Reinhard Mey steht mit seinem neuen, gänzlich allein eingespielten Studioalbum Schatzhauser
auf Platz eins der offiziellen deutschen Album-Charts. Mit 83 Jahren ist er der älteste nationale Künstler an der Spitze dieses Rankings, während seine Lieder Themen wie Erinnerung, Freundschaft und Vergänglichkeit behandeln.
Die offiziellen deutschen Album-Charts weisen in dieser Woche einen prominenten Neueinsteiger auf. Der 83-jährige Liedermacher Reinhard Mey setzt sich mit seiner aktuellen Veröffentlichung an die Spitze der Rangliste. Laut den von GfK Entertainment ermittelten Verkaufscharts markiert dieser Erfolg den bislang größten nationalen Chart-Erfolg seiner Karriere. Gleichzeitig bricht er damit einen Altersrekord für deutsche Chart-Spitzenreiter.
Im Bereich der Single-Charts setzt sich Taylor Swift mit „Patient Zero“ an die Spitze, während die Toten Hosen mit „Was ist mit uns losauf den vierten Rang einsteigen.
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Ein reines Akustik-Album ohne Band und Orchester
Erstmals in seiner fast sechs Jahrzehnte langen Laufbahn hat Reinhard Mey ein komplettes Studioalbum gänzlich allein eingespielt. Es gibt keine Band, kein Orchester und keine zusätzlichen Musiker. Zu hören sind lediglich seine Stimme und seine Gitarre, eine Besetzung, die das Publikum seit Jahrzehnten von seinen Live-Konzerten kennt.
Inhaltlich schöpft das Werk aus den Themen Kindheit, Freundschaft, Liebe, Natur und der eigenen Vergänglichkeit. Der Titel selbst verweist auf das Märchen Das kalte Herz
von Wilhelm Hauff, in dem der Schatzhauser als geheimnisvolle Waldgestalt Sonntagskindern Wünsche erfüllt. Da Mey an einem Montag um 0:15 Uhr geboren wurde, konstatiert er augenzwinkernd, dass der Schatzhauser dies vielleicht als Sonntag gelten lasse. Seine 13 Lieder bezeichnet er als Treize à la douzaine
— zwölf Stücke zuzüglich eines Geschenks.
Bereits der Auftakt mit dem Titel „Wunderarzenei“ führt unmittelbar in dieses schlichte musikalische Konzept ein. Weitere Titel des Albums wie „Tristan“, „Mimi La Moustache“ oder das abschließende „Abendliedprägen das vielschichtige Werk.
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Hommage an einen Schweizer Freund auf Sylt
Besondere Aufmerksamkeit zieht das Lied ’s isch guet gsi
auf sich, das eine persönliche Widmung an einen Schweizer Freund darstellt. In dem Titel greift der Berliner auf Mundart zurück und besingt einen gemeinsamen Zufluchtsort an der Nordsee auf der Insel Sylt. Mey beschreibt dort das Restaurant Manne Pahl
und den achteckigen Stammtisch, an dem er seit fast vier Jahrzehnten verkehrt.

Es ist Ankerplatz, es ist Heimathafen, der achteckige Tisch, an dem wir uns trafen.
Reinhard Mey, Liedermacher, via Blick
Am Ende des Liedes bedankt er sich mit den Worten Merci, Pius, ’s isch guet gsi!
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Chart-Erfolge in Deutschland und langjähriges Wirken
Der Künstler selbst zeigte sich von der späten Renaissance und der Reaktion junger Fans tief berührt.