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Unterhaltung

Sacha Baron Cohen bringt Ali G in neuem Film zurück ins Kino

Sacha Baron Cohen bringt seine kultige Kunstfigur Ali G im Mockumentary Ali G: Who Iz I? zurück. Das am 14. Oktober 2026 in Los Angeles uraufgeführte Werk beleuchtet eine polarisierte Medienlandschaft. Der Film löste nach dem Trailerdebüt im August 2026 erhebliche Boykottaufrufe aus, läuft seit dem 23. Oktober 2026 im Kino und ist auf Prime Video verfügbar.

Sacha Baron Cohen bringt Ali G zurück

Fast ein Vierteljahrhundert nach seinem vorherigen Kinofilm schlüpft Sacha Baron Cohen erneut in den Trainingsanzug und die ikonische Sonnenbrille von Ali G. Der englische Komiker präsentierte den Film am 14. Oktober 2026 bei der Weltpremiere im Hollywood Legion Theatre, wo er in gelbem Neon-Outfit und aus einem Cabrio steigend mit dem Song Richer than Elon vor die Kameras trat. Regie führt der 55-jährige Hauptdarsteller dabei selbst in seinem Debüt als Regisseur.

Die Handlung setzt ein, als der aus Staines stammende Möchtegern-Rapper erfährt, dass seine Partnerin Julie — gespielt von Morgana Robinson — schwanger ist. Auf der Suche nach Geld stößt er auf ein Angebot von HBO für eine dritte Staffel seiner einstigen Sendung. Zusammen reisen sie in die Vereinigten Staaten, um den verlorenen Ruhm wiederzubeleben. Dabei trifft die Figur auf scharf gezeichnete Kontrahenten wie den Professor Dr. Nira Cain-N’Degeocello, den Baron Cohen ebenfalls verkörpert.

In den früheren Jahren des Formats ab 1998 im britischen Fernsehen sowie in der Serie Da Ali G Show trat der Moderator in Kontakt mit zahlreichen unvorbereiteten Persönlichkeiten wie Donald Trump und Buzz Aldrin. Der Schöpfer selbst hat erklärt, dass er die Figur wiederbelebte, weil der Charakter mittlerweile als problematischer Dinosaurier gilt und die zugrundeliegenden gesellschaftlichen Vorurteile noch gefährlicher geworden seien. Die Entstehungsgeschichte des Projekts geht auf einen Aufenthalt des Schauspielers in West-Australia zurück, nachdem er und seine Ex-Frau Isla Fisher versucht hatten, nach Perth zu reisen. Dort erlebte er, wie stark die Menschen den Charakter noch immer für echt hielten, was die Überlegungen für einen neuen Film anstieß.

Boykottaufrufe und Netzwerkkampagnen gegen die Veröffentlichung

Die Rückkehr der Satirefigur blieb nicht ohne heftigen Widerspruch. Bereits nach der Veröffentlichung des ersten Trailers am 25. August 2026 setzte eine Welle der Online-Kritik ein. Laut Berichten von The Hollywood Reporter organisierte die Medienbeobachtungsplattform NewsCord eine E-Mail-Kampagne, bei der mehr als 56.000 Personen dem Aufruf folgten, Kinobetreiber anzuschreiben, um Aufführungen des Films zu verhindern.

Sacha Baron Cohen bringt Ali G in neuem Film zurück ins Kino
Foto: News24

Sacha Baron Cohen wies die Kampagnen zurück und stellte einen direkten Bezug zu antisemitischen Strömungen her. In Interviews erklärte er, dass er die heftigen Reaktionen angesichts der aktuellen politischen Lage erwartet habe. Ich bin nicht überrascht, dass prominente Juden ins Visier genommen werden, äußerte sich der Schauspieler gegenüber der Presse und verwies auf seine Arbeit gegen Desinformation im Netz an der Seite von Organisationen wie der ADL.

Kritik und Streaming-Start auf Prime Video

Kritiker zeigen sich über die Qualität des Films gespalten. Auf Rotten Tomatoes hält das Werk eine Zustimmung von 48 Prozent basierend auf 29 Kritiken.

Sacha Baron Cohen called 'brave' for reprising infamous Ali G character

Dennoch loben Rezensenten die finalen Momente der Produktion. Das Filmmagazin Empire hob in einer Zwei-Sterne-Kritik hervor, dass der Regisseur im letzten Drittel auf außergewöhnliche Patsies stößt. Nach einem kurzen Kinofenster ist der Film über den Streamingdienst Prime Video abrufbar, wo Zuschauer ihn mit einem regulären Monatsabo für £8.99 oder im Jahresabo für £95 beziehen können.

Ali G Who Iz I
Foto: Variety

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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