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Welt

Papst Leo XIV. fordert neue globale Ernährungsordnung für das Gemeinwohl

Papst Leo XIV. hat in einer am Welternährungstag verlesenen Botschaft an die FAO eine neue globale Ernährungsordnung im Zeichen von Nachhaltigkeit und Gemeinwohl gefordert. Der Pontifex betonte, dass der Zugang zu Nahrung und Wasser ein unveräußerliches Menschenrecht ist, und warnte zugleich scharf vor der Spekulation mit Lebensmitteln als Finanzgüter.

Die Botschaft an die Welternährungsorganisation FAO

Zum diesjährigen Welternährungstag unter dem Motto Heute innovativ sein, um morgen zu ernähren hat das Oberhaupt der katholischen Kirche klare Forderungen an die Staatengemeinschaft formuliert. Die an FAO-Generaldirektor Qu Dongyu gerichtete Erklärung wurde am 16. Oktober am Sitz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (der offizielle Wortlaut der Papstbotschaft) öffentlich verlesen. Darin mahnte der Papst an, dass sich Mitgliedstaaten nicht mit abstrakten Analysen oder wirkungsarmen Erklärungen begnügen dürfen.

Der Pontifex erinnerte daran, dass fundamentale Lebensgrundlagen wie Nahrung und Wasser kein Verhandlungsgegenstand sein dürfen, sondern elementare Menschenrechte darstellen.

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Kritik an Nahrungsmittelspekulation und Rüstungsausgaben

Ein zentraler Punkt der päpstlichen Ansprache betrifft den Umgang mit Grundnahrungsmitteln auf den internationalen Märkten. Nahrung dürfe weder als volatiles Finanzgut gehandelt noch als Instrument für geopolitischen Druck instrumentalisiert werden, so der Vorstoß aus dem Vatikan. Jede Sabotage der Lebensmittelproduktion oder das Vorenthalten von Brot verstoße schwerwiegend gegen die menschliche Würde.

Es ist an der Zeit, moralischen Mut zu beweisen.

Papst Leo XIV., via Vatican News

Darüber hinaus formulierte der Papst einen dringenden ethischen Imperativ für die Staatengüsse. Die in die Rüstungsindustrie fließenden Finanzmittel müssten stattdessen konsequent in die nachhaltige Agrarforschung sowie die Regeneration ausgelaugter Böden umgeleitet werden.

Verbindung von technologischer Innovation und Tradition

Technologischer Fortschritt wird in der Botschaft keineswegs pauschal abgelehnt. Vielmehr plädiert der Heilige Stuhl dafür, moderne Errungenschaften mit dem über Generationen gewachsenen Wissen der Landwirte zu verschmelzen. Bauern hätten durch jahrhundertelange Beobachtung ein tiefes Gespür für lokale Klimabedingungen und Bodenbeschaffenheiten entwickelt, das in moderne Innovationsprozesse einfließen müsse.

Die Veröffentlichung der Botschaft fällt zeitlich mit gesundheitlichen Meldungen aus Rom zusammen. Nach Angaben des behandelnden Ärzteteams verliefen die Kontrolluntersuchungen zwei Tage nach der Krebs-Operation von Papst Leo XIV. im normalen Bereich, während er seinen Aufenthalt im Krankenhaus fortsetzte.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.