Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
2026 Tony Nominees: Christopher Abbott of DEATH OF A SALESMAN
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: The Hollywood Reporter
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
2026 Tony Nominees: Christopher Abbott of DEATH OF A SALESMAN
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: The Hollywood Reporter
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
2026 Tony Nominees: Christopher Abbott of DEATH OF A SALESMAN
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: The Hollywood Reporter
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
2026 Tony Nominees: Christopher Abbott of DEATH OF A SALESMAN
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: The Hollywood Reporter
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
2026 Tony Nominees: Christopher Abbott of DEATH OF A SALESMAN
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die Produktion von „Death of a Salesman“ dominierte die Tony Awards am 8. Juni 2026 mit sechs Auszeichnungen, darunter die beste Wiederaufnahme eines Stücks. Damit wurde das Werk zum am häufigsten prämierten Revival in der Geschichte der Tonys, während John Lithgow als 80-Jähriger zum ältesten kompetitiven Schauspiel-Gewinner der Preisverleihung aufstieg.
Die historische Dominanz von „Death of a Salesman“
Photo: Los Angeles Times
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: The Hollywood Reporter
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
2026 Tony Nominees: Christopher Abbott of DEATH OF A SALESMAN
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Die diesjährige Verleihung stand im Zeichen eines Klassikers. Wie The Guardian berichtet, sicherte sich die reduzierte Inszenierung von Arthur Millers „Death of a Salesman“ insgesamt sechs Trophäen. Damit übertraf das Stück alle bisherigen Rekorde für die Wiederaufnahme eines Theaterstücks.
Die Produktion brach bewusst mit den gewohnten Klischees. Laut der Los Angeles Times verzichtete Regisseur Joe Mantello auf eine literale Darstellung des Familienheims der Lomans. Stattdessen wurde ein Lagerhaus-Raum genutzt, der es den Schauspielern ermöglichte, fließend zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu wechseln. Dieser künstlerische Ansatz wurde nicht nur durch den Preis für die beste Regie, sondern auch durch Auszeichnungen für das Sounddesign (Mikaal Sulaiman), das Lichtdesign (Jack Knowles) und das Bühnenbild (Chloe Lamford) gewürdigt.
Nathan Lane, Schauspieler, bei der Preisverleihung
Laurie Metcalf festigte ihren Ruf als eine der prägendsten Figuren des amerikanischen Theaters und gewann ihren dritten Tony für ihre Darstellung der Linda Loman.
Die kontroverse Rückkehr von Scott Rudin
Hinter dem Erfolg von „Death of a Salesman“ steht ein Name, der in der Branche für Spannungen sorgt: Produzent Scott Rudin. Für ihn markiert der Gewinn der Trophäe für die beste Wiederaufnahme eine bemerkenswerte Rückkehr. The Hollywood Reporter erinnert daran, dass Rudin sich 2021 nach zahlreichen Vorwürfen von Mobbing und missbräuchlichem Verhalten gegenüber Mitarbeitern aus dem Broadway-Geschäft zurückgezogen hatte.
Obwohl Rudin während der gesamten Zeremonie nicht erwähnt wurde und den Preis nicht persönlich entgegennahm, ist seine Rückkehr ein Signal für die Industrie. Die Spannung bleibt jedoch spürbar. Wie aus Berichten von The New Yorker hervorgeht, musste Laurie Metcalf sogar drohen, die Steppenwolf Theatre Company zu verlassen, um die Rechte für ein anderes Projekt, „Little Bear Ridge Road“, an Rudin freizugeben. Die in Chicago ansässige Compagnie hatte sich ursprünglich geweigert, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Regisseur Joe Mantello verteidigte Rudin mit dem Hinweis auf dessen Therapie und die Bitte um eine zweite Chance. Die Tatsache, dass die Produktion von „Death of a Salesman“ das Winter Garden Theatre allabendlich füllte, zeigt, dass das Publikum die persönlichen Kontroversen des Produzenten hinter den künstlerischen Erfolg stellte.
Rekorde und historische Erstsiege
Photo: Variety
Neben dem Triumph des Revivals setzten mehrere Darsteller und Autoren neue Maßstäbe. John Lithgow schrieb Geschichte als der älteste Mann, der jemals einen kompetitiven Tony für eine schauspielerische Leistung gewann. Mit 80 Jahren wurde er für seine Rolle als Roald Dahl in dem Drama „Giant“ ausgezeichnet.
John Lithgow, Schauspieler
Das Stück thematisiert einen Skandal aus dem Jahr 1983 und die antisemitischen Tendenzen des Autors. Für Lithgow war es der dritte Tony-Sieg in einer Karriere, die bereits 1973 mit seinem ersten Gewinn begann.
Ein weiterer emotionaler Höhepunkt war der Sieg von Lesley Manville für ihr Debüt am Broadway in „Oedipus“. Manville, die zuvor bereits einen Olivier-Preis gewonnen hatte, zeigte sich sichtlich bewegt. Sie erklärte auf der Bühne: „Ich bin ein wenig überwältigt, es war mein erstes Mal am Broadway, daher ist das eine große Sache“.
In der Kategorie des besten neuen Stücks setzte Bess Wohl mit „Liberation“ ein Zeichen. Das Werk, das bereits den Pulitzer-Preis für Drama erhalten hatte, machte Wohl zur erst vierten Frau überhaupt, die diesen Tony gewinnt – und zur ersten weiblichen Dramatikerin seit 2009. Sie bezeichnete den Sieg als „die Ehre meines Lebens“.
Musikalische Vielfalt: Von Schmigadoon! bis Ragtime
Während die Dramen die prestigeträchtigsten Preise holten, war die Kategorie der Musicals von einer breiten Verteilung der Auszeichnungen geprägt. Laut Variety ging der Preis für das beste Musical an „Schmigadoon!“. Die Bühnenversion der abgekündigten Apple TV+-Serie gewann zudem in den Kategorien Originalmusik, Buch und Orchestrierung.
Produzent Lorne Michaels kommentierte den Sieg mit einem Augenzwinkern: „Manchmal sind Singen, Tanzen, viele Witze und ein Happy End wirklich alles, was man braucht“.
Weitere wichtige Gewinner in der Musiksparte:
Ragtime: Gewann vier Tonys, darunter die beste Wiederaufnahme eines Musicals. Joshua Henry sicherte sich seinen ersten Tony als bester Hauptdarsteller, während Caissie Levy als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
The Lost Boys: Die Adaption des Vampirfilms aus den 80ern erhielt ebenfalls vier Preise, darunter für Shoshana Bean (beste Nebendarstellerin) und Ali Louis Bourzgui (bester Nebendarsteller).
Cats: The Jellicle Ball: Die queer-ballroom-orientierte Neuinterpretation des Klassikers gewann drei Preise, darunter die beste Regie eines Musicals.
Nicht jeder Favorit ging mit einer Trophäe nach Hause. Daniel Radcliffe, der in dem Ein-Mann-Stück „Every Brilliant Thing“ überzeugte, sowie die Neuinszenierung von „The Rocky Horror Show“ blieben leer aus.
Die Abendveranstaltung wurde von der Sängerin Pink moderiert. Sie eröffnete die Show in einer Peter-Pan-Rolle und bezeichnete sich selbst als „Broadways größter Fan“, mit dem Ziel, den „hart arbeitendsten Menschen im Showbusiness“ Tribut zu zollen.
Die Tonys 2026 spiegeln eine Branche wider, die zwischen der Verehrung ihrer Wurzeln – symbolisiert durch den Erfolg von Miller – und dem mühsamen Umgang mit ihrer eigenen toxischen Vergangenheit schwankt. Während die künstlerische Qualität in diesem Jahr ein hohes Niveau erreichte, bleibt die Frage offen, wie weit die „zweite Chance“ für Figuren wie Scott Rudin im Broadway-Ökosystem wirklich akzeptiert ist.
Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.
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