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Streit um geplante Versteigerung von George-Michaels Faith-Gitarre

Ein geplanter Auktionskauf von George-Michaels ikonischer Faith-Gitarre sorgt für einen heftigen Familienstreit. Siobhan Baileys Bruder wirft dem entfremdeten Ehemann der verstorbenen Assistentin vor, mit persönlichen Erinnerungsstücken zu profitieren. Die Versteigerung der 32 Lose bei Sworders erhitzt die Gemüter, da das Erbe vor dem Zugriff der Familie landete.

Der Streit um die Faith-Gitarre und die Auktionslos

Eine geplante Auktion von Erinnerungsstücken aus dem Nachlass von George Michael treibt einen tiefen Keil in die Familie seiner langjährigen persönlichen Assistentin Siobhan Bailey. Im Zentrum des Konflikts steht jene legendäre Gitarre, die der britische Popstar in seinem Musikvideo zu dem Welterfolg Faith spielte. Das Auktionshaus Sworders führt das Instrument in seinem Katalog mit einem geschätzten Marktwert zwischen £60,000 und £120,000. Musikmagazine bezeichnen das gute Stück als eines der weltweit bekanntesten Gretsch-Synchromatic-Modelle überhaupt.

Neben dem Hauptlos umfasst die Versteigerung insgesamt 32 Positionen aus Siobhan Baileys persönlichem Nachlass. Dazu zählen ein Filofax aus der Faith-Tournee des Jahres 1988, handschriftliche Notizen sowie persönliche Gold- und Platindokumente, die Siobhan Bailey für die musikalischen Meilensteine von George Michael erhalten hatte. Während einige kleinere persönliche Gegenstände bereits deutlich über ihren ursprünglichen Schätzpreisen liegen, wehrt sich die Familie massiv gegen den Verkauf.

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Der Vorwurf der Ausschlachtung und der juristische Hintergrund

Siobhan Bailey verstarb im Jahr 2014 im Alter von 56 Jahren plötzlich und unerwartet an einer natürlichen Ursache. Da sie sich im Trennungsjahr befand und die Scheidung von Ian Belcher noch nicht rechtskräftig war, fiel ihr gesamter Nachlass mangels registrierten Testaments automatisch an ihren Ehemann als nächsten Angehörigen. Gerard Bailey, der Bruder der Verstorbenen, richtete scharfe Vorwürfe an Ian Belcher und das Auktionshaus. Er wirft Belcher vor, zwölf Jahre nach dem Tod seiner Schwester Kasse machen zu wollen.

Sie wäre entsetzt über die Aussicht, dass die Auktion in ihrem Namen stattfindet und ihre persönlichen, geliebten Besitztümer an den Meistbietenden verkauft werden.

Gerard Bailey, Siobhan Baileys Bruder, gegenüber der BBC

In einem Brief an das Auktionshaus bezeichnete Gerard Bailey die Verwendung des Namens seiner Schwester als unaufrichtig und völlig unethisch. Er räumte zwar ein, dass Ian Belcher rein formal über die rechtlichen Verfügungsrechte an den Gegenständen verfügt, doch moralisch sei dieser Verkauf verwerflich. Die Familie hatte gehofft, dass die persönlichen Gegenstände in ihrem Besitz verbleiben.

Family row over george michael items up for auction
Foto: khanlist.com

Vom Wham!-Durchbruch bis zum Solowerk: Siobhan Baileys Rolle

Siobhan Bailey begleitete die Karriere von George Michael über zwei Jahrzehnte hinweg. Sie fing im Jahr 1984 an, für den Sänger zu arbeiten – genau zu jener Zeit, als das Pop-Duo Wham! mit dem Hit Wake Me Up Before You Go-Go die Charts anführte. Sie hielt sich im Hintergrund, schützte die Privatsphäre des Künstlers vor Boulevardjournalisten und galt als eine der ganz wenigen Personen, denen George Michael uneingeschränkt vertraute. Die Gitarre selbst war einst ein persönliches Geschenk des Musikers an seine treue Vertraute, da er ihre Arbeit und ihre ehrliche Art hochschätzte.

Weder das Auktionshaus Sworders noch Ian Belcher haben sich bislang öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Derweil läuft der Versteigerungsprozess weiter, während Fans und Beobachter die Diskussion um den richtigen Umgang mit sensiblen Erinnerungsstücken aus prominenten Nachlässen intensiv verfolgen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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