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Unternehmen

Simon Köck entdeckt kritische Sicherheitslücke bei Google

Ein 22-jähriger Programmierer aus Feldkirch hat eine kritische Sicherheitslücke im Google-Konzern aufgespürt, die selbst internen Fachleuten entgangen war. Die Schwachstelle hätte Angreifern den Weg in interne Systeme und zu sensiblen Nutzerdaten öffnen können. Google schloss das Leck innerhalb von 48 Stunden.

Zugriff auf sensible Daten drohte

Die von Köck aufgespürte Schwachstelle war offenbar zig Fachleuten bei Google selbst entgangen.

Die potenziellen Folgen wären gravierend gewesen, sollte man den Angaben des jungen Experten Glauben schenken.

Durch die Sicherheitslücke wäre man wahrscheinlich relativ sicher in deren interne Systeme gekommen und hätte Zugriff auf sensible Daten von Nutzerinnen und Nutzern oder andere böswillige Dinge ausprobieren können.

Mit dem Programmieren beschäftigt sich Köck bereits, seit er 13 Jahre alt ist. Seine neueste Leidenschaft ist das sogenannte Bug Bounty Hunting, bei dem Experten gezielt mit Erlaubnis der betroffenen Unternehmen nach Software-Schwachstellen suchen.

Man nennt es Bug Bounty Hunting, wenn Unternehmen erlauben, dass man nach Sicherheitslücken sucht und sie dann privat meldet. Mit etwas Glück bekommt man Geld – quasi Bounty.

Schnelle Reaktion von Google und bisherige Funde

Binnen 24 bis 48 Stunden wurde die Lücke geschlossen, nachdem die private Meldung eingegangen war. Nach zwei oder drei Wochen erfolgte schließlich die Auszahlung des Geldes an den jungen Vorarlberger.

Für Köck war dies zwar der bisher lukrativste, aber bei Weitem nicht sein einziger Fund. Bei der Stadt Wien entdeckte und meldete er nach eigenen Angaben beispielsweise 15 kritische Sicherheitslücken. Während ältere oder fehlerhaft programmierte Systeme oft ein leichtes Ziel darstellen, gestaltete sich die Situation bei dem Technologiegiganten wesentlich komplizierter.

Die Frage höre ich oft, sie ist eine gute Frage – ich weiß es auch nicht. Es gehört viel Glück dazu. Und was auch hilft, ist Erfahrung im Programmieren. Man weiß dann, wo die Leute Fehler einbauen.

Köck will auch in Zukunft weiter nach Sicherheitslücken bei Unternehmen suchen, während noch nicht feststeht, was er mit dem ausgezahlten Geld anfangen wird.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.