Red Bull Salzburg hat am 8. November 2026 das Bundesliga-Topspiel beim SK Sturm Graz mit 4:3 für sich entschieden.
Tore im Stakkato
Im Stadion Graz-Liebenau sahen 15.548 Zuschauer ein torreiches Spektakel in der zwölften Runde der Admiral Bundesliga. Für beide Teams war nach vorangegangenen Niederlagen in der Europa League Wiedergutmachung angesagt, wobei Tabellarisch besonders die Gastgeber unter Zugzwang standen.
Die Gäste aus Salzburg schickten dabei Youngster Bartosz Mazurek als Zehner hinter Sturmtank Haris Tabaković aufs Feld, während in der Viererabwehrkette erneut drei Stammspieler fehlten. Haris Tabaković brachte die Gäste bereits in der 5. Minute nach Mazurek-Zuspiel in Führung.
Oumar Diakité drehte die Partie mit einem Doppelpack in der 14. und 18. Minute für die Grazer. Zunächst traf der ehemalige Salzburger im zweiten Versuch, nachdem er zuvor an der Querlatte gescheitert war; nach einem VAR-Eingriff zählte der erste Treffer laut ORF.
Wenig später versenkte er einen aufspringenden Ball nach einem hohen Pass von Jon Gorenc Stankovič trocken von der Strafraumgrenze. Leandro Morgalla glich nach einem Lochpass von Mazurek noch vor der Pause zum 2:2 aus (29.).

Rote Karte für Röhl
Ein Zweikampf mit Damir Redzic in der Hauptrolle brachte Salzburg-Trainer Danny Röhl derart in Rage, dass Schiedsrichter Walter Altmann aus Tirol ihn in der 32. Minute mit der Roten Karte wegen Kritik auf die Tribüne verwies nach Angaben von Salzburg24. Trainer Danny Röhl konnte im weiteren Verlauf einen Stellungsfehler seiner uneingespielten Viererkette notieren, während seine Offensivabteilung durch viele Rotationen und Tiefenläufe ständige Gefahr ausstrahlte.
Ich habe mich beim Schiedsrichter entschuldigt, darf mir nicht passieren, dass ich die Coachingzone verlasse. Die Wortwahl war emotional, es war ein emotionales Fußballspiel
Danny Röhl, Salzburg-Trainer
, erklärte der Coach im Anschluss.
Im wilden Schlagabtausch des zweiten Durchgangs brachte Damir Redzic die Salzburger nach einer wunderbaren Kombination über Tabaković und Yorbe Vertessen in der 67. Minute erneut mit 3:2 in Führung.
Jon Gorenc Stankovič glich für Sturm nach einem Fehler von Salzburgs Torhüter Christian Zawieschitzky per Kopf zum 3:3 aus (70.), ehe Jesper Lindström in der 74. Minute nach einer spektakulären Einzelaktion und einem unwiderstehlichen Dribbling gegen die Grazer Hintermannschaft mit dem Treffer zum 4:3 den Endstand herstellte berichtet die Salzburger Nachrichten. Den möglichen Ausgleich für die Gastgeber vergab Matoshi in der 84. Minute nach Vorarbeit von Diakité.
Am stolzesten macht mich, dass wir am Ende wie Männer verteidigt haben
Danny Röhl, Salzburg-Trainer
, sagte Röhl über den Auftritt seiner Mannschaft laut Der Standard. Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch zeigte sich hingegen extrem enttäuscht über das Abwehrverhalten und monierte, dass man zu kindlich verteidigt habe und die Gegenspieler teilweise wie im Slalom vorbeigelaufen seien.

Durch den Erfolg bleiben die ungeschlagenen Salzburger mit nun 30 Punkten in der Tabelle weiter in Schlagdistanz zu Tabellenführer Rapid und belegen den zweiten Platz hinter den Wienern. Sturm Graz hingegen verlor unter Trainer Fabio Ingolitsch nach der ersten Bundesliga-Heimniederlage seit fast einem Jahr – dem 1:3 gegen den LASK im November des Vorjahres – weiter an Boden und rutschte auf den fünften Tabellenplatz hinter Hartberg ab wie Der Standard berichtete.
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