US-Präsident Donald Trump hat nach einem Treffen mit dem russischen Sondergesandten Kirill Dmitriev im Weißen Haus eine baldige Einigung im Ukraine-Krieg in Aussicht gestellt und erklärt, diese könnte ganz Europa einbeziehen.
Monatlich zwischen 25 000 Menschen sterben durch den Konflikt, wie US-Präsident Donald Trump unter Berufung auf drastische menschliche Verluste bezifferte, nachdem er im Oval Office zu einer privaten Unterredung mit dem Kreml-Gesandten Kirill Dmitriev zusammengekommen war. Wie der Sender RTE berichtete, äußerte sich der US-Präsident zuversichtlich über bevorstehende Vereinbarungen, lehnte es jedoch ab, konkrete Einzelheiten zu nennen.
Der US-Präsident betonte laut Angaben bei JPost, er habe sich am Donnerstag privat mit dem Gesandten getroffen, während er gleichzeitig bestätigte, dass er nicht mit der anwesenden ukrainischen Delegation zusammengekommen war. Im Anschluss an ein Treffen von First Lady Melania Trump mit hochrangigen russischen und ukrainischen Delegierten hatte die private Unterredung stattgefunden.
Gipfel im Weißen Haus und humanitäre Waffenruhe
Vom 27. Oktober bis zum 1. November lief der lokale Waffenstillstand in der besetzten ukrainischen Stadt Oleshky, der von First Lady Melania Trump vermittelt worden war und die Washingtoner Gespräche auslöste. Wie die Nachrichtenagentur Al Jazeera berichtete, ermöglichte die Vereinbarung die Evakuierung von knapp 800 Zivilisten sowie die Lieferung von dringend benötigten Nahrungsmitteln und medizinischen Gütern in das umkämpfte Gebiet in der südukrainischen Region Cherson.
An dem Empfang im Weißen Haus nahmen neben dem russischen Sondergesandten Dmitriev auch die russische Menschenrechtsbeauftragte Yana Lantratova sowie der Fraktionsvorsitzende von Präsident Volodymyr Zelenskyys Partei, Davyd Arakhamia, und der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets teil. Al Jazeera hob hervor, dass es sich um das erste Mal in der US-Geschichte handelte, dass eine First Lady Vertreter zweier kriegführender Nationen zu diplomatischen Gesprächen ins Weiße Haus einlud.
Die Teilnehmer überreichten der First Lady Geschenke; so übergab Dmitriev laut JPost eine Zeichnung von einem Mädchen aus Oleshky, während die ukrainische Delegation ihr eine ukrainische Auszeichnung für ihre Rolle in der Waffenruhe überreichte.
Jetzt müssen wir den Mut nutzen, den wir nach Oleshky gebracht haben, um durch ein gemeinsames Eintreten für das Leiden unschuldiger Menschen eine gemeinsame Basis zu finden,
Melania Trump, US-amerikanische First Lady
Während die First Lady und die ukrainischen Delegierten den humanitären Dialog würdigten, traf US-Präsident Donald Trump den russischen Unterhändler Dmitriev zu separaten Beratungen hinter verschlossenen Türen. Wie die Straits Times berichtete, hielt sich Trump zu den genauen Inhalten bedeckt, stellte jedoch weitreichende Ergebnisse in Aussicht.
Es wird eine Einigung geben, es wird eine große Einigung geben, und sie wird mehr als nur die Ukraine umfassen,
Donald Trump, US-Präsident
Sicherheitsarchitektur in Brüssel und Verhandlungen
Parallel zu den Kontakten in Washington fanden in Brüssel Konsultationen statt. US-Unterhändler Jared Kushner führte nach Angaben der Jerusalem Post Gespräche mit Vertretern der Ukraine, der NATO und europäischen Partnern über Sicherheitsgarantien für die Ukraine und eine umfassendere europäische Sicherheitsarchitektur. Dabei wurden fünf Kernziele erörtert: dauerhafte Sicherheitskonsultationen, verlässliche Krisenkommunikation, größere militärische Transparenz, gegenseitige Maßnahmen zur Risikoreduzierung sowie ein langfristiger Rahmen für die Stabilität in Europa.
Goldkurs steigt nach politischen Entwicklungen leicht
Die politischen Entwicklungen blieben an den Finanzmärkten nicht ohne Resonanz. Wie Cryptoticker unter Berufung auf Kursdaten von Binance und Yahoo Finance berichtete, stieg Gold um 0,6 Prozent, und der Euro veränderte sich gegenüber dem Dollar kaum.
Wie die Jerusalem Post weiter mitteilte, ist eine US-Delegation als Vermittler für Gespräche zwischen Russland und der Ukraine angesetzt, die vom 10. bis 11. November in Abu Dhabi stattfinden sollen.
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