Der britische Starfriseur und Kosmetikunternehmer John Frieda ist im Alter von 75 Jahren verstorben, berichtet The Guardian. Das teilte sein Londoner Salon am 3. November 2026 in einer Erklärung mit.
Vom Mayfair-Lehrling zum Starfriseur
Obwohl sein Vater ihn ursprünglich gedrängt hatte, Medizin zu studieren, wandte er sich dem Friseurhandwerk zu, um dem Lernstress zu entgehen wie er dem Standard im Jahr 2012 erzählte.
Im Alter von 16 Jahren fing er an, im Salon seines Vaters zu helfen. Inspiriert von den Beatles verbrachte er Zeit in Aschramen in Indien, bevor er zu Leonard Lewis in die Mayfair-Gegend ging. Wegen eines Namensvetters im Salon nahm er den Vornamen John an. Im weiteren Verlauf seiner 50-jährigen Karriere frisierte er zahlreiche weltbekannte Persönlichkeiten wie Christy Turlington, Naomi Campbell, Diana Ross, Gwyneth Paltrow, Madonna, Nicole Kidman, Sarah Jessica Parker, Scarlett Johansson, Naomi Watts und Ellen Barkin.
Der Durchbruch mit Frizz Ease und der Verkauf an Kao
In den Anfangsjahren nutzte er mangels eines großen Werbebudgets seinen eigenen Prominentenstatus in Talkshows für Produktvorführungen. Frieda zog im Jahr 1990 in die Vereinigten Staaten, um sich auf seine expandierende Haarpflegemarke zu konzentrieren, und dehnte sein Salonnetzwerk neben London und New York City auch nach Los Angeles, Barbados und Ibiza aus.

Im Jahr 2002 verkaufte er sein Haarpflegeunternehmen an den japanischen Konzern Kao in einer Transaktion im Wert von 450 Millionen US-Dollar. Zusammen mit Christophe Robin eröffnete er zudem einen Salon auf der Pariser Rue du Mont-Thabor.
Familie und Reaktionen aus der Branche
Frieda war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er 1977 mit der schottischen Sängerin und Schauspielerin Lulu in einer prominent besetzten Zeremonie, an der unter anderem Tom Jones, Ringo Starr und Elton John teilnahmen. Aus dieser Ehe ging der gemeinsame Sohn Jordan hervor; die Trennung erfolgte 1991. Zu seiner Verwandtschaft zählte zudem sein jüngerer Bruder Nigel Frieda, ein britischer Musikproduzent und Gründer der Sugababes. Über gesundheitliche Herausforderungen wie Magenprobleme hatte Frieda in der Vergangenheit selbst gesprochen.
John war mehr als ein Mentor für uns; er war eine wahre Ikone der Haarbranche. Er war der Mensch, der alles nachzeichnete, an uns glaubte und uns besser machte.
John Frieda Salon, Offizielles Statement auf Instagram
Cetera Lamb würdigte ihn mit den Worten: Die Branche hat eine wahre Legende verloren, einen echten Freigeist des Friseurhandwerks.
Asia Agnelli Lagrange schrieb online: Heute haben wir den besten Mann verloren, der je existiert hat.
Weitere Weggefährten drückten ebenfalls ihre tiefe Trauer aus und hoben hervor, dass er ein außergewöhnlicher Mentor und Pionier der Friseurbranche gewesen sei.
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