Das Restaurant Asador Etxebarri im spanischen Atxondo wurde am 4. November 2026 bei der Zeremonie im Teatro Municipal in Lima, Peru, zum besten Restaurant der Welt gekürt. Die Auszeichnung im Rahmen der „The 50 Best Restaurants-Awards markiert einen Wechsel an der Spitze, nachdem der Vorjahressieger Maido in die Hall of Fame aufgenommen wurde.
, berichtet The Straits Times
Handwerk und Feuer im baskischen Stil
In einer auf Spanisch gehaltenen Rede nannte er als Inspiration „unsere Mütter und Großmütter“, die als versierte Köchinnen tätig waren, und bezeichnete den Preis als „eine echte Ehre“. Das Restaurant ist für seine Technik bekannt, bei der einfache, hochwertige Zutaten über Holzfeuer zubereitet werden. Laut Rikki Tidball, Managing Director of Events bei The 50, hat das Team mit seiner Hingabe, einfache und erstklassige Produkte in anspruchsvolle Gerichte zu verwandeln, die kulinarische Welt für sich gewonnen.””
Die Rangliste der Spitzenplätze
Die Platzierungen basieren auf den Stimmen der „50 Best Restaurants Academy, die sich aus über 1.100 Branchenexperten aus 28 Regionen zusammensetzt. Die Jury umfasst Köche und Gastronomieexperten. Die Ergebnisse werden zudem unabhängig durch Deloitte geprüft.
Die Top 5 des Jahres 2026 spiegeln eine globale Verteilung wider:

- 1. Asador Etxebarri, Atxondo, Spanien
- 2. Gaggan, Bangkok, Thailand
- 3. Alchemist, Kopenhagen, Dänemark
- 4. Quintonil, Mexiko-Stadt, Mexiko
- 5. Wing, Hongkong, China
Das Alchemist in Kopenhagen wurde für seine „außergewöhnliche Handwerkskunst“ gelobt, wobei Gäste dazu aufgefordert werden, sich auf „ein Mahl wie an keinem anderen Ort“ einzustellen. Das Restaurant Wing in Hongkong wurde für seine Auseinandersetzung mit der chinesischen Kulinarik gewürdigt, die dem Gast „die unerzählten Geschichten der chinesischen Kochgeschichtenäherbringt. Quintonil in Mexiko-Stadt wurde darüber hinaus als bestes Restaurant in Lateinamerika ausgezeichnet.
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Regionale Erfolge und Auszeichnungen
Das New Yorker Restaurant Atomix sicherte sich den elften Platz, und Chefkoch Junghyun „JP“ Park erhielt den „Estrella Damm Chefs‘ Choice Award“. In Singapur behauptete sich Odette als einziges Restaurant des Landes in den Top 50 und verbesserte sich auf den 15. Platz. Julien Royer, der Chefkoch von Odette, betonte nach der Bekanntgabe: „Es geht darum, sich um Menschen zu kümmern und sie hoffentlich ein wenig glücklicher zurückzulassen, als sie angekommen sind.””
Das baskische Spitzen-Lokal Asador Etxebarri holt sich den diesjährigen Titel als bestes Restaurant der Welt. Mit dem Schloss Schauenstein von Sternekoch Andreas Caminada ist auch die Schweiz in den Top 50 vertreten – dank eines Vorstosses im Ranking…. https://t.co/QuHC9PsBmH pic.twitter.com/Y6gLz6K7I5
Weitere Auszeichnungen würdigten die Vielfalt der Branche: Dej Kewkacha wurde als „Best Pastry Chef“ geehrt, während der legendäre Ferran Adrià den „SevenRooms Icon Award“ für seine Beiträge zur kulinarischen Forschung durch die El Bulli Foundation erhielt. Doris Lam wurde zudem als Gewinnerin des „The 50 Best Restaurants Scholarshipausgezeichnet.
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Struktur und Expansion der Organisation
Die Organisation wurde 2002 ins Leben gerufen und im September 2026 unter dem Dachnamen „The 50“ neu ausgerichtet. Die Plattform hat ihre Reichweite über die Jahre ausgebaut und umfasst heute zahlreiche regionale Listen, darunter „Latin America’s 50 Best“, „Asia’s 50 Best“ sowie separate Rankings für Bars, Hotels und Weingüter. Die „Best of the Best-Hall-of-Fame wurde 2019 eingeführt, um ehemaligen Siegern wie Maido oder Noma – das sich durch Schließung und Wiedereröffnung erneut qualifizierte – einen Platz außerhalb des aktiven Wettbewerbs zu geben.
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Kritik und industry-weite Debatten
Trotz des hohen Stellenwerts der Auszeichnungen, die von vielen als „Academy Awards der Gastronomie“ bezeichnet werden, gab es im Vorfeld der Veranstaltung in Lima kritische Stimmen. Die Köchin Ana Ros aus Slowenien gab bekannt, nicht an der Zeremonie teilzunehmen. Kommentatoren wie Tom Colicchio unterstützten ihre Aussage, dass der Erfolg innerhalb des Rankings zunehmend von der Sichtbarkeit innerhalb des Systems selbst abhänge. Andere Köche wie Dominique Crenn hatten bereits zuvor Bedenken hinsichtlich der Auswahl bestimmter Austragungsorte geäußert.”
Dennoch bleibt die Liste für viele Akteure ein wichtiges Marktsignal. Die Preisträger der Spitzenplätze werden künftig in das „Best of the Best-Programm überführt und sind somit für zukünftige Wettbewerbe nicht mehr teilnahmeberechtigt.
An mein Team, ich könnte nicht stolzer auf euch sein. Diese Anerkennung gehört euch allen.
Julien Royer, Chefkoch von Odette
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