Die US-Regierung hat eine angeordnete Ausreise für nicht lebensnotwendige Regierungsbeschäftigte und deren Familienmitglieder aus Saudi-Arabien erlassen. Grund für diesen Schritt sind anhaltende Luftangriffe durch jemenitische Huthi-Rebellen auf zivile Infrastruktur und Flughäfen im gesamten Königreich.
Ausreiseanordnung für US-Regierungsangestellte in Saudi-Arabien
Das US-Außenministerium reagierte auf eine drastische Verschlechterung der Sicherheitslage im Nahen Osten, nachdem vom Iran unterstützte Huthi-Milizen ihre Angriffe gegen Saudi-Arabien massiv intensiviert hatten. Betroffen von der Maßnahme sind nach Angaben des Außenministeriums ausschließlich Mitarbeiter ohne Notfallaufgaben und deren Angehörige im Königreich.
Regierungssprecher Tommy Pigott wies entsprechende Berichte zurück, wonach Washington eine umfassendere Evakuierung von diplomatischem Personal in der gesamten Golfregion vorbereite. Die Anordnung beschränke sich strikt auf Saudi-Arabien, so die Ausführungen des State Department vom Mittwoch.
Tommy Pigott sagte laut Fox News: „Das US-Außenministerium hat eine angeordnete Ausreise für nicht lebensnotwendige Mitarbeiter der US-Regierung und deren Familienmitglieder ausschließlich für Saudi-Arabien erlassen.
Huthi-Angriffe auf Flughäfen und Ölfelder verschärfen die Krise
Hintergrund der diplomatischen Maßnahme sind tödliche Angriffe mit Drohnen und Raketen. Besonders verheerend traf eine jüngste Welle von Attacken wichtige Verkehrsknotenpunkte und Industrieanlagen.

Die Angriffe haben zu schweren Reiseunterbrechungen geführt und das Königreich zu drastischen Sicherheitsvorkehrungen gezwungen.
Militärische Reaktionen und internationale Unterstützung
Angesichts der Bedrohung durch kostengünstige Drohnen und Raketen stehen saudi-arabische Luftverteidigungssysteme unter enormem Druck. Außenminister Marco Rubio erklärte, dass Abfangraketen derzeit zu den am stärksten nachgefragten Produkten im Verteidigungsbereich gehören, während die USA Abwägungen zwischen eigenen militärischen Anforderungen und den Bitten alliierter Staaten treffen müssen.
Unterdessen leisten westliche Partner militärische Unterstützung. Großbritannien kündigte den Einsatz von Typhoon-Kampfflugzeugen der Royal Air Force an, um Städte und kritische Infrastrukturen im saudi-arabischen Luftraum vor anfliegenden Projektilen zu schützen. Präsident Donald Trump hält sich derweil direkte militärische Schläge gegen die Huthi-Milizen offen, leistete bislang jedoch vor allem nachrichtendienstliche Hilfe.
Sicherheitshinweise und offene Fragen im regionalen Raum
Parallel zur Evakuierungsentscheidung in Riad haben US-Vertretungen im Nahen Osten, darunter in Jordanien, Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, bereits in den Vortagen Sicherheitshinweise herausgegeben. Die US-Missionen raten Reisenden und Staatsbürgern vor Ort zu erhöhter Wachsamkeit, dem Verfolgen lokaler Medien und der Nutzung des Registrierungsprogramms STEP.

Offen bleibt indessen, wie sich die militärische Gesamtlage im Golf entwickeln wird und ob die USA auf eine Ausweitung der Angriffe aus Teheran reagieren werden. Weder die genauen Details künftiger militärischer Operationen noch die zeitlichen Abläufe möglicher weiterer diplomatischer Schritte wurden von offizieller Seite abschließend bestätigt.
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