Sgiath, ein Labrador aus der Nähe von Glencoe in Schottland, wurde am Donnerstag, den 15. Oktober, vom Internationalen Tierschutz Fonds (IFAW) als Tier des Jahres ausgezeichnet. Der von der Meeresökologin Dr. Texa Sim geführte Bergrettungshund ist weltweit der erste, der darauf trainiert wurde, invasive See-Kotze aufzuspüren.
Sgiath, ein Labrador aus der Nähe von Glencoe, wird mit dem Status als Tier des Jahres des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) geehrt. Die Ehrung erfolgt bei der Animal Action Awards-Zeremonie im BAFTA London.
Weltweit erster Spürhund für Didemnum vexillum
Sgiath gilt als der weltweit erste Hund, der darauf trainiert wurde, den Meeresorganismus Didemnum vexillum aufzuspüren, der im Volksmund als sea vomit
bekannt ist. Die in Glasgow geborene Meeresökologin Dr. Texa Sim entwickelte die Idee während eines Projekts zur Wiederherstellung von Austern an der schottischen Westküste. Als Ökologin war ihr die Bedrohung durch invasive Arten bewusst, weshalb sie prüfte, ob der Geruchssinn eines Hundes als kostengünstiges und schnelles Erkennungswerkzeug dienen kann. Als sie dieses Vorhaben begann, wusste sie nach eigener Aussage ehrlich gesagt nicht, ob es funktionieren würde.
Während die Identifizierung der Art normalerweise Labortests und DNA-Analysen erfordert, erkennt Sgiath den Geruch selbst dann, wenn er zwischen anderen Meeresorganismen verborgen ist. Bei Ebbe sucht sie an Küsten und spürt Bruchstücke auf, die an Bootsrümpfen, Seilen oder Fischereigeräten hängen.
Klimawandel und Schutz der Küsten
Die frühzeitige Erkennung gilt als entscheidend, um die Ausbreitung der Art an britischen Küsten zu verhindern. Didemnum vexillum erstickt einheimische Wildtiere und gefährdet Austernfarmen sowie die Aquakultur. Steigende Meerestemperaturen infolge von Hitzewellen begünstigen die Verbreitung solcher Organismen.
Inzwischen hat Sgiath Verstärkung erhalten. Die Hunde weisen laut Dr. Sim eine ausserordentliche Fähigkeit auf, die invasive Art von anderen Seescheiden zu unterscheiden und selbst in Wasserproben Spuren nachzuweisen.
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