Der britische Schauspieler Sir Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Bekannt wurde er weltweit durch seine Rollen als Captain Jean-Luc Picard in Star Trek und als Professor Charles Xavier im X-Men-Franchise.
Die Theater- und Filmwelt verliert eine ihrer prägendsten Stimmen. Die Todesnachricht wurde öffentlich gemacht, da die Fangemeinde über den Tod einer weltweiten Schauspielikone trauerte.
Von der Royal Shakespeare Company zum Raumschiff Captain
Seine Fernsehkarriere nahm in den 1980er-Jahren eine weltverändernde Wendung, als er die Rolle des Captain Jean-Luc Picard in der Fernsehserie „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ („Star Trek: The Next Generation“) übernahm. 15 Jahre beziehungsweise über sieben Staffeln hinweg verkörperte er den aufrichtigen, verlässlichen und zuweilen etwas steifen Kultkapitän mit dem feinen englischen Akzent, der als reflektierter Philosoph Earl-Grey-Tee trank. Stewart selbst gab an, dass ihm seine Shakespeare-Erfahrung half, die Autorität und Ernsthaftigkeit für die Rolle zu finden.””
Ich merkte, dass ich diese Serie so spielen muss, wie wenn ich ‚Henry IV‘ spielen würde. Es geht einfach um tapfere Menschen.
Sir Patrick Stewart, via Kurier
Obwohl er zu Beginn der Serie 1987 dachte, dass es sich um einen Kurzjob handelt und er seinen Koffer in Hollywood gar nicht erst auspackte, stand er letztlich jahrelang auf dem TV-Bildschirm, in mehreren Kinofilmen und schließlich vor kurzem in der Spin-off-Serie „Picardvor der Kamera. Im Jahr 2020 kehrte er dafür mit Ende 70 noch einmal für ein Comeback zurück.
Erfolg als Professor Charles Xavier im X-Men-Franchise
Neben seiner Arbeit auf der Brücke der Enterprise gelang Stewart eine zweite weltbekannte Franchise-Rolle. An der Seite von Weggefährten wie Ian McKellen, der ihm einst riet, seine Bühnenkarriere nicht für eine wilde Jagd im Weltraum aufzugeben, verlieh er den Comic-Verfilmungen eine besondere Bedeutung.
Die Darstellung des Professors brachte dem Genre eine menschliche Dimension. Im ersten Covid-Lockdown trug er zudem jeden Tag ein Sonett von Shakespeare in seine Handykamera vor, darunter die Nummer 87 mit den Worten: „Farewell, thou art too dear for my possessing …

Öffentliches Engagement und letzte Würdigungen
Abseits von Film und Bühne nutzte der Schauspieler seine Bekanntheit für humanitäre Anliegen. Seine Familie erinnerte an seinen Einsatz für Menschenrechte, Überlebende häuslicher Gewalt, Flüchtlinge und den Tierschutz.
Erst in derselben Woche musste die Star-Trek-Community den Tod von Walter Koenig betrauern, dem impulsiven sowjetischen Navigator Chekov aus der Originalserie. Kurz darauf traf der Verlust von Sir Patrick Stewart die weltweite Fangemeinde hart. Seine Sprecherin Kelly Bush Novak hob in ihrer Erklärung hervor, dass seine sonore Stimme und sein einzigartiges Talent für immer synonym mit unvergesslichen Darstellungen in jedem Genre sein werden.
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