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TUI Cruises sagt Norwegen-Reise der Mein Schiff 3 wegen Schäden ab

TUI Cruises hat die Norwegen-Reise der „Mein Schiff 3abgesagt, die vom 14. bis zum 28. November 2026 stattfinden sollte. Die Reederei begründet den Ausfall mit umfangreicheren Reparaturarbeiten an dem Schiff, das sich seit dem 1. November 2026 in der Lloyd Werft in Bremerhaven befindet.

Umfangreiche Schäden nach Kollision

Die Entscheidung folgt auf die Kollision des Kreuzfahrtschiffes mit zwei Containerschiffen am 25. Oktober 2026 beim Auslaufen aus Bremerhaven. Bei dem Zusammenstoß entstanden Schäden in Millionenhöhe, die sich laut Polizeiangaben mehrere Meter über der Wasserlinie an der Außenhaut des Schiffes sowie an der Brücke und mehreren Rettungsbooten befinden. Ein Wassereinbruch blieb jedoch aus, und es gab keine Verletzten unter den 2.428 Passagieren und 922 Besatzungsmitgliedern an Bord.

TUI Cruises teilte mit, dass die Begutachtung in der Werft ergeben habe, dass die Instandsetzung mehr Zeit in Anspruch nimmt als ursprünglich geplant. Die Sicherheit von Passagieren und Besatzung habe dabei jederzeit höchste Priorität, so die Reederei. Man wolle sicherstellen, dass alle notwendigen Arbeiten sorgfältig abgeschlossen werden, bevor das Schiff den Betrieb wieder aufnimmt. Die Reparaturen an den Rettungsmitteln und den strukturellen Schäden sind dabei zentral für die Wiederinbetriebnahme.

Kreuzfahrt-Kollision in Bremerhaven: "Mein Schiff 3"-Reise abgesagt

Erfahrungen der Passagiere

Für die Passagiere an Bord war der Vorfall ein plötzliches Ende ihres Urlaubs. Eckhard Kuchler, der gemeinsam mit seiner Frau Angelika aus Mittelhessen anreiste, beschrieb den Moment kurz vor dem Aufprall: „Dann sagte ich zu Angelika: ‚Das sieht aber jetzt sehr eng aus‘ – und da machte es rums.“ Nachdem die Reise zunächst am nächsten Tag offiziell durch den Kapitän beendet wurde, mussten die Gäste das Schiff verlassen. Eckhard Kuchler kritisierte die Kommunikation des Kapitäns als unangemessen, da er das Gefühl hatte, dieser habe den Unfall heruntergespielt.’”

Wirtschaftliche Folgen und Ermittlungen

Die Absage der Norwegen-Reise ist der zweite aufeinanderfolgende Ausfall nach der bereits gestrichenen Reise auf die Kanarischen Inseln. Analysten von mwb research schätzten den operativen Umsatzausfall für TUI Cruises auf 10 bis 12 Millionen Euro, wobei dies eine Analysteneinschätzung und keine offizielle Schadensmeldung des Unternehmens darstellt. Der Nettoeffekt auf das EBIT wird auf 3 bis 5 Millionen Euro veranschlagt.

TUI Cruises sagt Norwegen-Reise der Mein Schiff 3 wegen Schäden ab
Foto: Der Kreuzfahrttester

Parallel zu den Reparaturen laufen behördliche Untersuchungen. Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) ermittelt die Ursachen, um Empfehlungen zur Vermeidung künftiger Unfälle zu geben; ein Abschlussbericht könnte erst 2027 vorliegen. Die BSU betont, dass sie nicht über Schuld oder Haftung entscheidet, während zivilrechtliche Ansprüche von Passagieren für nutzlos aufgewendete Urlaubszeit in den Fokus rücken könnten.

Ausblick auf den weiteren Fahrplan

Nach aktuellem Stand plant TUI Cruises, den regulären Reisebetrieb am 28. November 2026 wieder aufzunehmen. Für diesen Tag ist eine viertägige Kurzreise mit dem Titel „Oslo entdecken: Entspannung im hohen Norden“ ab Bremerhaven vorgesehen. Im Anschluss ist eine Verlegung des Schiffes nach Kiel geplant, von wo aus bis Ende 2026 weitere Fahrten vorgesehen sind. Die Reederei hat angekündigt, Gäste und Vertriebspartner so früh wie möglich zu informieren, sollte sich an diesem Zeitplan aufgrund der Werftarbeiten etwas ändern.”

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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