Zweihundert Arztpraxen in England erproben neuartige Bluttests zur Früherkennung von Krebserkrankungen im Bauchraum. Die von der Regierung unterstützte STRIDE-RCT-Studie unter Leitung der University of Birmingham sucht mehr als 20.000 Patientinnen und Patienten über 45 Jahren, die mit unklaren Beschwerden wie anhaltender Blähung oder Bauchschmerzen vorstellig werden.
Herausforderungen bei abdominalen Tumoren
Nach Angaben von NHS England erkranken in England jährlich rund 71.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsen-, Magen-, Leber-, Eierstock- oder Darmkrebs; fast 35.000 sterben daran.
Die Untersuchung konzentriert sich auf Krebserkrankungen, die oft erst in fortgeschrittenem Stadium entdeckt werden. Dazu gehören Prostatakrebs, Eierstock-, Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Magen- und Leberkrebs sowie weitere abdominale Tumoren.
Detecting abdomen cancer early is notoriously difficult because the symptoms can easily be mistaken for other less serious conditions but the NHS is determined to find a solution
, erklärte Professor Peter Johnson, NHS England’s director for cancer. Die Erstsymptome wie Sodbrennen, Durchfall, Verstopfung oder Bauchkrämpfe überschneiden sich häufig mit harmloseren Beschwerden.
Rund 71.000 Personen in England erhalten jährlich die Diagnose von Bauchspeicheldrüsen-, Magen-, Leber-, Eierstock- oder Darmkrebs, wobei fast 35.000 Todesfälle verzeichnet werden.

Ablauf der Studie in der Praxis
Gesundheitsministerin Yvette Cooper betonte, dass frühere Diagnosen die Heilungschancen verbessern und Leben retten können.
Im Rahmen des Vorhabens erproben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Testverfahren, die von Unternehmen bereitgestellt werden und nach Signalen im Blut suchen. Die Teilnehmenden geben bei ihrem Hausarztbesuch ein bis zwei zusätzliche Röhrchen Blut ab. Die Verfahren sollen nicht nur Hinweise auf eine Krebserkrankung liefern, sondern im Idealfall auch anzeigen, in welchem Körperbereich der Tumor sitzt.
Michelle Mitchell von Cancer Research UK hob hervor, dass Hausärztinnen und Hausärzte dringend bessere Instrumente benötigen, um die Unsicherheit bei unspezifischen Symptomen zu verringern.

Die STRIDE-RCT-Studie schließt auch Standorte in Innenstädten, Küstenregionen und ländlichen Gebieten ein. Die untersuchten Krebsarten umfassen neben Darmkrebs, Dünndarm-, Magen-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen-, Leber-, Gallengangs- und Gallenblasenkrebs auch Eierstock-, Gebärmutter-, Nieren-, Blasen- und Prostatakrebs.
Auswertung der Ergebnisse
In England bewertet die STRIDE-RCT-Studie nun, ob die Bluttests in Kombination mit der klinischen Einschätzung von Hausärzten zuverlässig genug für einen flächendeckenden Einsatz im Gesundheitssystem sind.
Betroffene sollten bei anhaltenden oder ungewöhnlichen Symptomen stets fachlichen Rat bei qualifizierten medizinischen Experten einholen. Für eine medizinische Beratung im Einzelfall sollten Patientinnen und Patienten stets qualifizierte Ärztinnen oder Ärzte konsultieren.
Unser früherer Bericht: NHS England testet Multiplex-Bluttests zur Krebsfrüherkennung
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