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NY-Staatsanwaltschaft untersucht Vorwurf der Gruppenvergewaltigung an Cornell University

Ein Vorwurf der Gruppenvergewaltigung an der Cornell University im Oktober 2024 hat eine Untersuchung durch die Generalstaatsanwaltschaft von New York ausgelöst. Gouverneurin Kathy Hochul forderte eine externe Überprüfung der Reaktion der Universität, nachdem eine Zivilklage Details über interne Strafen und Chat-Nachrichten der beteiligten Studenten öffentlich machte.

Zivilklage enthüllt Vorwürfe am Chi Phi Fraternity House

Die Betroffene, in Gerichtsdokumenten als Jane Doe geführt, reichte am 16. September Civil Lawsuit ein. Die damals 20-jährige Studentin beschreibt darin, wie sie am Abend des 19. Oktober 2024 nach dem Besuch einer Bar und einer Verbindung das Chi Phi Fraternity House auf dem Campus in Ithaca im US-Bundesstaat New York aufsuchte. Laut den Unterlagen war sie zu diesem Zeitpunkt bereits stark alkoholisiert.

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Im Haus der Studentenverbindung sei ihr von einem Bekannten, der in der Klage als Male No. 1 geführt wird, zunächst Bier und später unter Zwang Cannabis sowie Ketamin verabreicht worden. Die Klägerin gibt an, sie sei in den frühen Morgenstunden ohne ihre Zustimmung von mehreren Mitgliedern der Verbindung sexuell attackiert worden. Die Vorfälle erstreckten sich demnach über mehrere Stunden bis 5:45 Uhr am Morgen des 20. Oktober 2024. Nach Angaben aus Akten, die im Zuge interner Universitätshörungen im Jahr 2025 zusammengetragen wurden, kam es zudem am oder um den 18. Oktober 2024 zu einem Vorfall, bei dem eine Person im selben Verbindungshaus eine Überdosierung erlitt.

Snapchat-Gruppe und die Beweislast im Kriminalverfahren

Im Zentrum der öffentlichen Empörung stehen Chat-Nachrichten, die während des mutmaßlichen Übergriffs über den Kurznachrichtendienst Snapchat verschickt wurden. Einer der Beteiligten setzte eine Nachricht in die Gruppe der Verbindung ab, um weitere Mitglieder in den Raum zu rufen, wobei in Dokumenten der Vorwurf genannt wird, es sei eine Frau für sexuelle Handlungen angeboten worden.

Letitia James/Kathy Hocul/ Chi Phi frat house at Cornell
Foto: nypost.com

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Rechtsexperten weisen darauf hin, dass diese digitalen Spuren die Vorwürfe stützen, die strafrechtliche Verfolgung jedoch vor große Hürden stellt. Zudem erschwere die freiwillige Alkoholisierung der Klägerin nach New Yorker Gesetzen die Beweisführung hinsichtlich fehlender Zustimmung.

James ernannt zur Sonderermittlerin

Die politische Dynamik veränderte sich im Zuge der aktuellen Aufarbeitung. Generalstaatsanwältin Letitia James wurde zur Sonderermittlerin Special Prosecutor in der Cornell-Vergewaltigungssonde ernannt.

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Universitätsverwaltung und die Sanktionen gegen Chi Phi

Cornell University geriet parallel wegen des Umgangs mit den Beschuldigten in die Kritik. In der Zivilklage wird behauptet, die Universität habe die sieben beschuldigten Studenten lediglich mit milden disziplinarischen Maßnahmen wie Essays belegt. Die Universitätsleitung dementierte diese Darstellung vehement.

Die Hochschule erklärte, sie habe nach einer monatelangen internen Untersuchung unter Anwendung von Title-IX-Verfahren Disziplinarverfahren durchgeführt, die zu Entlassungen und Suspendierungen führten Cornell University Statement. Das betroffene Kapitel der Chi Phi Fraternity wurde bereits im Jahr 2024 geschlossen und bleibt dauerhaft vom Campus verbannt.

NY-Staatsanwaltschaft untersucht Vorwurf der Gruppenvergewaltigung an Cornell University
Foto: abcnews.com
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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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