Der am 26. Februar 1941 in Klagenfurt geborene und in Innsbruck aufgewachsene Künstler verstarb am Samstag im Kreise seiner Familie in Wien. Die Familie machte den Tod am Montag öffentlich bekannt. Die Beerdigung soll im engsten Kreis in Innsbruck stattfinden.
Ära beim Salzburger „Jedermann“
Friedels Name ist vor allem mit dem traditionsreichen Salzburger Festspielstück verbunden. Nach ersten Schritten als Regieassistent – unter anderem an der Seite von Ernst Haeusserman, von dem er im Jahr 1984 die Spielleitung übernahm – gestaltete er die Darbietung am Domplatz über knapp zwei Jahrzehnte. In seiner ersten Inszenierung spielte Klaus Maria Brandauer die Titelrolle. Im Laufe seiner Amtszeit verantwortete Friedel zwei Neuinszenierungen des Spiels vom Sterben des reichen Mannes
: im Jahr 1990 mit Helmuth Lohner und 1995 mit Gert Voss als Hauptdarsteller. Von 1999 bis 2001 übernahm Ulrich Tukur die Rolle in seiner bestehenden Inszenierung.
Engagements an großen Bühnen und Auszeichnungen
Neben seiner Arbeit für die Salzburger Festspiele inszenierte Friedel an bedeutenden Häusern im deutschsprachigen Raum. Er arbeitete am Burgtheater, inszenierte das Stück Der Bockerer
am Theater in der Josefstadt und betreute Produktionen an der Volksoper Wien sowie an der Deutschen Oper Berlin. Im Jahr 2003 sprang er zudem kurzfristig bei den Seefestspielen Mörbisch als Regisseur für Franz Lehárs Operette Giuditta
ein. Für seine filmischen und fernsehbezogenen Arbeiten erhielt er im Jahr 1991 den Erich-Neuberg-Preis für den Film Das Ende einen langen Winters
. Zehn Jahre später, im Jahr 2001, verlieh ihm das Land Salzburg das Goldene Ehrenzeichen.

Verbundenheit mit dem Ausseerland und Erinnerung
Über seine großen Bühnenarbeiten hinaus war Friedel eng mit dem Ausseerland und insbesondere mit Altaussee verbunden. Dort engagierte er sich für das kulturelle Leben vor Ort, organisierte im Rahmen von Poesie im Ausseerland
musikalische Veranstaltungen und brachte seine künstlerische Erfahrung in regionale Projekte ein. Auch sein Film Das Ende eines langen Winters
schlug eine Brücke in diese Region. Weggefährten und die regionale Öffentlichkeit erinnern sich an ihn als einen kommunikativen, intelligenten und herzlichen Menschen, dessen Engagement für die Kulturlandschaft unvergessen bleibt.
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