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Technik und Wissenschaft

OpenAI Foundation startet Gesundheitsforschung mit 125 Millionen Dollar

Die OpenAI Foundation unterstützt medizinische und wissenschaftliche Forschung mit einer ersten Tranche von mehr als 125 Millionen US-Dollar an Fördermitteln. Das am 15. September 2026 angekündigte Förderprogramm Public Data for Health konzentriert sich auf biomedizinische Datensätze, Wirkstoffentwicklung und präventive Therapien wie Krebsimpfstoffe.

Milliardenbudget für die Wissenschaft und der Einstieg in den Lebenswissenschaften

Die im Oktober 2025 gegründete OpenAI Foundation hat sich zu einer der finanzstärksten gemeinnützigen Organisationen weltweit entwickelt. Bis heute hat die Stiftung mindestens 25 Milliarden US-Dollar zugesagt, die in den kommenden Jahren für philanthropische Zwecke ausgeschüttet werden sollen. Im September 2026 angelaufen, finanziert das Förderpaket der Stiftung freie Datenstrukturen für die Gesundheits- und Lebenswissenschaften.

Jacob Trefethen leitet den Bereich Life Sciences bei der OpenAI Foundation in San Francisco. Er betonte gegenüber Nature, dass es sich hierbei erst um den Beginn einer sehr viel umfassenderen Initiative handelt. Die Stiftung will demnach gezielt dort ansetzen, wo Künstliche Intelligenz nach Ansicht der Verantwortlichen den größten Nutzen stiften kann.

FOUNDATION
Foto: globalsouthopportunities.com

Jacob Trefethen erklärte gegenüber Nature, dass die Mission der Stiftung darin bestehe, sicherzustellen, dass KI der gesamten Menschheit zugutekommt.

Die Non-Profit-Organisation Chan Zuckerberg Initiative hatte im Jahr 2016 angekündigt, bis zum Ende des Jahrhunderts alle Krankheiten heilen zu wollen.

OpenAI spendet 40 Millionen Dollar an UNC für KI-gestützte Krebsimpfstoffe

Millionenvergabe für Krebsimpfstoffe, Alzheimer und Barrieren im Gehirn

Das initial bereitgestellte Kapital von mehr als 125 Millionen US-Dollar fließt in ausgewählte Projekte an Universitäten und gemeinnützigen Einrichtungen. Die Förderungen verteilen sich auf unterschiedliche Schwerpunktbereiche, die von molekularer Grundlagenforschung bis hin zu epidemiologischen Datensätzen reichen. Ein Projekt an der University of North Carolina at Chapel Hill erhält 40 Millionen US-Dollar für die Entwicklung von Krebsimpfstoffen. Hinzu kommen 15 Millionen US-Dollar für die Erforschung der Blut-Schranken im Gehirn sowie ein 500.000-US-Dollar-Pilotprojekt, das Daten aus insolventen Biotechnologieunternehmen rettet. Diese Maßnahmen ergänzen frühere Förderungen im Wert von 100 Millionen US-Dollar, die in die Erforschung der Alzheimer-Krankheit flossen.

  • OpenADMET: Das Projekt entwickelt offene Datensätze, Benchmarks und Wettbewerbe, um vorherzusagen, wie Moleküle im Körper absorbiert und verteilt werden.
  • CTD Commons: Eine Initiative zur Rettung und Nutzbarmachung von regulatorischem Wissen aus abgebrochenen oder eingestellten Medikamentenentwicklungsprogrammen.
  • UNC Initiative for Generative Immunotherapy: Ein Vorhaben an der University of North Carolina zur Erstellung multimodaler Datensätze für personalisierte Krebsvakzine.

Daten als Fundament für zukünftige medizinische Durchbrüche

Hinter der großangelegten Bereitstellung von Fördermitteln steht eine klare wissenschaftliche These. Nach Einschätzung der Stiftung mangelt es in vielen medizinischen Disziplinen schlicht an ausreichenden und frei zugänglichen Daten, um zielgerichtete Therapien zu entwickeln. Während KI-Systeme zunehmend in der Lage sind, biologische Informationen im großen Stil zu analysieren, fehlen oft die dafür notwendigen Beobachtungen und Rohdaten.

Die OpenAI Foundation hat drei grundlegende Kategorien benannt, welche die zukünftige Ausrichtung der Förderung von öffentlichen Gesundheitsdaten leiten sollen. Dazu gehören unter anderem miteinander verknüpfte Datensätze, die Informationen über verschiedene biologische Skalen oder Methoden hinweg verbinden.

Neben Alzheimer und Public Data konzentriert sich die Stiftung auf sogenannte Krankheiten mit hoher Belastung, die jährlich weltweit mehr als eine halbe Million Todesfälle fordern. Dazu zählt unter anderem Tuberkulose als der größte infektiöse Killer.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.