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Welt

Rob Bonta in politischen Turbulenzen durch Klage gegen Paramount Skydance

Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta geriet durch seine Kartellklage gegen die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance in schwere politische Turbulenz. Die Klage führte zu einer überraschenden Einigung, die keine der geforderten strukturellen Änderungen enthielt, nachdem prominente Unterstützer und die Wirtschaft heftigen Gegenwind erzeugten.

Die Verquickung von Kartellrecht und Politik sorgt in Kalifornien für heftige Turbulenzen. Kritiker werfen dem Politiker vor, mit dem Vorgehen vor allem das progressive Lager bedienen zu wollen, während internationale Regulierungsbehörden in Großbritannien und der EU den Zusammenschluss rasch billigten.

Der Streit um die Übernahme und die Rolle von David Zaslav

Die wirtschaftlichen Probleme von Warner Bros. Discovery bildeten den Nährboden für die Transaktion. Das Unternehmen konnte auf seinen Gewinn- und Verlustrechnungen nie überzeugen, was bereits in der Vergangenheit dazu führte, dass AT&T das Hollywood-Studio – trotz gescheiterter Blockadeversuche der Trump-Regierung während dessen erster Amtszeit – im Rahmen einer Transaktion ausgliederte. WBD-Chef David Zaslav, der zwar für seine Kostensenkungen und Erfolge im Filmgeschäft geschätzt wird, sah sich schließlich gezwungen, das gesamte Unternehmen an Paramount Skydance zu übergeben. Hinter Paramount Skydance stehen der Indie-Produzent David Ellison sowie dessen Vater, der Tech-Milliardär und Trump-Vertraute Larry Ellison.

Politisches Kalkül und der Einfluss von Mark Ruffalo

Rob Bonta hatte zuvor monatelang argumentiert, die Fusion würde einen wettbewerbswidrigen Medienmonopolisten schaffen. Laut Medienberichten feierte der Generalstaatsanwalt seine Schritte auf X und gab an, sich von dem linken Aktivisten und Schauspieler Mark Ruffalo inspirieren zu lassen. Ruffalo, der sich laut Berichten intensiv mit Kartellrecht beschäftigt, hatte behauptet, das fusionierte Unternehmen könne Netflix und Big Tech übertreffen. Doch eine Kontroverse um Äußerungen Ruffalos änderte die Dynamik grundlegend.

Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr diese Ruffalo-Aussage Bontas Bemühungen geschadet hat.

Ruffalo hatte Larry Ellison, der jüdischen Glaubens ist, beschuldigt, an einem Völkermord in Gaza beteiligt zu sein, weil Ellisons Softwarekonzern Oracle Technologie für Israel bereitstellt. Jüdische Gruppen verurteilten diese Aussagen öffentlich. Gleichzeitig drängten einflussreiche pro-israelische Kreise in Hollywood gegenüber Gouverneur Gavin Newsom, dessen voraussichtlichem Nachfolger Xavier Becerra und der Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, auf Distanz. Als David Ellison zudem drohte, den US-Bundesstaat Kalifornien zu verlassen und 50,000 Arbeitsplätze mitzunehmen, forderte das demokratische Establishment in Kalifornien unmissverständlich eine Einigung.

Der Ausgang der rechtlichen Auseinandersetzung

Die juristische Blockade endete in einem Kompromiss, der dem politischen Druck nachgab. Bonta stimmte Schlichtungsbedingungen zu, die so vorteilhaft für Ellison ausfielen, dass Beobachter den Sinn der Klage infrage stellten. Das ausgehandelte Ergebnis enthielt keine der ursprünglich geforderten strukturellen Änderungen. Die Einigung hinterließ den Generalstaatsanwalt laut Berichten mit einem geschwächten politischen Profil für eine etwaige Gouverneurskandidatur.

Rob Bontas Paramount-WBD debacle has created political chaos
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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