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Bei den Sport Austria Finals in Wien krönte sich Felix Zehetner am 6. Juni 2026 zum dritten Mal zum Taekwondo-Staatsmeister. Neben dem Kampfsport feierte das Karambol-Billard eine Premiere und Skeleton- sowie Bob-Athleten glänzten im sommerlichen Anschub. Das Event vereint zahlreiche Disziplinen, um die Sichtbarkeit verschiedenster Sportarten in der Hauptstadt zu erhöhen.

Felix Zehetners Hattrick im Taekwondo

Im olympischen Kyorugi der Klasse bis 68 kg sicherte sich der Tiroler Felix Zehetner in einem dramatischen Finale gegen Ansar Naseri den Titel. Damit vollendet Zehetner seinen Hattrick und festigt seine Position an der Spitze des österreichischen Taekwondos. Wie Sport Austria Finals berichtet, war die Spannung in der Rundhalle Simmering bis zu den letzten Sekunden greifbar.

Felix Zehetners Hattrick im Taekwondo
Photo: Der Standard
Felix Zehetner, Staatsmeister

Die Dynamik der Wettbewerbe zeigte sich über alle Gewichtsklassen hinweg.

  • Herren bis 58 kg: Maximilian Harland
  • Herren bis 80 kg: Mal Sahiti
  • Herren über 80 kg: Abdula Almagdy
  • Frauen bis 49 kg: Theresa Hörl
  • Frauen bis 57 kg: Lea Tost
  • Frauen bis 67 kg: Nicole Heigenhauser
  • Frauen höchste Klasse: Verena Schwentner

Sekundenentscheide beim Skeleton- und Bob-Anschub

Ein besonderes Highlight der Finals war der Transfer von Wintersport-Kompetenzen in den Sommer. Beim Skeleton-Anschub setzte sich Julia Erlacher mit einer Zeit von 6,15 Sekunden durch. Ihre Stärke lag laut ORF Sport vor allem in der Starttechnik, die es ihr ermöglichte, sich voll auf ihre physische Kraft zu konzentrieren, ohne an die Fahrt im Eiskanal denken zu müssen.

Sekundenentscheide beim Skeleton- und Bob-Anschub
Photo: sport.ORF.at

Bei den Männern dominierte Alexander Schlintner mit 5,92 Sekunden. Parallel dazu gab es im Bob-Anschub neue Siegesgesichter: Nicola Pichler beendete eine Serie von zwei zweiten Plätzen und holte sich mit 7,20 Sekunden den Titel. In der Männerklasse triumphierte Leo Sares mit 6,27 Sekunden.

Disziplin Sieger/in Zeit (Sekunden)
Skeleton (Frauen) Julia Erlacher 6,15
Skeleton (Männer) Alexander Schlintner 5,92
Bob (Frauen) Nicola Pichler 7,20
Bob (Männer) Leo Sares 6,27

Karambol-Billard: Kampf um Sichtbarkeit und tonnenschwere Tische

Eine Premiere gelang dem Karambol-Billard, das erstmals Teil der Sport Austria Finals wurde. Die Austragung in der Hackengasse 21 in Wien-Fünfhaus war keine Zufallswahl, sondern eine logistische Notwendigkeit. Wie die Organisatoren erläutern, wiegen die Matchtische zwischen 1,2 und 1,4 Tonnen. Ein Transport an externe Orte wäre finanziell und zeitlich kaum darstellbar, da die Tische Zeit benötigen, um sich zu setzen und exakt in der Waage zu stehen.

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Andreas Felser, Präsident der Österreichischen Billardunion, sieht in der Teilnahme an den Finals eine Chance, die traditionelle Disziplin aus den Clublokalen zurück in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken. Während Pool-Billard oft als geselliges Gruppenerlebnis wahrgenommen wird, ist Karambol ein stiller Konzentrationssport, was die wirtschaftliche Attraktivität für viele Lokale mindert.

Die technischen Anforderungen an diesen Präzisionssport sind extrem. Gespielt wird mit drei Bällen (weiß, gelb, rot) mit einem exakten Durchmesser von 61,5 Millimetern und einem Gewicht zwischen 205 und 220 Gramm. Die Differenz zwischen den Bällen darf maximal zwei Gramm betragen. Die Queues haben eine Standardlänge von etwa 1,40 Metern.

Rafting-Premiere auf der Donauinsel und Flag-Football-Titel

Ein historischer Moment ereignete sich im Rafting: Erstmals wurde die Titelentscheidung in einem künstlichen Wildwasserkanal auf der Donauinsel ausgetragen. Das Nationalteam vom Verein Rafting Sport Salzatal aus Wildalpen, bestehend aus Arnold Baumann, Stefan Frank, Anton Graf und Mario Rigler, bestätigte seinen Favoritenstatus und gewann souverän in den Disziplinen Sprint und Slalom.

Rafting-Premiere auf der Donauinsel und Flag-Football-Titel

Im Flag Football sorgten die Saints bei den Damen für Aufsehen. Durch einen Touchdown in der letzten Sekunde sicherten sie sich das Finalticket gegen die SG Amstetten/St. Valentin und krönten sich damit vorzeitig zu Staatsmeisterinnen. Bei den Herren kämpfen die Vienna Vipers (nach einem 47:7-Sieg gegen die Honeybees) und die St. Valentin Veterans (27:15 gegen die Saints) im Finale um den Titel.

Parallel dazu bleibt die NV Sportunion Wr. Neudorf-Mödling die dominierende Kraft im heimischen Squash-Sport und sicherte sich am letzten Bundesliga-Spieltag erneut die Spitzenposition.

Die Sport Austria Finals beweisen damit, dass die strategische Bündelung von Nischensportarten und olympischen Disziplinen in einer Metropole wie Wien nicht nur die sportliche Leistung steigert, sondern auch die notwendige Aufmerksamkeit schafft, die viele dieser Sportarten in der Breite vermissen.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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