Dale Vince, der Besitzer der Forest Green Rovers, warf Peterborough United vor, im vergangenen Monat unerlaubt Kontakt zu Trainer Robbie Savage aufgenommen zu haben. Peterboroughs Vorsitzender Darragh MacAnthony wies die Vorwürfe am Samstag entschieden zurück und betonte, dass die Verpflichtung unter strikter Einhaltung aller Regeln der English Football League erfolgt sei.
Dale Vince wirft Peterborough United illegale Kontaktaufnahme vor
Die Verpflichtung von Robbie Savage als neuer Trainer von Peterborough United sorgt für erheblichen Zwist hinter den Kulissen. Dale Vince, der Besitzer von Forest Green Rovers, erhob schwere Vorwürfe gegen den Ligakonkurrenten und behauptete, der Klub habe den 51-jährigen Übungsleiter unter Umgehung der offiziellen Wege kontaktiert. Savage hatte zuvor den Posten als Cheftrainer beim National-League-Klub geräumt, um die Nachfolge des unter anderem von Luke Williams hinterlassenen Postens anzutreten.
Vince schilderte die Abläufe der Verhandlungen drastisch und betonte, dass Forest Green die Freigabe für Gespräche zunächst verweigert hatte. Dennoch sei der Kontakt zustande gekommen.

„In den Verhandlungen hat Peterborough keinen Respekt vor Robbies Position gezeigt. Er steckte mitten drin. Er ging am Montag dorthin, sie boten ihm den Job mündlich an und dann bestritten sie, ihm den Job angeboten zu haben.“
Dale Vince, Besitzer von Forest Green Rovers
Laut Vince habe diese Taktik den Trainer in eine schwierige Situation gebracht. Peterborough habe kurzzeitig signalisiert, zu einem anderen Kandidaten wechseln zu wollen, ehe der Deal schließlich doch noch über die Bühne ging. Der FGR-Eigentümer erklärte, er habe dem Wechsel letztlich nur zugestimmt, weil ihm das persönliche Wohl seines Freundes und Mitarbeiters wichtiger gewesen sei als das Verhandlungsergebnis. Der National-League-Klub gab später bekannt, dass Savage die Erlaubnis erhalten hatte, mit einem anderen Verein zu sprechen, nachdem er den Wunsch äußerte, Peterborough zu übernehmen.
Darragh MacAnthony weist die Vorwürfe von sich
Auf Seiten von Peterborough United wird die Darstellung vehement zurückgewiesen. Klubchef Darragh MacAnthony konterte die Anschuldigungen über die sozialen Medien sowie in Stellungnahmen und betonte, dass der gesamte Prozess transparent und regelkonform abgelaufen sei. Er merkte an, dass er seit zwanzig Jahren als Eigentümer in der EFL tätig ist und den vorgeschriebenen Ablauf respektiert.

„Der Prozess zur Ernennung eines neuen Trainers lief zu 100 Prozent korrekt und ordnungsgemäß unter Einhaltung aller Regeln ab. Ich bin seit 20 Jahren Eigentümer in der EFL und respektiere das Verfahren.“
Darragh MacAnthony, Vorsitzender von Peterborough United
MacAnthony führte zudem an, dass Barry Fry als Vereinsverantwortlicher den Kontakt gesucht und offiziell bei Mark Bowen nachgefragt habe, ob man mit Savage sprechen dürfe. Zudem verwies der Peterborough-Vorsitzende darauf, dass Forest Green Rovers mehrere E-Mails bezüglich der Modalitäten und der Entschädigungszahlungen geschickt habe, bevor die Gespräche offiziell geführt wurden.
Sportlicher Einstand von Robbie Savage in der League One
Die administrative Auseinandersetzung überschattet die sportliche Trendwende bei Peterborough United, die aktuell auf dem 20. Tabellenplatz der League One nach neun absolvierten Partien rangieren. Ungeachtet der Diskussionen feierte Savage einen gelungenen Einstand an der Seitenlinie. Am Samstag führte der neue Coach sein Team zu einem 3:1-Auswärtserfolg gegen Leicester City.
| Spielstatistik | Details |
|---|---|
| Ergebnis | Leicester City 1–3 Peterborough United |
| Torschützen Peterborough | Owura Edwards, Harry Leonard, Warren O’Hora (Eigentor) |
| Torschütze Leicester | Emil Riis |
Durch diesen Auswärtserfolg tankte das Team wichtige Punkte im Abstiegskampf und baute eine positive Serie aus, nachdem zuvor drei von vier Begegnungen in allen Wettbewerben gewonnen werden konnten. Als Nächstes empfängt Peterborough Burton Albion im heimischen Stadion, womit für Savage das erste Heimspiel in der Liga ansteht.
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