Veränderte Wetterbedingungen zwingen den Frühstückskonzern Kellogg’s im Vereinigten Königreich zu einer grundlegenden Rezepturänderung bei Rice Krispies und Coco Pops. Statt echter Reiskörner setzt das Unternehmen künftig auf alternative Mehlmischungen, wie am Dienstag mitgeteilt wurde.
Wetterextreme in Asien verknappen die Reisernte
Trockenheit in den Hauptanbaugebieten in Asien hat die Ernten stark beeinträchtigt und die Preise in die Höhe getrieben.
Der Hersteller greift in britischen Fabriken zu neuen Zutaten. Rice Krispies werden demnach mit Reismehl statt Reis hergestellt.
Coco Pops erhalten eine Mischung aus Reismehl und Maismehl.
Major change as Kellogg’s removes rice from Rice Krispies due to ‘changing weather conditions’ https://t.co/MBXj0v6fcw
eine gleichbleibende Qualität in einer Zeit zu gewährleisten, in der veränderte Wetterbedingungen die Qualität und Verfügbarkeit einiger für unsere Cerealien verwendeten Reis- und Getreidesorten beeinträchtigen,
Kellogg’s-Sprecher
Die modifizierten Rezepturen wurden nach Unternehmensangaben sorgfältig geprüft.
Die aktualisierten Rezepturen wurden sorgfältig hinsichtlich Geschmack, Aussehen und Textur geprüft, und wir hören weiterhin genau auf das Feedback der Verbraucher.
Kellogg’s-Sprecher
Die Überlegungen umfassten dabei auch den Umstand, dass kleinere Veränderungen bei einem traditionellen Produkt stark wahrgenommen werden.

Neue Allergiehinweise auf der Verpackung
Durch die Verwendung von Mehlmischungen enthält die Verpackung nun einen deutlichen Hinweis auf Weizengluten. Bislang waren die Produkte lediglich mit dem Warnhinweis „kann Spuren von Gluten enthaltenversehen, da sie in Fabriken mit anderen glutenhaltigen Getreidesorten verarbeitet wurden. Nun ist Weizen als reguläre Zutat deklariert, weshalb Allergiker und Menschen mit Zöliakie die Getreideflocken meiden müssen.
Weizen muss nun als Allergen auf der Verpackung angegeben und hervorgehoben werden.
Beide Getreideprodukte tragen inzwischen deutliche Kennzeichnungen.
Kellogg’s drops rice from Rice Krispies Recipe. https://t.co/mpQgYNTX8U
Künstliche Farbstoffe, Aromen oder Süßungsmittel kommen weiterhin nicht zum Einsatz. Zudem erfüllen beide Frühstückscerealien weiterhin die britischen Lebensmittelstandards bezüglich des Gehalts an Fett, Salz und Zucker.
Nordamerika bleibt von der Umstellung verschont
Die Umstellung betrifft ausschließlich den britischen Markt.
Ein Sprecher des nordamerikanischen Geschäfts von Kellogg’s teilte mit. Rice Krispies werden in den USA und in Kanada weiterhin mit echtem Reis hergestellt.
Dort sind keine Änderungen an den Rezepturen geplant.
Der Schritt im Vereinigten Königreich fällt in eine Phase, in der die Verkaufszahlen von Rice Krispies laut Branchenberichten rückläufig sind. Das Fachmagazin The Grocer wies darauf hin, dass sowohl der Absatzwert als auch das Verkaufsvolumen sinken, wie der im kommenden Monat erscheinende „Top Products Survey 2026“ zeigen wird.