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Unterhaltung

Scary Movie 6: 24,7 Mio. am Freitag – Franchise-Rekord erwartet

Der neue Kinofilm Scary Movie 6 steuert am 6. Juni 2026 auf ein Rekord-Wochenende zu. Nach einem starken Freitag mit 24,7 Millionen US-Dollar wird ein Startwochenende von etwa 56 Millionen US-Dollar erwartet. Damit übertrifft die Parodie alle bisherigen Franchise-Rekorde und sichert Paramount sowie Miramax einen kommerziellen Erfolg.

Ein neuer Franchise-Rekord: Wie Scary Movie 6 die Konkurrenz überholt

Ein neuer Franchise-Rekord: Wie Scary Movie 6 die Konkurrenz überholt
Photo: Los Angeles Times

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit 24,7 Millionen US-Dollar am ersten Freitag aus 3.490 Kinos ist die sechste Installation der Reihe auf dem besten Weg, die Geschichte der Serie neu zu schreiben. Die Prognose von 56 Millionen US-Dollar für das erste Wochenende würde den bisherigen Rekord knacken. Hier gibt es eine kleine Diskrepanz in der Berichterstattung: Während Variety den bisherigen Spitzenreiter in Scary Movie 4 aus dem Jahr 2006 sieht, führt Yahoo News Canada Scary Movie 3 aus dem Jahr 2003 mit 49,7 Millionen US-Dollar als Rekordhalter an.

Die finanzielle Strategie hinter dem Film war von Beginn an auf Effizienz ausgelegt. Mit einem Produktionsbudget von 30 Millionen US-Dollar, das vollständig von Miramax finanziert wurde, ist der Film bereits auf dem Weg zu einem soliden Hit. Die Rückkehr der Wayans-Brüder – Marlon, Shawn und Damon Jr. – markiert zudem die erste Zusammenarbeit der Familie an der Serie seit Scary Movie 2 im Jahr 2001.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg ist die Besetzung. Wie die Los Angeles Times hervorhebt, kehren Anna Faris und Regina Hall als die nun mütterlichen Versionen ihrer ikonischen Charaktere Cindy und Brenda zurück. Der Film setzt dabei auf eine schamlose Wiederbelebung fast aller ursprünglichen Schauspieler, selbst wenn diese in früheren Teilen bereits gestorben waren.

Die Rückkehr der Comedy: Warum Gen Z und Millennials die Kinos füllen

Die Rückkehr der Comedy: Warum Gen Z und Millennials die Kinos füllen
Photo: Rotten Tomatoes

Der Erfolg von Scary Movie 6 ist mehr als nur ein Franchise-Sieg; er ist ein Signal für das Genre der reinen Komödie. Laut Deadline ist dies die erste reine Komödie – ohne Action-Elemente –, die seit 22 Jump Street im Jahr 2014 mit über 50 Millionen US-Dollar startet.

Die demografische Auswertung zeigt, dass Paramount genau die richtige Zielgruppe getroffen hat:

  • Alter: 75 % des Publikums sind unter 35 Jahre alt.
  • Ethnizität: Hispanic und Latino Moviegoers führen mit 40 %, gefolgt von Schwarzen (28 %) und Kaukasiern (24 %).
  • Geschlecht: Der Film tendiert mit 58 % zu einem männlichen Publikum.

Interessant ist hier der Vergleich der Marketing-Ausgaben. Während Amazon MGM für Masters of the Universe massiv investierte, setzte Paramount auf eine satirische Social-Media-Kampagne. iSpot berichtet, dass Amazon MGM 12,3 Millionen US-Dollar für lineare Werbung ausgab, während Paramount lediglich 2,8 Millionen US-Dollar investierte. Dennoch scheint die digitale Strategie von Paramount deutlich effektiver gewesen zu sein, um die junge Generation in die Kinos zu locken.

Das Budget-Debakel von Masters of the Universe

Scary Movie

Im krassen Gegensatz zum Erfolg der Parodie steht Amazon MGMs Masters of the Universe. Der Film startete am Freitag mit 11,7 Millionen US-Dollar aus 3.677 Kinos und steuert auf ein enttäuschendes Wochenende von etwa 30 bis 30,1 Millionen US-Dollar zu. Angesichts der Produktionskosten ist dies ein finanzielles Desaster. Variety beziffert das Budget auf 200 Millionen US-Dollar, während Deadline und Yahoo News Canada von mindestens 170 Millionen US-Dollar sprechen.

Obwohl der Film eine bessere kritische Resonanz erfährt als Scary Movie 6 – mit einem CinemaScore von B und einer Zuschauerbewertung von 88 % auf Rotten Tomatoes –, fehlt die Breite im Publikum. Das Ziel war es, eine neue Generation für die He-Man-Figuren zu begeistern, doch Kinder unter 12 Jahren machten am ersten Abend nur 4 % der Zuschauer aus. Stattdessen dominierten die über 35-Jährigen mit 57 %, was zeigt, dass der Film primär auf die Nostalgie der Gen X setzt, aber den Sprung zum Massenphänomen nicht geschafft hat.

Effizienz-Siege: Backrooms und Obsession als Profit-Maschinen

Effizienz-Siege: Backrooms und Obsession als Profit-Maschinen
Photo: Deadline

Während die Blockbuster kämpfen, beweisen zwei kleinere Produktionen, dass das Risiko im Low-Budget-Bereich derzeit am lohnendsten ist. A24s Backrooms, ein Horror-Thriller des 20-jährigen Kane Parsons, erzielte an seinem zweiten Freitag 7,9 Millionen US-Dollar. Trotz eines Einbruchs von 69 % im Vergleich zum Eröffnungswochenende von 81,5 Millionen US-Dollar ist der Film ein massiver Erfolg. Bei einem Budget von nur 10 Millionen US-Dollar liegt das aktuelle Gesamteinnahmen-Volumen in Nordamerika bei 134,5 Millionen US-Dollar.

Noch beeindruckender ist die Performance von Focus Features’ Obsession. Der Film, dessen Budget unter einer Million US-Dollar lag, erzielte an seinem vierten Freitag 7,4 Millionen US-Dollar. Bis Sonntag werden die Gesamteinnahmen in Nordamerika voraussichtlich auf 151 Millionen US-Dollar steigen.

Film Budget (ca.) Einspielergebnis / Prognose Status
Scary Movie 6 30 Mio. $ 56 Mio. $ (Start-WE) Hit
Masters of the Universe 170–200 Mio. $ 30 Mio. $ (Start-WE) Flop
Backrooms 10 Mio. $ 134,5 Mio. $ (Gesamt) Blockbuster-Profit
Obsession < 1 Mio. $ 151 Mio. $ (Gesamt) Extremer Erfolg

Kritik vs. Kasse: Zwischen CinemaScore C+ und kommerziellem Triumph

Kommerzieller Erfolg bedeutet in diesem Fall nicht unbedingt künstlerische Anerkennung. Rotten Tomatoes sammelt Rezensionen, die den Film als „unreif und schmutzig“ bezeichnen. Die Kritik ist gnadenlos: Viele sehen in dem Werk eine hohle Imitation der Vorgänger, der der kreative Funke fehlt.

Es ist größtenteils ziemlich Müll, unreif und schmutzig, mit dem gelegentlichen Moment von komischem Gold, genau wie die anderen Scary Movies.George Simpson, Daily Express

Auch die CinemaScore-Bewertung fällt mit einem C+ eher verhalten aus, insbesondere im Vergleich zu den B- und B-Noten der ersten beiden Teile oder dem A- des 2025er Naked Gun Remakes. Doch für ein Genre, das von politisch unkorrektem Humor und Slapstick lebt, ist dies fast irrelevant. Die Zuschauerbewertung auf Rotten Tomatoes liegt bei soliden 71 %.

Das Ergebnis zeigt eine tiefe Kluft zwischen professioneller Kritik und dem Wunsch des Publikums nach eskapistischer, vulgärer Unterhaltung. Während Kritiker die mangelnde narrative Struktur bemängeln, feiern Zuschauer die Rückkehr der Wayans und die Parodien auf aktuelle Hits wie Smile oder Sinners. Für Paramount ist das Ergebnis eindeutig: Ein Film, der sich selbst als dumm und anstößig definiert, hat genau das Publikum gefunden, das genau das sehen wollte.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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