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Unterhaltung

Michael Douglas veröffentlicht seine Autobiografie „One Helluva Ride

Michael Douglas veröffentlicht mit «One Helluva Ride» eine bemerkenswerte Biografie, die von den Drogenjahren an der Universität bis zu Filmsets wie «Basic Instinct» reicht. Der 82-jährige Oscar-Preisträger blickt auf sechs Jahrzehnte im Filmgeschäft zurück und bricht mit jahrzehntelangen Hollywood-Geheimnissen.

Michael Douglas‘ Biografie «One Helluva Ride»: Vergangenheit aufgearbeitet

Im Alter von 82 Jahren hat der Hollywood-Star seine Biografie mit dem Titel «One Helluva Ride» vorgelegt, welche von Grand Central Publishing veröffentlicht wurde. Das Buch beleuchtet sowohl die großen Erfolge als Produzent und Schauspieler als auch die persönlichen Tiefen seines Lebens. Verlag und Branchenbeobachter hatten im Vorfeld mit einem weltweiten Medienecho gerechnet, während der Veröffentlichungsprozess nach Angaben von Insidern wegen strenger rechtlicher Prüfungen in den USA und in England bis kurz vor Redaktionsschluss auf der Kippe stand. Für das Projekt war zuvor ein millionenschwerer Vorschuss gezahlt worden, während die ausländischen Rechte in 25 Ländern verkauft wurden und eine ausgiebige Pressetour geplant war.

Die Memoiren greifen weit in die Vergangenheit zurück und schildern Douglas’ Zeit als junger Student an der University of California. Während seiner Zeit als Student an der University of California in Santa Barbara betätigte er sich zeitweise als Dealer für Marihuana, ehe er später zu härteren Substanzen wie Kokain überging. Er selbst blickt auf eine Phase zurück, in der er den Konsum von Rauschmitteln intensiv betrieb, betont jedoch, während der Arbeit am Set stets nüchtern geblieben zu sein.

Michael Douglas veröffentlicht seine Autobiografie "One Helluva Ride
Foto: USA Today

In den vergangenen sechs Jahrzehnten hat Douglas in zahlreichen bekannten Produktionen mitgewirkt. Dazu zählen Meilensteine wie «One Flew Over the Cuckoo’s Nest», «The China Syndrome», «Romancing the Stone», «Wall Street», «Fatal Attraction», «Basic Instinct» und «Falling Down». Neben dem beruflichen Erfolg prägten aber auch familiäre Schicksalsschläge und private Krisen das Leben des Schauspielers, darunter eine Krebserkrankung des Kehlkopfes im Jahr 2010 sowie das angespannte Verhältnis zu seinem Vater Kirk Douglas in früheren Jahren. Der Schauspieler merkte hierzu an, dass er die Autobiografie unmöglich hätte veröffentlichen können, solange sein Vater noch am Leben war.

Drogenkonsum in Studienzeiten und Nachtleben

Später hielt der Substanzkonsum auch im professionellen Filmumfeld an. Douglas beschreibt die 1960er, 1970er und 1980er Jahre als eine Phase, in der Rauschmittel in der Branche allgegenwärtig waren. In der Erinnerung an eine New Yorker Nacht Ende der 1970er Jahre beschreibt er ein Treffen backstage bei «Saturday Night Live», bei dem er zusammen mit dem Journalisten Jann Wenner und O. J. Simpson Kokain konsumierte.

Heimliche Beziehungen und Ehekrise

Ein zentrales Thema der Autobiografie sind intime Beziehungen und lang verschwiegene Affären. Nach jahrzehntelangem Leugnen räumt Douglas ein, während der Dreharbeiten zu «Romancing the Stone» im Jahr 1984 eine Romanze mit seiner Filmpartnerin Kathleen Turner gehabt zu haben. Die Beteiligten hielten die Verbindung damals gegenüber Regisseur Robert Zemeckis, Co-Star Danny DeVito und der Öffentlichkeit geheim. Ergänzend beschreibt er auch eine kurze Romanze mit Diane Thomas, der Drehbuchautorin des Films.

Auch bei anderen Projekten kam es zu Beziehungen abseits der Ehe. Bei der Arbeit an dem Thriller «Basic Instinct» im Jahr 1992 konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Medien zwar auf Sharon Stone, während Douglas stattdessen eine Affäre mit seiner Kollegin Jeanne Tripplehorn hatte. Zudem schildert das Buch einen Vorfall bei den Golden Globes im Jahr 1990, bei dem ein angetrunkener Douglas Julia Roberts heftig beschimpfte, weil diese den Arm um seinen damals 13-jährigen Sohn gelegt hatte, wofür er sich später entschuldigte und Blumen schickte.

Michael Douglas veröffentlicht seine Autobiografie "One Helluva Ride
Foto: Rolling Stone

Rückzug aus dem aktiven Filmgeschäft und der Fokus auf die Familie

Heute hat sich der Schauspieler weitgehend aus dem aktiven Hollywood-Geschehen zurückgezogen. Seine letzte große Rolle spielte er in der Apple-TV-Miniserie «Franklin» aus dem Jahr 2024 als einer der Gründungsväter der Vereinigten Staaten. Für Regisseur Oliver Stone übernahm er zudem einen kleinen Part in dessen Film «White Lies».

Offiziell im Ruhestand ist er jedoch nicht, auch wenn er betont, dass es ein außergewöhnliches Projekt bräuchte, um ihn noch einmal vor die Kamera zu locken. Die meiste Zeit widmet er stattdessen seiner Ehefrau Catherine Zeta-Jones sowie den gemeinsamen Kindern Dylan und Carys, seinem ältesten Sohn Cameron aus erster Ehe sowie seinen Enkelkindern.

Michael Douglas veröffentlicht seine Autobiografie "One Helluva Ride
Foto: Goomba Stomp Magazine

Für seine Arbeit im Laufe der Jahrzehnte wurde Douglas mehrfach ausgezeichnet, darunter mit zwei Oscars – einmal als Co-Produzent von «One Flew Over the Cuckoo’s Nest» sowie als bester Hauptdarsteller für seine Darstellung des Gordon Gekko in «Wall Street». Später folgte zudem ein Emmy-, Golden-Globe- und SAG-Award für seine Rolle in dem Fernsehfilm «Behind the Candelabra» unter der Regie von Steven Soderbergh.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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