung ist für den Zeitraum zwischen Ende 2028 und Anfang 2029 geplant. Der Architekt Peter Lorenz bezeichnete das markante Bauwerk wegen seiner Form im humorvollen Ton als Zwetschkengarage
, betonte jedoch dessen architektonische Einzigartigkeit.

WK-Bezirksstellenobmann Franz Ahm betonte, dass man genau solche konkreten Lösungen brauche, um die Chancen der Koralmbahn bestmöglich zu nutzen. Wer möchte, dass mehr Menschen die Bahn nutzen, muss ihnen auch die Möglichkeit geben, bequem zum Bahnhof zu kommen und dort ihr Auto abzustellen. Das geplante Mobility Center wird als große Chance für Klagenfurt bewertet, wobei es nun darauf ankomme, dass aus den Plänen möglichst rasch Realität wird.
Wir sehen das Mobility Center Klagenfurt als Chance, Mobilitätsinfrastruktur neu zu denken und mit zusätzlichen Angeboten zu verbinden.
Josef Six, Pletzer-Gruppe
Umfangreiche Angebote vom Leihauto bis zum Hotel
Die neue Drehscheibe verbindet klassischen Parkraum mit alternativen Verkehrsmitteln. Neben den vorgesehenen PKW-Stellplätzen umfasst das Konzept Leihautos, Fahrräder, E-Scooter sowie diverse Sharing-Angebote und vom Fahrrad bis hin zum öffentlichen Verkehr alle Möglichkeiten, um unkompliziert umzusteigen. Ergänzt wird die Infrastruktur durch Gastronomie und eine Wohnfunktion in Form eines Hotels.

Für die Anbindung an den Hauptbahnhof ist unter anderem eine Route für autonomes Fahren geplant. Das Projekt soll laut den Vertretern der Pletzer-Gruppe und Architekt Lorenz nicht nur eine infrastrukturelle Maßnahme setzen, sondern einen kräftigen Impuls für die Stadt geben, da der Süden vom Bahnhof weg bislang nicht so im Bewusstsein der Menschen in der Stadt verankert war und ein Gebäude die ganze Entwicklung anstoßen kann.
Positive Resonanz und städtebauliche Aufwertung
Ronald Rabitsch erklärte im Zuge der Planungen, dass mit der Umsetzung dieses Projekts ein modernes Aushängeschild und ein neues Highlight für Klagenfurt entsteht. Das Projekt wurde zudem im Gestaltungsbeirat der Stadt positiv besprochen. Neben der privaten Investition bleibt der Stadt Klagenfurt nun noch die Bahnhofstraße, die es zu sanieren gilt.
Die Wirtschaftskammer unterstreicht in diesem Zusammenhang, dass neben unkomplizierten Zufahrten auch leistbare Parktarife und Park-&-Ride-Möglichkeiten als Voraussetzung für attraktive Bahnanbindungen entscheidend sind, um den Bahnhof und die Innenstadt stärker zusammenzudenken und den Handels-, Gastronomie- sowie Dienstleistungsbetrieben zugute zu kommen.