Mindestens zwölf Personen wurden am späten Samstagabend, dem 24. Oktober 2026, bei einer Schießerei in Tallahassee im US-Bundesstaat Florida verletzt. Die Tat ereignete sich nahe dem Bragg Memorial Stadium der Florida A&M University im Anschluss an ein Heimspiel. Unter den Opfern sind sechs Minderjährige, darunter ein elfjähriges Kind.
Schüsse am Rande des Heimspiels auf der Perry Street
Die Gewalt brach kurz vor 20:00 Uhr in der Nähe der Kreuzung von Perry Street und Manatee Street aus. Nur wenige Stunden zuvor hatten mehr als 20.000 Fans das Football-Stadion besucht, wo die Florida A&M Rattlers gegen die Arkansas-Pine Bluff Golden Lions angetreten waren. Die Begegnung endete mit einer 31:28-Niederlage für die Heimmannschaft.
Bei einer mutmasslichen Schiesserei nahe einem College-Stadion in Tallahassee im US-Bundesstaat Florida sind am Samstagabend elf Menschen verletzt worden, darunter sechs Minderjährige. Laut Polizei könnte eine Auseinandersetzung zwischen zwei bis drei… https://t.co/x3rcTi0ISz pic.twitter.com/fIHphaFSyI
Das Homecoming-Wochenende zählt zu den größten Veranstaltungen des Jahres an der historisch afroamerikanischen Universität mit knapp 10.000 Studierenden. Die umliegenden Straßen waren nach Spielende mit Studierenden, Alumni und Familien gefüllt.
Die Polizei von Tallahassee gab bekannt, dass sich das Verbrechen kurz nach dem Ende der Feierlichkeiten abspielte. Während die Universitätsleitung eine erste Warnung ausgab, sicherten Einsatzkräfte den Bereich um das Stadion. Die Florida State University, die sich rund eine Meile entfernt befindet, riet ihren Studierenden und Angestellten als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls dazu, in ihren Gebäuden zu bleiben.
Polizei und Universitätsleitung reagieren auf den Gewaltausbruch
Insgesamt erlitten elf Personen Schusswunden, während eine zwölfte Person bei der Flucht verletzt wurde. Unter den Verletzten befinden sich sechs Erwachsene und sechs Minderjährige. Drei Opfer wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert, darunter ein Patient in kritischem Zustand. Fünf Verletzte konnten inzwischen wieder entlassen werden, während sechs Personen am Sonntagmorgen noch medizinisch versorgt wurden.

Die Ermittler gehen von einer isolierten Auseinandersetzung zwischen zwei oder drei Personen aus. Die Abteilung für Gewaltverbrechen der Polizei übernahm die Leitung der Untersuchungen.
Polizeichef Lawrence Revell hob zudem den Einsatz seiner Beamten hervor, die in den Momenten nach den Schüssen ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt hatten, um Opfer in Sicherheit zu bringen und in Krankenhäuser zu transportieren. Die Universitätsleitung von Florida A&M forderte Studierende und Anwohner unterdessen auf, den Bereich für die andauernden Ermittlungen zu meiden, und bestätigte, dass der Campus sicher geblieben sei.
Reaktionen aus der Stadt und nationale Dimension
Bürgermeister John Dailey nannte den Vorfall auf der Plattform X einen wahrhaft schrecklichen und herzzerreißenden Tragödienfall
und versicherte der betroffenen Universitätsgemeinschaft die Unterstützung der gesamten Stadt. Die Uvalde Foundation kündigte unterdessen finanzielle Soforthilfen für betroffene Familien an und stellte Krisenseelsorger bereit.

Die Tat reiht sich in eine Entwicklung ein, bei der Schießereien bei Homecoming-Feierlichkeiten an historisch afroamerikanischen Hochschulen in den vergangenen Jahren auftraten. Tallahassee selbst verzeichnete in den vergangenen Jahren bereits mehrere schwere Gewalttaten in Campusnähe.
Bis zum Sonntagmorgen hatten die Ermittler noch keine Festnahmen gemeldet; weder ein konkreter Tatverdächtiger noch eine verwendete Tatwaffe wurden bislang öffentlich benannt. Die Behörden bitten Zeugen, sich direkt an die Polizei von Tallahassee oder an den anonymen Crimestoppers-Dienst zu wenden.
Weiterlesen