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Welt

Russlands Außenminister Sergei Lawrow verurteilt US-Israeliische Militäraktionen

Der russische Außenminister Sergei Lawrow ist am 19. Oktober 2026 in Teheran mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi zusammengekommen. Bei dem Treffen verurteilte Lawrow die US-israelischen Militäraktionen als ungerechtfertigt. Zugleich warf Teheran Washington die Verantwortung für die anhaltenden Spannungen an der Straße von Hormus vor.

Gespräche in Teheran und der Vorwurf der US-Aggression

Russlands Außenminister Sergei Lawrow ist am Montagnachmittag zu Gesprächen in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Es ist sein erster Besuch in dem Land seit Februar 2025. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi erklärte Lawrow, dass Teherans Sache genau wie diejenige Moskaus eine gerechte Sache sei.

Araghchi betonte im Rahmen der Zusammenkunft, dass die Beziehungen zwischen den beiden Staaten einen historischen Höchststand erreicht haben. Nie in unserer Geschichte haben Iran und Russland so eng zusammengearbeitet wie heute, schrieb der iranische Außenminister in einem Beitrag auf X, der von The Times of Israel zitiert wurde. Neben der bilateralen wirtschaftlichen und nuklearen Kooperation standen auch internationale Konflikte von der Ukraine bis zum Nahen Osten im Zentrum der Beratungen.

Iran
Foto: Reuters

Der Chef der russischen Diplomatie war direkt aus Manama in Bahrain in die iranische Hauptstadt gereist. Dort hatte er an einem Treffen mit Vertretern des Kooperationsrates der arabischen Staaten des Golfs (GCC) teilgenommen. GCC-Mitglieder hatten Lawrow zuvor dazu gedrängt, seinen Einfluss auf Teheran geltend zu machen, um ernsthafte Gespräche zu erreichen und die Schifffahrt wiederherzustellen. Der russische Außenministerium zufolge trafen sich Lawrow und Araghchi zu konfidentellen und gründlichen Gesprächen, nachdem der Gast aus Moskau zuvor bereits vom iranischen Präsidenten Masud Peseshkian empfangen worden war. Das russische Außenministerium betonte, dass der militärische Konflikt der Stabilität und Sicherheit sowohl im Nahen Osten als auch weltweit schwer geschadet habe.

Ich bin sicher, dass die iranische Sache, wie die russische, eine gerechte Sache ist. Sergei Lawrow, Außenminister der Russischen Föderation.

Die Lage an der Straße von Hormus und Trumps scharfe Kritik

Die diplomatischen Bemühungen in Teheran fanden nur wenige Stunden statt, nachdem US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social scharfe Kritik an der Haltung des Kremls geäußert hatte. Trump schrieb, dass Russland sehr wenig bis gar nichts unternehme, um der Islamischen Republik zu helfen.

Putin’s Top Diplomat Pledges Support For Iran In Tehran; Will Russia Join War Against US & Israel?

Im Konflikt um die maritime Schifffahrt wies Araghchi jede Verantwortung Teherans zurück. Die gegenwärtige Unsicherheit an der Straße von Hormus sei eine direkte Folge der militärischen Aggression der USA und Israels, so der iranische Außenminister laut einer Meldung von Reuters. Teheran fordert die Aufhebung der dortigen Seeblockade und stellte in Aussicht, die strategisch wichtige Wasserstraße bei Erfüllung fairer Bedingungen innerhalb weniger Tage wieder zu öffnen. Araghchi erklärte zudem, dass man jede Initiative begrüße, die zu einer Sicherheit aus eigener Kraft ohne die Präsenz ausländischer Streitkräfte führe.

Beide Außenminister erklärten übereinstimmend, dass sie für den anhaltenden Krisenherd im Nahen Osten keine militärische Lösung sehen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Seeblockaden äußerten beide Regierungen zudem große Sorgen hinsichtlich der Sicherheit im Kaspischen Meer, wo es zu Angriffen auf iranische und russische Schiffe gekommen war.

Russlands Außenminister Sergei Lawrow verurteilt US-Israeliische Militäraktionen
Foto: The National

Wirtschaftliche Vertiefung und nukleare Zusammenarbeit in Bushehr

Trotz internationaler Sanktionen treiben beide Länder ihre strategische Partnerschaft voran. Ein von Kurdistan24 dokumentiertes Detail des Treffens ist die schrittweise Rückkehr russischer Spezialisten an das iranische Kernkraftwerk in Bushehr. Lawrow bestätigte zudem, dass Moskau trotz der angespannten weltpolitischen Lage an den vereinbarten Wirtschafts- und Investitionsprojekten festhalten werde.

Während die Golfstaaten von Moskau drängende Impulse für eine Beruhigung der Region fordern, hoben die Außenminister in Teheran hervor, dass regionale Krisen grundsätzlich keinen militärischen, sondern nur einen diplomatischen Lösungsweg zulassen.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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