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Welt

Rightmove: Preissenkungen bei 3.000 Immobilien pro Tag im September

Verkäufer von Wohnimmobilien in Großbritannien haben im September ihre geforderten Angebotspreise bei durchschnittlich mehr als 3.000 Immobilien pro Tag gesenkt. Dies ist die höchste monatliche Rate seit 15 Jahren. Die Immobilienplattform Rightmove berichtet, dass der Anstieg der Preissenkungen auf einen drastischen Anstieg der Hypothekenzinsen und ein großes Überangebot an Häusern auf dem Markt zurückzuführen ist.

Preissenkungen Treffen Rekordniveau bei Steigenden Zinsen

Im vergangenen September haben Verkäufer in ganz Großbritannien im Durchschnitt bei mehr als 3,000 Immobilien täglich die Preiserforderungen gesenkt. Das Portal Rightmove beziffert diesen Monatswert als den höchsten seit 15 Jahren. Gleichzeitig kletterte der durchschnittliche Zinssatz für zweijährige Festhypotheken auf 5,55 Prozent, verglichen mit 5,29 Prozent im Vormonat und 4,25 Prozent vor dem Beginn des Krieges im Iran.

Die durchschnittlichen Preisnachlässe betragen fast 7 Prozent beziehungsweise rund 21,000 Pfund bei einem typischen Haus.

Rightmove: Preissenkungen bei 3.000 Immobilien pro Tag im September
Foto: independent.co.uk

Für typische neue Darlehen bedeutet dies eine monatliche Mehrbelastung von rund 250 Pfund im Vergleich zum Februar.

Die nationale Durchschnittsforderung für neu gelistete Immobilien stieg im Oktober zwar um ein Prozent beziehungsweise 3,575 Pfund auf nunmehr 371,015 Pfund an. Doch hinter diesen Zahlen verbirgt sich ein stark verlangsamter Markt. Zahlreiche Objekte bleiben monatelang inseriert – laut en.killbait.com benötigen reduzierte Objekte durchschnittlich 119 Tage bis zum Verkauf, verglichen mit 39 Tagen bei unveränderten Inseraten –, während das gesamte Wohnungsangebot das höchste Niveau für diese Jahreszeit seit 2014 erreicht hat.

UK House Prices FINALLY RISE… But This Is BAD News for Sellers | Rightmove September

Regionale Abweichungen Zwischen London und Schottland

Die Preisanpassungen treffen nicht alle Landesteile gleichermaßen. Verkäufer in vier der fünf preisgünstigsten Regionen Großbritanniens reduzierten ihre Forderungen im laufenden Monat. Im Nordosten sanken die Preise um 2 Prozent, in Schottland um 1,9 Prozent. Völlig konträr stellt sich die Lage in der Hauptstadt dar, wo die Angebotspreise in London um 2,5 Prozent zulegten und damit einen Teil des sommerlichen Einbruchs von 6 Prozent ausglichen; im Jahresvergleich notieren sie jedoch weiterhin 1,7 Prozent tiefer.

Auch die Verweildauer der Immobilien auf dem Markt driftet regional stark auseinander. Während Häuser in London im Oktober durchschnittlich 78 Tage auf einen Käufer warteten, wechselten Immobilien in Schottland im Schnitt bereits nach 34 Tagen den Besitzer. Ergänzend merkt en.killbait.com an, dass in Schottland das dortige Home-Report-System zu schnelleren Verkäufen beiträgt, da 74 Prozent der Immobilien binnen drei Monaten verkauft werden, verglichen mit 30 Prozent in London. London bleibt mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 673,942 Pfund der teuerste Sektor des Landes, gefolgt von Schottland mit 203,415 Pfund und dem Nordosten mit 195,977 Pfund.

Käufer Reagieren mit Zurückhaltung auf Höhere Kosten

Eingeschränkte Budgets zwingen Kaufinteressenten zu größerer Vorsicht. Die Zahl der neuen Kaufinteressenten, die sich bei Maklern melden, liegt 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig verzeichnet der Markt 3 Prozent mehr Neuzugänge bei den Inseraten, wobei en.killbait.com unter Berufung auf das rivalisierende Portal Zoopla von einer Steigerung der Immobilien im Angebot um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sowie einem Rückgang der vereinbarten Verkäufe um 9 Prozent berichtet.

Der rasante Anstieg der Hypothekenzinsen fängt an, die Budgets der Käufer spürbar zu belasten. Wir erleben nun, dass sich die gestiegenen Hypothekenzinsen in den Preisvorstellungen von Verkäufern in vielen der günstigeren Regionen Großbritanniens niederschlagen, wo sich die Preise in diesem Jahr noch als widerstandsfähiger erwiesen hatten. Dies ist ein frühes Zeichen dafür, dass höhere Hypothekenkosten selbst in Märkten mit niedrigeren Immobilienpreisen Druck auf die Erschwinglichkeit ausüben und die Bereiche sowie Immobilienarten beeinflussen, die sich Käufer noch leisten können.

Colleen Babcock, Leiterin des Partnerarketings bei Rightmove, via The Independent

Sobald eine Immobilie über längere Zeit inseriert bleibt und anschließend im Preis reduziert wird, führt dies laut Rightmove häufig zu Skepsis bei der Kundschaft. Colleen Babcock weist darauf hin: Once a home has been on the market for a while and then has a price reduction, some buyers start asking questions, even when there is nothing wrong with the property.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

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