Schottland rüstet sich am 27. Oktober für eine neue Unwetterfront mit Windböen von bis zu 70 mph. Die Meteorologen gaben neue gelbe Wetterwarnungen heraus, nachdem die Stürme Boelo und Austen das Land bereits am Wochenende mit heftigen Regenfällen und Orkanböen schwer getroffen hatten.
Neue Sturmaussichten nach dem Wochenende
Nachdem Sturm Boelo und Sturm Austen das schottische Festland mit Orkanböen von bis zu 84 mph und Regenmengen in Höhe eines Drittels eines Monatsdurchschnitts heimgesucht hatten, stellt sich das Land auf die nächste Schlechtwetterfront ein.
Das Met Office hat zwei neue gelbe Warnstufen geschaltet. Die erste Warnung greift bereits am späten Montagabend ab 18:00 Uhr und betrifft neben dem Westen Englands und Wales auch Strathclyde sowie Dumfries & Galloway, wie die Berichterstattung zeigt.
Eine zweite, weiträumigere Warnung deckt ab Dienstag um 03:00 Uhr große Teile Schottlands, einschließlich Gebiete südlich des Central Belts, den äußersten Norden Englands sowie den Nordosten Nordirlands ab.

In den nordwestlichen und nördlichsten Regionen Schottlands, insbesondere über den Hebriden, rechnen Meteorologen mit Spitzenböen von 70 mph oder mehr. Landesweit im Binnenland bewegen sich die erwarteten Geschwindigkeiten zwischen 45 und 60 mph.
Überflutungen und Straßensperren in Orkney und Fort William
Die schottische Umweltbehörde (Sepa) verhängte eine Hochwasserwarnung der Stufe „amber“ für die nördlichen und westlichen Inseln sowie für Caithness und Sutherland. Auch der Südwesten und Argyll verzeichnen volatile Bedingungen mit starkem Wellengang. Das Highland Council reagierte umgehend und ließ die Fluttore der knapp 1,6 Kilometer langen Hochwasserschutzanlage Caol und Lochyside nahe Fort William schließen.”
Auf den Orkney-Inseln musste Police Scotland die Churchill Barriers sperren, welche das Festland mit South Ronaldsay, Burray, Lamb Holm und Glimps Holm verbinden. Zudem blockiert Hochwasser die Hauptstraße im Dorf St Mary’s Holm.
Folgeschäden und politische Reaktionen
Die Sozial- und Wohnungsbauministerin Shirley-Anne Somerville wies im Gespräch mit Medien auf die bevorstehenden Herausforderungen hin, die vor allem aus der Dauerhaftigkeit der Schlechtwetterperiode resultieren. Sie forderte die Kommunen auf, ihre Einsatzbereitschaft zu überprüfen, um sicherzustellen, dass everything that can be done is being done
.
Die Bilanz des vergangenen Wochenendes verdeutlicht das Gefahrenpotential der Serie von Tiefdruckgebieten. Neben massiven Stromausfällen und Verkehrsstörungen meldeten die Rettungskräfte Todesfälle durch herabstürzende Bäume.
Laut den Wetterprognosen soll der Wind im Laufe des Dienstags von Südwesten her allmählich nachlassen, während der äußerste Norden Schottlands als letzte Region von den extremen Böen verschont bleiben wird.
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