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Technik und Wissenschaft

Raspberry Pi überarbeitet Raspberry Pi OS

Das Raspberry-Pi-Projekt hat eine aktualisierte Version von Raspberry Pi OS veröffentlicht, die zahlreiche Fehler im Linux-Desktop behebt, Menü-Icons aufwertet und neue Tooltips in das Widget-Panel des Control Centre einführt.

Das Raspberry-Pi-Projekt hat am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, eine neue Fassung seines Betriebssystems Raspberry Pi OS, das früher auch als Raspbian bekannt war, herausgegeben. Die dazugehörigen Release-Notizen listen die Änderungen im Detail auf und konzentrieren sich dabei vor allem auf den Desktop der Linux-Distribution, wie aus den Unterlagen hervorgeht.

Verbesserungen am Desktop und im Control Centre

Im Widget-Panel des Control Centre zeigen Widgets ab sofort einen Tooltip an, der ihre jeweilige Funktion beschreibt. Zudem haben die Programmierer die Raspberry-Pi-Menü-Icons durch hochwertigere Versionen ersetzt. Wer den Herunterfahren-Dialog öffnet, findet dort keine Schaltfläche mehr zum Sperren des Bildschirms vor, erhält stattdessen aber einen Hinweistext bezüglich des zugehörigen Tastaturkürzels.

Standardmäßig zeigt der Desktop nun ein Batterie-Widget sowie eines für die Bildschirmtastatur Squeekboard im Dock an. Beim Umschalten zwischen Taskleiste und Dock werden laut den Entwicklern nicht mehr die Standardwerte für das Systemlayout wiederhergestellt. Darüber hinaus lassen sich verschlüsselte Laufwerke im Ejecter-Plug-in ab sofort automatisch mounten.

Behobene Fehler und Software-Konflikte

Unter anderem kommt sich die lokale PCManFM-Automount-Option nun nicht mehr mit der des Ejecter-Plug-ins in die Quere. Ein weiterer Konflikt zwischen lokalen PCManFM- und globalen Systemeinstellungen hatte zuvor dazu geführt, dass das Öffnen eines Terminals per Rechtsklick in PCManFM fehlschlug; auch dieses Problem wurde gelöst.

Die Textsuche im Icon-Menü führt nach Angaben des Projekts nicht mehr zu einem Absturz. Zudem war das Ablegen von Dateien per Drag & Drop in der Listenansicht des Dateimanagers zeitweise nicht möglich. Weitere Abstürze in der Kategorieansicht des Icon-Menüs, beim Initialisieren von Control-Centre-Panels oder bei Benachrichtigungen gehören der Vergangenheit an.

Firmware-Stand und Verfügbarkeit

Gegenüber dem vergangenen Release aus dem September, das vor allem die Desktop-Umgebung aufmöbeln sollte, ist die Firmware auf einen neueren Stand gebracht worden. Der Kernel bleibt hingegen identisch; der Commit-Hash des Linux-Kernels 6.18.50 ist bei beiden Versionen gleich geblieben.

Aktualisierte Abbilder stehen auf der offiziellen Betriebssystem-Downloadseite des Raspberry-Pi-Projekts bereit. Alternativ kann der Raspberry Pi Imager die neuen Images eigenständig herunterladen und auf eine SD-Karte schreiben.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.