Der britische Grime-Pionier Skepta präsentiert mit The Fork and Knife sein sechstes Album und will damit neue Maßstäbe in der Rapszene setzen.
Einwanderung, Brexit und die Wurzeln in Tottenham
Das neue Werk widmet sich schwerwiegenden Themen wie Einwanderung, Rassismus, Brexit und Kulturkämpfen. Der Rapper, dessen bürgerlicher Name Joseph Olaitan Adenuga Jr. lautet, wurde in Tottenham im Norden Londons als Kind nigerianischer Einwanderer geboren, die vor dem dortigen Bürgerkrieg flohen.
Der Künstler betont, dass das Genre stark von Einwanderung geprägt ist. Er sieht seine Arbeit als Repräsentation dafür, was entstehen kann, wenn man einem Einwandererkind eine Chance gibt. Seine Haltung zur Multikulturalität in Großbritannien ist für ihn ein wesentliches Fundament seiner Musik, wie die BBC berichtet.
Ringen um Standards und Kontroversen aus dem Jahr 2024
Skepta zeigt sich unzufrieden mit der musikalischen Entwicklung im Vereinigten Königreich. Er kritisiert das Niveau der Veröffentlichungen und setzt sich zum Ziel, der Rap-Musik ihre frühere Raffinesse zurückzugeben. Nach eigener Aussage hält er die Standards seit längerer Zeit für gesunken. Kritiker bewerten das neue Album bislang unterschiedlich; während einige Publikationen das Werk loben, zeigen sich andere Stimmen zurückhaltender hinsichtlich der Umsetzung.
Für die Produktion des Albums nahm sich der Musiker bewusst viel Zeit. Er begründet die sechsjährige Entstehungszeit damit, dass er sicherstellen wollte, nicht unbedacht oder unsensibel zu agieren. Dabei verwies er auf das Jahr 2024, als er das Artwork zu seiner Single Gas Me Up (Diligent) nach Vorwürfen über angebliche Holocaust-Bezügen entfernen musste. Aus diesen Fehlern hat der Brite nach eigenen Angaben gelernt, um mit dem neuen Album einen echten Klassiker zu liefern.